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Bad Belzig Günter Baaske holt wieder 13 500 Stimmen
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Günter Baaske holt wieder 13 500 Stimmen
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22:25 01.09.2019
Ende des Wahlkampfes. Am Sonntagabend hat Günter Baaske (SP) die ersten Plakate am Fläming-Bahnhof Bad Belzig eingesammelt. Er zieht wieder in den Landtag Brandenburg ein. Quelle: René Gaffron
Bad Belzig

Günter Baaske (SPD) wird den Wahlkreis 18, der von Michendorf bis in den Hohen Fläming reicht, weiter im Landtag Brandenburg vertreten. Beim Urnengang am Sonntag hat er sein Direktmandat verteidigt. Der 63-Jährige vertritt die Region seit 2004 im Parlament und startet nun in die vierte Legislaturperiode.

Am Abend hat er den Wahlsieg mit Familie und Freunden in Lütte gefeiert und zuvor schon mehr oder weniger symbolisch begonnen, die ersten Wahlplakate in Bad Belzig einzusammeln.

Fast 67 Prozent Beteiligung

Das vorläufigen Endergebnis der Wahl des Landtages Brandenburg im Wahlkreis 18 fällt wieder vergleichsweise eindeutig zu Gunsten von Günter Baaske aus. Hinter ihm haben sich die Kräfteverhältnisse jedoch erheblich geändert. Immerhin 66,9 Prozent der etwa 56.368 Wahlberechtigten waren am Sonntag an die Urne getreten. Das ist eine deutlich größere Beteiligung als 2014. „Das große Interesse hatte sich schon zur Mittagszeit abgezeichnet“, bestätigt Kreiswahlleiterin Kerstin Kümpel.

Urnengang in der Zuzugsgemeinde Borkwalde in der Kita „Regenbogen“: Carola Eckert und Ricardo Greiner mit Tochter Anna (1 Jahr) hoffen unter anderem auf gute Kita-Ausstattung. Quelle: Johanna Uminski

Mit den 13.509 Erststimmen, die Günter Baaske im Südwesten des Kreises Potsdam-Mittelmark errungen hat, kam er nicht nur ziemlich nah an sein Ergebnis vom Urnengang 2014, sondern holte wiederholt eines der besten Resultate der märkischen Sozialdemokraten. Wegen der höheren Wahlbeteiligung sank der Anteil freilich von 44,9 auf 36,3 Prozent.

„Ich bin über diesen Zuspruch sehr glücklich“, erklärte Günter Baaske. Diese Resonanz sei in der schwierigen politischen Lage keineswegs selbstverständlich. „Aber augenscheinlich wird der ausdauernde Einsatz honoriert“, bilanzierte der SPD-Politiker für sich. Mit der Bestätigung der Sozialdemokraten als stärkster politischer Kraft im Land sieht er Dietmar Woidke (SPD) als Regierungschef bestätigt.

Kein Ruf nach Potsdam

Er selbst jedenfalls werde wie geplant in Bad Belzig, Beelitz und Umgebung seine Arbeit an der Basis fortsetzen, sagte Baaske. Zwischenzeitlich war spekuliert worden, dass der populäre Ex-Minister wieder nach Potsdam gerufen werden könnte, wenn seine Genossen bei der Wahl noch mehr verloren hätten.

15 Prozent der 9800 Wahlberechtigten in Bad Belzig haben vorab ihre Wahlentscheidung getroffen. Erstmals wurde daher im Bürgerhaus in zwei Briefwahlbezirken ausgezählt. Quelle: René Gaffron

Immerhin selbst zwischen Fläming und Havel ist die Alternative für Deutschland die zweitstärkste Kraft. Kai Laubach hat 6865 Stimmen geholt und somit den Anteil von 9,9 Prozent vor fünf Jahren auf nunmehr 18,4 Prozent fast verdoppelt. Für die MAZ war er am Sonntagabend nicht zu erreichen. Er war schon – abgesehen von ein paar Plakaten sowie Verbalattacken im Internet gegen Günter Baaske - im Wahlkampf kaum wahrzunehmen.

CDU-Kandidatin enttäuscht

„Ich gehe davon aus, dass der Erfolg der AfD vor allem auf unsere Kosten gegangen ist“, schätzte Anja Schmollack ein. Die CDU-Kandidatin aus Treuenbrietzen musste sich mit 15, 3 Prozent der Stimmen und dem dritten Platz begnügen. Dabei habe Kai Laubach wenn überhaupt nur einfache Antworten auf komplizierte Fragen gegeben. Sie werde sich jedenfalls weiter für die Region engagieren, sagte die Unionspolitikerin. Dass die Christdemokraten zu den Verlierern allgemein zählen, führt 38-Jährige auch auf Zerstrittenheit in den eigenen Reihen zurück.

Ebenfalls abgeschlagen auf Rang fünf kam Claudia Sprengel für die Linke ein. Zum einen führt sie das darauf zurück, dass sie noch nicht so bekannt ist. Zum anderen sei ihrer Meinung nach vielfach taktisch gewählt worden, um die SPD im Ringen um Rang eins zu unterstützen.

Mit seinem Abschneiden ganz zufrieden ist Andreas Koska. Der bündnisgrüne Kandidat aus Cammer fuhr 10,7 Prozent der Stimmen ein und erreichte damit ein ähnliches Resultat wie seine Gesamtpartei.

Von René Gaffron

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