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Bad Belzig Stadt erhöht Preise: Baden in Bad Belzig wird 2020 teurer
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Stadt erhöht Preise: Baden in Bad Belzig wird 2020 teurer
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14:56 29.11.2019
Das Freizeit- und Erlebnisbad Bad Belzig lockt alljährlich Tausende Besucher. Erwachsene müssen künftig deutlich mehr Eintritt zahlen. Quelle: Josephine Mühln
Bad Belzig

Die Eintrittspreise für die städtischen Badeanstalten in Bad Belzig sollen erhöht werden. Das betrifft vor allem die Tarife für Erwachsene. Die vorgeschlagene drastische Steigerung der Entgelte wird jedoch bei einigen passionierten Wasserratten der älteren Generation für Gänsehaut sorgen. Das befürchten zumindest die Linken. Denn für die Senioren ist anders als bisher pauschal erst einmal kein Nachlass vorgesehen.

Bei der jüngsten Beratung des Ausschusses für Soziales bestand zumindest Einigkeit darüber, dass die Preise endlich einer Überprüfung bedürfen. Denn sie sind seit elf Jahren unverändert geblieben. Die Stadtväter hatten zwar 2016 schon einmal eine Anpassung ins Auge gefasst. Damals hatten sich die Parlamentarier aber nicht abschließend dazu verständigen können.

Kosten steigen stetig

Seither sind jedoch die Betriebs- und Personalkosten für die Einrichtung nochmals angestiegen, heißt es in der Begründung der Beschlussvorlage. Das letzte Wort wird die Stadtverordnetenversammlung haben.

Die Tageskarte für erwachsene Besucher des Freizeit- und Erlebnisbades in Bad Belzig soll ab sofort fünf Euro kosten. Bisher wurden 3,50 Euro verlangt. „Das wird als durchaus angemessen akzeptiert“, sagt Juliane Dschurny (CDU). Sie habe eigens im Verwandten- und Bekanntenkreis recherchiert, wobei große Wertschätzung für die Freizeitstätte zu verzeichne sei. Die meisten Abgeordneten pflichteten ihr bei.

Vergleichbar nur mit Marienbad

Sie verwiesen außerdem darauf, dass es mit der 55-Meter-Rutsche und weiteren Attraktionen ein fast exklusives Angebot gibt, wie es am ehesten mit der Außenanlage des Marienbades in Brandenburg/Havel zu vergleichen sei. 5,30 Euro pro Tag werden dort verlangt. Gleich bleiben soll der ermäßigte Tarif: 2 Euro. Er soll freilich nur noch für Kinder zwischen fünf und 17 Jahre, Schüler (mit Ausweis), und Arbeitslosengeld-II-Empfänger gelten.

Die Familenkarte (zwei Erwachsene, drei Kinder) wird vergleichsweise moderat von neun auf 13 Euro erhöht werden. Auch bei anderen Preiskategorien wird vor allem den Erwachsenen in die Geldbörse gegriffen. Demnach kosten Saisonkarten für sie künftig 140 statt 80 Euro, für den Nachwuchs bleibt es bei 56 Euro. Für das Abendticket sollen künftig zwei Euro statt 1,50 Euro bezahlt werden.

Kontroverse über Seniorentarif

Die Frage, ob sich die zahlreichen Ruheständler, die das Bad bisher regelmäßig nutzen, dies noch leisten könnten, wurde kontrovers diskutiert. Dass eine Vielzahl der Rentner nicht nur über das Geld verfüge, sondern auch dafür ausgeben würde, ist die Überzeugung von Anne Baaske (SPD) und Jana Stephan (CDU). „Der Hohe Fläming ist kein Hochlohngebiet. Es gibt mehr Altersarmut als mancher glauben mag“, warnte dagegen Olaf Präger (die Linke).

Nicht ganz so heftig fallen die Empfehlungen für die beiden Bäder in der Umgebung aus. Hier folgen die Stadtväter den Voten der Ortsbeiräte. Demnach kostet die Tageskarte im Naturbad Dippmannsdorf für Erwachsene dann 2,50 Euro und ermäßigt dann 1,50 Euro –jeweils 50 Cent mehr. Die Saisonkarte wird jetzt mit 35 statt 31 Euro (Erwachsene) bzw. 25 statt 23 Euro (ermäßigt) berechnet.

Für das Freibad Fredersdorf, dass maßgeblich von einem Förderverein unterstützt wird, sollen die Tagespreis sogar stabil bleiben. Lediglich die Saisonkarten sind neukalkuliert: 35 Euro statt 31 Euro bei den Erwachsenen, 25 statt 23 Euro für den ermäßigten Tarif.

Von René Gaffron

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