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Bad Belzig So teuer ist das Bauen im Hohen Fläming
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig So teuer ist das Bauen im Hohen Fläming
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00:21 14.03.2019
In Borkheide haben die Grundstückspreise im Vergleich zum Vorjahr den größten Sprung gemacht. Quelle: Dirk Fröhlich
Bad Belzig

Wer im Brücker Wohngebiet „Gänsematen“ bauen will, der muss besonders tief in die Tasche greifen. Der Quadratmeter Bauland kostet dort 75 Euro und ist damit Spitzenreiter im Hohen Fläming. Deutlich günstiger kommt dagegen weg, wer sich beispielsweise für ein Grundstück in Medewitzerhütten, Benken, Lobbese, Klein Marzehns oder Groß Briesen interessiert. Hier kommt der Quadratmeter auf fünf Euro.

Die Zahlen entstammen dem aktuellen Bericht des mittelmärkischen Gutachterausschusses zu den Bodenrichtwerten für 2018, den der Ausschussvorsitzende und Leiter des Kataster- und Vermessungsamtes, Wilk Mroß, kürzlich vorlegte. Sein Ausschuss hatte aus den etwa 3800 Verkaufsabschlüssen im vorigen Jahr 353 durchschnittliche Bodenrichtwerte ermittelt, die repräsentativ die Preisentwicklung in 2018 für baureifes Land sowie für land- und forstwirtschaftliche Flächen widerspiegeln.

Größter Preisanstieg in Borkheide

In den entfernteren Regionen von Berlin und Potsdam wie dem Hohen Fläming seien die Bodenpreise im vorigen Jahr um rund neun Prozent gestiegen, sagt Mroß. Überrascht habe die Gutachter ein absoluter Anstieg von 93 Prozent in Borkheide. Dort kletterte der Qua­dratmeterpreis von früher 44 Euro auf 85 Euro.

Trotzdem gab es im vergangenen Jahr beispielsweise in Treuenbrietzen, Wiesenburg oder Ziesar überhaupt keine Veränderungen. Dort ist das Bauland noch zum Vorjahrespreis zu haben. So kostet der Quadratmeter in der Albert-Schweitzer-Straße in Treuenbrietzen weiterhin 35 Euro und 20 Euro in Wiesenburgs Westen.

Bedeutung der Werte nimmt zu

Jeder Flächenverkauf muss laut Baugesetzbuch dem zuständigen Gutachterausschuss angezeigt werden.

Der Ausschuss ermittelt dann anhand der zugesandten Kaufverträge den durchschnittlichen Lagewert des Bodens.

Bei bebauten Grundstücken wird der Bodenrichtwert mit dem Wert ermittelt, der sich ergeben würde, wäre das Grundstück unbebaut.

Bodenrichtwerte werden etwa für die Berechnung von Gebühren, bei Straßenbaubeiträgen oder bei Krediten benötigt.

Mit der zu erwartenden Grundsteuerreform wird ihre Bedeutung noch zunehmen.

Mit einem Anstieg um 23 Prozent hat die Bodenpreisentwicklung im direkten Berliner Umland im Vergleich von 2017 zu 2018 einen neuen Rekord erreicht, sagt Mroß. Die höchsten absoluten Anhebungen haben die Gutachter in Kleinmachnow, Stahnsdorf, Schwielowsee und Werder ermittelt. In diesen Kommunen verteuerte sich das Bauland um bis zu 130 Euro.

Warum die Preise so in die Höhe schießen, weiß Mroß nicht. Der Gutachterausschuss forscht nicht nach den Ursachen. An einem mittlerweile mangelnden Bauland würde es aber nicht liegen, versichert er. Die meisten Flächenverkäufe im vergangenen Jahr habe es in der Region Werder gegeben.

Teuerste Straßen in Kleinmachnow

Die beiden teuersten Straßen in ganz Potsdam-Mittelmark sind die Medonstraße sowie Ginsterheide in Kleinmachnow. Obwohl der Qua­dratmeter Bauland in der Medonstraße in Kleinmachnow 2017 bereits 690 Euro kostete, wurden im vergangenen Jahr Verkäufe abgewickelt, die den Preis auf jetzt 790 Euro anstiegen ließen. In der Ginsterheide erhöhte sich der Wert von 660 Euro auf 760 Euro je Quadratmeter.

Bei Ackerland, Grünflächen und Wald verzeichnen die Gutachter ebenfalls einen Anstieg der Bodenpreise. So stiegen die Werte bei Ackerflächen von 72 Cent auf 80 Cent (elf Prozent), bei Grünland von 52 Cent auf 60 Cent (15 Prozent) und bei Wald von 49 Cent auf 60 Cent für den Quadratmeter.

Abruf jetzt gebührenfrei

Die Bodenrichtwerte sind im Bodenrichtwertportal „BORIS“ des Landes Brandenburg nachzulesen, sagt Mroß. Neu ist seit dem 1. März, dass amtliche Auskünfte zu Bodenrichtwerten jetzt gebührenfrei über dieses Portal abgerufen werden können. Bislang mussten Antragsteller persönlich bei den Ämtern vorsprechen und für die Auskunft eine Gebühr von 20 Euro entrichten.

Von Josephine Mühln und Heinz Helwig

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