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Bad Belzig Feuerwache ganz am Rande des Turnplatzes
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Feuerwache ganz am Rande des Turnplatzes
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19:36 19.06.2018
Ein Kompromiss bei der Standortsuche für die Feuerwache am Friedrich-Ebert-Ring scheint greifbar. Ortswehrführer Raphael Thon (links), Simone Rackwitz (Anwohnerin) und Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung Ingo Kampf  (SPD) betrachten den Vorschlag Quelle: Christiane Sommer
Bad Belzig

Zur Lösung der Standortproblematik für die neue Feuerwache bahnt sich ein Kompromiss an. Folgt die Stadtverordnetenversammlung am Montagabend dem von Verwaltung und Parlamentschef Ingo Kampf (SPD) erarbeiteten Alternativvorschlag, kann der Turnplatz weitgehend unangetastet bleiben. Die Ausrückzeiten der Freiwilligen Feuerwehr würden ebenfalls eingehalten.

Vorgesehen ist nun, für den Neubau an der Brandenburger Straße gleich am Fußgängerüberweg die Zufahrt in den Friedrich-Ebert-Ring zu opfern. Ferner müssten das rechts der Zufahrt in städtischen Eigentum befindliche kleine Wäldchen mit großen Baumbestand sowie die links stehenden Linden weichen. „Es werden dann nur fünf bis sechs Meter vom Turnplatz tatsächlich in Anspruch genommen“, versicherte Bauamtsleiter Christoph Grund während eines Rund-Tisch-Gespräches am Montagabend im Bürgerhaus.

Zugegen waren Vertreter der örtlichen Feuerwehr, der Initiative zum Erhalt des Turnplatzes, der Verwaltung und die Fraktionsspitzen des städtischen Parlaments. Nachdem im Vorfeld über sechs Monate gestritten und intensiv nach einer Lösung gesucht wurde, gelang es in kleiner Runde, binnen einer Stunde ein Einvernehmen zu erzielen.

„Wir können mit der Alternative leben. Für die Feuerwehr bedeutet das, irgendwann bessere Arbeitsbedingungen zu haben“, so Stadtwehrführer Olaf Beelitz. Andreas Uebe von der Bürgerinitiative wiederum sagte: „Ich bin froh, dass wir diesen Kompromiss gefunden haben.“

Baubeginn in drei Jahren

Die Fertigstellung des Bebauungsplanes wird etwa 1,5 Jahre dauern. Ab einer gewissen Planungsreife kann der Förderantrag an das Innenministerium gestellt werden.

Die mit 4,5 Millionen Euro bezifferte Investition wird lediglich mit Geld aus dessen Fonds möglich werden.

Die genaue Ausführung soll dann in einem Architektenwettbewerb ermittelt werden. Mit dem Baubeginn ist dann 2021 zu rechnen.

Auch von Seiten der Fraktionsvorsitzenden von SPD, Linke, FDP/Grüne und Gewerbeverein/Wir vom Dorf/Freie Wählergemeinschaft kam am Montagabend ein erstes positives Echo. Sie werden nunmehr in ihren Fraktionen für den neuen Vorschlag werben.

Mit Blick auf das zu fällende Grün für die ins Auge gefasste 5000 Quadratmeter große Baufläche am Friedrich-Ebert-Ring gab Christoph Grund jedoch zu bedenken: „Gegenstimmen wird es auf jeden Fall noch geben.“

Bis zur angestrebten Bestätigung des Vorhabens wird die Verwaltung nunmehr die entsprechenden Vorlagen erarbeiten, damit die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung des Bebauungsplanes beschlossen werden können.

„Die Vorlagen werden nicht mehr den Titel Turnplatz tragen, sondern Friedrich-Ebert-Ring/Brandenburger Straße heißen“, kündigte Ingo Kampf an.

Gleichzeitig wurde seitens der Verwaltung versichert, dass die Nutzung des Turnplatzes für diverse kulturelle Veranstaltungen, vom Trödelmarkt bis zum Zirkusbesuch, keinerlei Beeinträchtigungen erfahren werde. Vom Angebot der Kommune, die Planung für den Turnplatz bei der Gelegenheit genau dahingehend zu konkretisieren, dass genau dessen Nutzungsmöglichkeiten festgeschrieben wird, machte die Bürgerinitiative keinen Gebrauch. Damit wird derselbe als Grünfläche mit der Zweckbestimmung Sportplatz weiter in den Unterlagen geführt.

Nach dem in Aussicht stehenden Beschluss wären die Planer an der Reihe. Nicht zuletzt muss dann eine (Schul-)Wegeführung erarbeitet werden. Der Ringschluss scheint dennoch möglich, Die Anlieger wollen eher nicht, dass eine Sackgasse entsteht.

Von Christiane Sommer

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