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Bad Belzig Glückliche Tierschützer: Das Team von Tierisch Belzig ist überwältigt von den Sterntaler-Spenden
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig

Das Team von Tierisch Belzig ist überwältigt von den Sterntaler-Spenden

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13:08 27.12.2020
Doreen Bertz ist als Tierpflegerin beim Verein Tierisch Belzig beschäftigt. Ihre Mischlingshündin Tara ist gerade zehn Wochen alt. Quelle: Josephine Mühln
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Bad Belzig

Am Ende stehen fünf Buchstaben, die zusammen ein Wort ergeben: Danke. Das Team vom Verein Tierisch Belzig ist überglücklich und freut sich über das große Interesse sowie die zahlreichen Spenden, die die MAZ-Leser dem Verein anlässlich der diesjährigen Sterntaler-Aktion haben zukommen lassen – stolze 1910 Euro.

Aktuell kümmern sich beim Verein Tierisch Belzig 14 aktive Mitglieder um das Wohlergehen der Schützlinge, die im Tierheim auf ein neues Zuhause warten. Die Ehrenamtlichen setzen alles daran, dass die Vierbeiner wieder vermittelt werden können.

„Zuerst möchten wir uns beim Bad Belziger Team der MAZ bedanken, dass 2020 ein Tierschutzprojekt für die Spendensammlung ausgesucht wurde – und dann auch noch wir das Glück hatten, unser Projekt vorstellen zu dürfen“, sagt Vereinsmitglied Astrid Raue im Namen ihrer Mitstreiter.

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„Es bedeutet uns sehr viel, dass uns hier die Möglichkeit gegeben wurde, über unsere Arbeit, unser Engagement und unsere Tiere zu erzählen. Der Tierschutz hat leider zu wenig Lobby“, sagt die Ehrenamtliche weiter. „Wir werden die Spenden selbstverständlich zu 100 Prozent zum Wohle unsere Schützlinge einsetzen.“

Zweite Chance für jeden

Vier Wochen lang war die MAZ regelmäßig beim Verein Tierisch Belzig nahe der Springbachmühle zu Gast und hat die Arbeit der Tierschützer in all ihren Facetten beleuchtet – von der Arbeit der Hundetrainer, der Physiotherapeuten über die Geschichte des Vereins und seines Geländes bis hin zur täglichen Betreuung der Vierbeiner im Tierheim.

Nicht umsonst hat sich Tierisch Belzig den Namenszusatz „Der etwas andere Tierschutzverein“ gegeben. Denn die aktuell 14 Mitglieder kümmern sich auch um jene Fälle, bei denen andere Vereine um Unterstützung gebeten haben. Und weil jeder Vierbeiner eine zweite Chance verdient hat, setzen die Tierschützer alles daran, ein neues Zuhause für ihre Bewohner zu finden.

Vor acht Jahren hat der Verein Tierisch Belzig begonnen, auf einem Gelände nahe der Springbachmühle sein großes Tierschutzprojekt aufzubauen. Dieses Hundehaus war zuerst fertiggestellt. Quelle: Josephine Mühln

„Wir möchten unser Projekt in 2021 weiter ausbauen, um noch mehr Tieren helfen zu können“, sagt Astrid Raue zur Zukunft des Vereins. „Geplant sind neue, moderne Zwinger – nicht nur für unsere gestrandeten Fellnasen, sondern auch um unsere Pension ausbauen zu können.“ Die Betreuung von Interessenten für ein Tier solle ebenfalls ausgebaut werden.

„Hierzu möchten wir mehr Trainerstunden anbieten können, um unsere Tiere und die potenziellen neuen Besitzer optimal vorbereiten zu können und das gegenseitige Verständnis und Vertrauen aufzubauen“, beschreibt die Tierschützerin. „Die Betreuung der neuen Besitzer und ihrer Fellnasen nach der Vermittlung ist uns ebenfalls sehr wichtig. Nur so können wir vermeiden, dass unsere Schützlinge zu uns zurück müssen.“

Jede Unterstützung zählt

Das Team des Vereins Tierisch Belzig freut sich über jeden, der das Projekt unterstützen möchte.

Jede noch so kleine Spende hilft, die Arbeit der Tierschützer weiter voranzutreiben.

Zudem besteht die Möglichkeit, Fördermitglied zu werden. Anträge dafür gibt es auf der Internetseite des Vereins oder bei einem Besuch vor Ort.

Das Team von Tierisch Belzig wünscht allen Lesern und Spendern ein glückliches und gesundes 2021 – und freut sich, wenn Interessenten vorbeischauen.

Mehr: www.tierisch-belzig.com

Weiterhin sei geplant, die Hundeschule auszubauen. So sollen zum Beispiel Seminare zur Auslastung von Hunden und auch zum Verständnis zwischen Hund und Mensch angeboten werden. „Wir hoffen, mit den Sterntaler-Beiträgen Interesse für unseren Verein und unsere Schützlinge geweckt zu haben – denn nur mit ehrenamtlichen, sehr engagierten Menschen, ist es uns möglich, vielen gestrandeten Tieren eine Zuflucht zu bieten. Die liebevolle Betreuung sowie die tiermedizinische Versorgung kosten viel Kraft und Geld“, sagt Astrid Raue.

Eine Gewissheit aber treibt die Tierschützerin und ihre Mitstreiter dabei jeden Tag aufs Neue an: Ein Tier zu retten verändert nicht die Welt. Aber die ganze Welt ändert sich für dieses Tier.

Von Josephine Mühln