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Bad Belzig Teilnehmer des Bürgerdialogs auf Augenhöhe
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Teilnehmer des Bürgerdialogs auf Augenhöhe
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14:31 14.04.2019
Dieter Halbach von „Bad Belzig spricht“. Quelle: Rene Gaffron
Bad Belzig

Dieter Halbach hat mit Gleichgesinnten die Reihe „Bad Belzig spricht“ initiiert. Der 65-Jährige ist von Beruf freier Journalist. Seit 2015 lebt er in der Stadt, wo er ab sofort den Bürgerdialog befördern will. 

Was hat sie zu der Aktion motiviert?

Dieter Halbach: Ich bin in Berlin aufgewachsen, ich habe ein Öko-Dorf in Sachsen-Anhalt mit aufgebaut. Jetzt lebe ich erstmals in einer Kleinstadt, fühle mich wohl und habe dank meiner Leidenschaft für die Musik viele Menschen kennen gelernt. Aber es ist nur eine begrenzte Szene. Ich möchte mehr Kontakte –auch zu Andersdenkenden –knüpfen. Und wir Mitglieder vom Respekt e. V. haben insgesamt die Sorge, dass sich unsere Gesellschaft spaltet, polarisiert wird und der Hass vor allem via Internet zunimmt. Wir möchten lieber miteinander statt übereinander reden.

Den Bürgerdiaolog gibt es zum Beispiel als Veranstaltungsreihe des Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD)

Das ist nicht die Veranstaltungsform, die wir meinen. Es wird kein Podium eingerichtet, auf dem Vorträge gehalten werden und es gibt keinen Politiker, der dort Rede und Antwort stehen muss. Vielmehr wird eine Plattform für jeden geboten. So verteilen sich die Teilnehmer – bis zu acht Personen an sechs Tischen -, um in mehreren Runden miteinander auf Augenhöhe ins Gespräch zu kommen. Dazu kommt ein Moderator, der darauf achtet, dass die Regeln eines fairen Dialogs eingehalten werden und der Austausch konstruktiv vorankommt. Aber es darf dabei durchaus kontrovers zugehen.

Welches Ziel verfolgen Sie?

Zuerst einmal soll die Stadtgesellschaft miteinander ins Gespräch kommen. Es geht darum sich auszutauschen, welche Erfahrungen jemand in Bad Belzig gesammelt hat, welche Probleme ihn bewegen und welche Anliegen er voran bringen will – gern als Auftrag an die Lokalpolitiker. Aber auch an andere Institutionen gerichtet oder zur Stärkung eigener Initiativen. Angesprochen sind Jung und Alt, Mann und Frau, Alteingesessene und Neuzugezogene.

Sie haben mit einem solchen Format schon Erfahrungen gesammelt.

Ja, mit dem Forum „People meet People“ haben wir seit 2015 die Begegnung von Geflüchteten und Einheimischen organisiert. Das ist mit einigen Auszeichnungen gewürdigt worden. Inzwischen wurde die Reihe erfolgreich beendet.

Wann und wo findet der neue Bürgerdialog statt?

Premiere ist am 16. April, 18 bis 21 Uhr, im Kleinkunstwerk Mühlenhölzchen. Eine nächste Auflage ist dort am 20. Mai geplant. Weitere Termine sind in Vorbereitung. Die Anmeldung soll über die Internetpräsenz erfolgen. Die Zahl ist auf 50 Plätze begrenzt.

Wer bezahlt das Angebot?

Es gibt ein Budget für zwei Jahre. Für die ersten beiden Veranstaltungen wird es gemäß Lokalem Aktionsplan „Hoher Fläming“ aus dem Bundesfonds „Demokratie leben!“ gespeist. Für die nächsten Veranstaltungen bis Ende 2020 bekommen wir weiteres Geld von der Bundeszentrale für politische Bildung.

Mehr dazu im Internet unter www.bad-belzig-spricht.de

Von René Gaffron

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