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Bad Belzig Stadtverordnete helfen der Olsenbande
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08:30 28.06.2019
Mit ihrem dritten Coup "Die Olsenbande kann's nicht lassen" begeistert das Gauner-Trio einmal mehr das Publikum auf der Burg Eisenhardt. Quelle: Josephine Mühln
Bad Belzig

Um ein Haar hätte wohl noch ein Panzerschrank in Bad Belzig geknackt werden müssen. Denn offenbar waren die Aufführungen des dritten Fläming-Coups der Olsenbande akut in Gefahr. Die Stadtväter haben jetzt aber auf Antrag der SPD-Fraktion die letzte Finanzlücke geschlossen.

3600 Euro wurden für den Verein Kulturland bewilligt – bei vier Enthaltungen der Fraktion CDU/Bürgerbündnis. Das Geld wird direkt aus dem Haushalt bereitgestellt. Eine erwogene Auszahlung aus dem Aktivierungsfonds für die Altstadtsanierung ist aus formellen Gründen verworfen worden.

Notruf vor acht Wochen

„Vor acht Wochen hat sich Frank Grünert mit dem plötzlich aufgetretenen Problem an uns gewendet“, berichtet Stadtverordnetenvorsteher Ingo Kampf (SPD). Demnach hätte sich ein fünfstelliger Fehlbetrag im Finanzierungskonzept ergeben. „Die Zuwendungen des Kulturministeriums sind auf ein Drittel reduziert worden. Die Unterstützung der Sparkasse ist dieses Mal ausgefallen“, sagt Regisseur Grünert der MAZ. Also sei neben der Probenarbeit nochmals die Akquise von Sponsoren nötig geworden, welche die Not schon ein wenig gelindert haben.

Für eine Absage des Spektakels oder zumindest einiger Vorstellungen waren die Planungen schon zu weit fortgeschritten. „Die Verträge waren unterschrieben, der Vorverkauf hatte begonnen“, hieß es in der Parlamentssitzung. „Der Imageschaden für Bad Belzig wäre deutlich größer gewesen“, findet Ursula Schwill (Bündnis 90/Die Grünen). „Beim nächsten Mal müssen wir beim Konzept noch genauer hinsehen“, befand sie. Denn die Kommune hatte schon vorher einen Anteil geleistet.

Zukunft bleibt offen

Tatsächlich ist die Inszenierung derzeit in aller Munde und zieht Publikum in die Kur- und Kreisstadt. Das Wetter spielt obendrein mit. „Wir sind gerade sehr froh“, gesteht Frank Grünert. Dennoch ist noch nicht entschieden, ob es 2021 einen vierten Streich des Gaunertrios auf der Burg Eisenhardt geben wird. „Es geht nicht nur darum, dass Geld dafür gegeben wird, sondern auch um die volle ideelle Unterstützung. Beispielsweise wiegt das Wort der Kommune im Ministerium mehr als der Antrag des Vereins“, lautet der Appell des Ensemblechefs.

Derweil hat Jana Stephan (CDU) klar gestellt, dass die Sparkasse das Anliegen keinesfalls als nicht förderungswürdig eingestuft habe. „Es wurde lediglich die Ausrichtung der Förderung allgemein verändert“, so die Mitarbeiterin des Geldinstituts.

Nächste Aufführungen: 28. und 29. Juni, 19.30 Uhr, auf Burg Eisenhardt, Vorverkauf in der Tourist-Information, 033841/9 49 00.

Von René Gaffron

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