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Bad Belzig Vereine wollen Sportstätte nicht verlieren
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Vereine wollen Sportstätte nicht verlieren
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18:32 20.09.2018
Die Puschkinhalle in Bad Belzig hat schon bessere Zeiten erlebt. Quelle: Christiane Sommer
Bad Belzig

Das Interesse des Landkreises an der städtischen Turnhalle in der Puschkinstraße erhitzt weiter die Gemüter der Bad Belziger Freizeitsportler. Vertreter des „Märkischen Ballsportvereins“, des Fußballclubs „Borussia Belzig 1913“ und der „SG Einheit“ haben deshalb aufmerksam die jüngste Sitzung des städtischen Wirtschaftsausschusses verfolgt.

Dieser hat sich als erster mit dem Kaufantrag des Landkreises befasst, der das Grundstück samt Turnhalle erwerben und durch einen Neubau für die Schüler des kreiseigenen Fläming-Gymnasiums ersetzen will. In den Vereinen herrscht die Sorge, dass die angedachte neue Sportstätte nicht mehr in gewohnter Weise genutzt werden kann, der Neubau an ihrem Bedarf vorbeigeht und Gebühren für Trainingszeiten in die Höhe steigen.

Interne Gespräche mit Vereinen führen

Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) versuchte zu beruhigen: „Es wurde noch keine Beschlussvorlage für den Verkauf erarbeitet. Wir haben heute nur eine Informationsvorlage zu beraten. Wenn es soweit ist, dann müssen wir uns ernsthaft Gedanken machen.“

Nach kurzer Debatte wurde die Verwaltung durch den Ausschuss beauftragt, bis November hausintern im Gespräch mit den Vereinen deren Bedarfe an Hallenzeiten genau zu ermitteln. Mit den gewonnenen Informationen und dem bereits im Frühsommer durch die Sportvereine verfassten Positionspapier sollen nachfolgend die Gespräche mit dem Landkreis geführt werden.

Hänig erwartet schwierige Gespräche

Konkret fordern die Vereine in ihrem Papier, dass der Landkreis eine wettkampftaugliche Dreifelderhalle mit Zuschauertribüne, einem angrenzenden 150 Quadratmeter großen Übungsraum für Judo und weiteren Kampfsport sowie eine Kegelbahn auf dem Areal an der Puschkinstraße baut. Im Gegenzug empfehlen sie, dass die Kommune dem Landkreis die Halle samt Fläche für einen symbolischen Preis überlässt.

Mit Blick auf die Wunschliste gab der Ausschussvorsitzende Hendrik Hänig (SPD) zu bedenken: „Wenn wir etwas haben wollen, dann müssen wir auch bereit sein, etwas zu geben.“ Hinsichtlich der laufenden Diskussionen um den künftigen Sitz der Kreisverwaltung und die Debatten um die Höhe der Kreisumlage erwartet er jedoch schwierige Gespräche.

Im November wird erneut beraten

Dem Vorschlag des Bürgermeisters, über einen externen Gutachter die Bedarfe an Hallenzeiten für die Vereine erarbeiten zu lassen, folgten die Ausschussmitglieder nicht. Vielmehr sprachen sie sich dafür aus, erst in der nächsten Sitzung im November über die Erstellung eines Wertgutachtens und eines Sportstättenkonzeptes durch Experten zu beraten. In dieses Konzept sollen die Ergebnisse der Bedarfsanalyse zu den Hallenzeiten der Sportvereine einfließen.

„Wir brauchen eine Abkühlphase“, versuchte Hänig die erhitzen Gemüter der Sportler zu beruhigen. In diesem Zusammenhang ergänzte Bauamtsleiter Christoph Grund, dass der Landkreis frühestens ab 2024 einen Hallenneubau tätigen werde.

Von Christiane Sommer

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