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Bad Belzig Bad Belzig: Ein „Weiter so!“ nach der Wahl ist unwahrscheinlich
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16:29 23.04.2019
Schon bald wird in der Region wieder gewählt. Quelle: picture-alliance/ dpa
Bad Belzig

Namen sind Nachrichten, heißt ein geflügeltes Wort bei den Medienmenschen. Das gilt – gerade im Lokalen – von der Geburts- bis zur Todesanzeige, aber auch bei vielen anderen mehr oder weniger bedeutenden Geschichten, die das so Leben schreibt. Wegen der persönlichen Nähe, rühren sie hier auf dem Lande die Leser besonders an – das macht es nicht einfacher, sie aufzuschreiben.

Ab sofort sollen mehr denn je die Kandidaten für die Kommunalwahl am 26. Mai in den Fokus gerückt werden. Mit der Gemeinde Mühlenfließ beginnt der Reigen. Dort gibt es immerhin eine überschaubare Zahl an Bewerbern für die Gremien und Bürgermeister Jens Hinze strebt zumindest die bestmögliche Bestätigung auf seinem Posten an.

Das politische Ehrenamt auf dieser Ebene ist freilich alles andere als vergnügungssteuerpflichtig. Zuweilen wirkt es sogar ernüchternd, wenn einen die Realitäten einholen, die andere mit ihren Richtlinien setzen. Dennoch haben lediglich drei Ortsbeiräte der Stadt Treuenbrietzen mit Bewerbermangel zu kämpfen. Ansonsten herrscht keineswegs das so oft beschriebene Desinteresse oder gar Verdrossenheit in Sachen politischer Mitwirkung.

Mithin nicht in Bad Belzig. Dort ringen mehr als 75 Bewerber um eines von 22 Mandaten der Stadtverordnetenversammlung. Das ist in der Vielzahl und Vielfalt der Vorschläge allemal bemerkenswert. Sehr wahrscheinlich, dass es nach dem Urnengang dort zumindest kein schlichtes „Weiter so!“ geben wird.

Die Kur- und Kreisstadt hat noch erhebliche Potenziale zu schöpfen. Sie sind beispielsweise bei der Veranstaltung „Bad Belzig spricht!“ im Kleinkunstwerk Mühlenhölzchen, einer neuen Form des Bürgerdialogs, offenkundig geworden. Mithin ist das Treffen eine schöne Gelegenheit, einander zu begegnen.

Doch fragt sich, warum es nicht auf den bisher üblichen Wegen möglich sein soll, miteinander ins Gespräch zu kommen. Dass sich Bürger noch mehr informieren und engagieren sollten. Schwer ist es eigentlich gar nicht, war eine Schlussfolgerung der Runde.

Dass Politik und Verwaltung mehr das Ohr an der Masse haben sollten, war eine weitere – ebenfalls stets richtige – Erkenntnis. Doch als neulich die Zukunft für das Areal der Kunsteisbahn verhandelt worden ist, war keine Hand voll Leute im Bürgerhaus, obwohl gefühlt jeder seine Meinung mehr oder weniger fundiert im Vorfeld kundgetan hatte.

Kommunikation, mal mit Konsens, mal mit Kompromiss wird also weiter eine wesentliche Herausforderung sein. Die Kandidaten haben – nicht nur, aber auch in der MAZ – die Möglichkeit, sich in Szene zu setzen und sich im besten Sinne einen Namen zu machen.

Von René Gaffron

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