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Bad Belzig Deko aus Beton: Tolle Unikate sind im „Trollberg“ entstanden
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Deko aus Beton: Tolle Unikate sind im „Trollberg“ entstanden
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14:12 12.07.2019
In der Awo-Begegnungsstätte im Bad Belziger „Trollberg“ haben die Teilnehmerinnen Deko aus Beton gebastelt. Quelle: Josephine Mühln
Bad Belzig

 Irgendwas zwischen Quark und Joghurt. Wenn der Beton diese Konsistenz erreicht hat, kann er optimal verarbeitet werden. Diesen Ratschlag hat Ulrike Friese den Teilnehmern der Beton-Werkstatt in der Awo-Begegnungsstätte „Trollberg“ mit auf den Weg gegeben.

Die Kunstpädagogin aus Köln hatte zwei Nachmittage Zeit, um in die Geheimnisse des Werkstoffs Beton einzuführen – dort, wo sonst eigentlich regelmäßig die Arbeit mit Ton gelehrt wird. „Das sind wirklich zwei völlig unterschiedliche Materialien und es ist sehr spannend, mit dem Beton zu arbeiten“, stellt Corinna Reinbach, „Trollberg“-Koordinatorin, fest. „Anders als beim Ton, sieht man den Erfolg hier nicht sofort und muss um die Ecke denken.“

Hilfsmittel waren leere Milchtüten

Entstanden sind an den beiden Nachmittagen zahlreiche Deko-Elemente wie Teelicht- und Fotohalter oder Vasen. Hilfsmittel waren leere Milchtüten, Joghurtbecher und alte Plastikformen. „Auch mit Kaffeebechern kann man tolle Sachen machen – alles Recyclingmaterial“, erläutert Ulrike Friese.

Am ersten Tag haben die Teilnehmer ihre Deko aus Beton gegossen. Dafür sind die Formen auf den Innenseiten beispielsweise mit Ornamenten beklebt worden, die nach dem Eingießen des Betons als Aussparung erhalten bleiben und wie gestempelte Muster aussehen. Am zweiten Tag wurden die Stücke noch veredelt – also mit Acrylfarbe angemalt oder mit Kreidestiften verziert.

Jolanda Albert (l.) aus Werbig und ihre Freundin Selma Kellerhals aus Arensnest haben bei der Beton-Werkstatt im Trollberg schöne Dekoration gebastelt. Quelle: Josephine Mühln

Jolanda Albert aus Werbig und ihre Freundin Selma Kellerhals aus Arensnest hatten viel Spaß bei der Arbeit mit dem Beton. „Wir malen und basteln auch sonst gerne und sind sehr kreativ“, erzählen die Mädchen. „Wir wollten das hier gerne mal ausprobieren.“

Ulrike Friese hat am Ende der Werkstatt alle Teilnehmerinnen ermutigt, weiter zu machen. „Wenn man die Technik erstmal kennt, kann man auch wunderbar zu Hause damit arbeiten“, sagt sie. Ihr Resümee fällt durchweg positiv aus. „Es hat mir sehr viel Freude bereitet, hier diesen Kurs zu geben. Die Atmosphäre war durchweg angenehm, das habe ich genossen.“

Bei der Beton-Werkstatt im Awo-“Trollberg“ in Bad Belzig sind schöne Dekostücke aus Beton entstanden. Quelle: Josephine Mühln

Dem kann sich Corinna Reinbach nur anschließen. „Für uns Keramiker ist Beton eigentlich ein No-Go“, sagt sie lachend. „Aber ich bin beeindruckt, wie gut die Formen rauskommen und wie glatt die Oberfläche ist.“ Die Beton-Werkstatt sei sehr lohnenswert gewesen.

Corinna Reinbach und Ulrike Friese sind schon lange befreundet. „Seit über 20 Jahren“, erzählt die Kölnerin. „Die Idee, hier mal einen Kurs zu geben, ist an einem Silvesterabend entstanden. Ich fand es interessant zu sehen, dass die meisten Frauen hier schon versiert im Umgang mit Beton sind – weil sie es vom Bau zu Hause kennen“, ergänzt Ulrike Friese lachend. „Und dennoch war es für sie ein neues Erlebnis, so filigran damit zu arbeiten.“ Der „Trollberg“ ist eine Einrichtung des Awo-Bezirksverbands Potsdam. Finanzielle Förderung erhält das Projekt von der „Aktion Mensch“.

Von Josephine Mühln

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