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Bad Belzig Chefwechsel in der Stein-Therme
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Chefwechsel in der Stein-Therme
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19:26 23.01.2019
Ina Fink übernimmt die Geschäftsführung der Kurgesellschaft Bad Belzig von Christian Kirchner. Quelle: Thomas Wachs
Bad Belzig

Neue Herausforderungen warten auf Ina Fink. Sie wird zum 1. April die Geschäftsführung der Bad Belziger Kur GmbH übernehmen. Diese betreibt dort im Auftrag der Stadt die Stein-Therme.

Die 31-jährige Ina Fink übernimmt die Leitung der Gesellschaft mit 52 Mitarbeitern von Christian Kirchner. Der Vertrag des 69-Jährigen läuft zum Mai aus. Bereits seit 2012 stand Ina Fink in der Betriebsführung an der Seite des Thermen-Chefs. Zunächst als Assistentin der Geschäftsführung und seit 2016 als Prokuristin.

Für den direkten Wechsel auf dem Chefposten gab es einstimmig Rückendeckung vom Aufsichtsrat der GmbH sowie vom alleinigen Gesellschafter, der Stadt Bad Belzig. Die Stadtverordneten und der Personalrat verzichteten auf eine Ausschreibung zur Neubesetzung des Chefpostens im „Gesundheitsfindling“, wie die Therme im Volksmund heißt.

Geräuschloser Übergang

Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) freut sich über den „geräuschlosen Übergang, wie er im Buche steht“. Das sagte er bei Neujahrsempfang in der Stein-Therme.

Ina Fink ist Diplombetriebswirtin für Tourismusmanagement mit Schwerpunkt Bäderwirtschaft. Geboren ist die 31-Jährige in Kasachstan und aufgewachsen in Thüringen. Ihr Studium absolvierte die künftige Geschäftsführerin in Berlin und Brandenburg. Dort kam die Tourismusmanagerin auch in Kontakt mit Christian Kirchner, der sie schließlich 2012 in die damals neu etablierte Kurgesellschaft holte. Heute lebt Ina Fink mit ihrem Ehemann in Brandenburg an der Havel.

Spannende Sportarten als Hobby

In der Freizeit begeistert sich die Prokuristin für spannende Sportarten mit viel Aktion. Wann immer sich dazu eine Chance biete, betreibt sie gerne Gleitschirmfliegen oder Bungeespringen an langen Gummi-Seilen aus großen Höhen. „Manchmal mag ich es aber auch ruhiger und schaue auch gerne selbst mal, was die anderen in der Gesundheits- und Wellness-Branche so zu bieten haben“, erzählt die 31-Jährige. Dazu geht es auf Kurzausflüge oder Städtetouren.

Beruflich reize sie die Gesundheitsbranche. „Der Ausbau Bad Belzigs als Gesundheitsstandort sowie die Verteidigung des Titels als Kurstadt stehen als große Ziele auf der Tagesordnung“, erzählt die Managerin am Mittwoch gegenüber der MAZ.

Fachkräftemangel in der Branche

„Priorität hat zudem die Digitalisierung. Die wollen wir immer stärker mit unseren Produkten verknüpfen“, so Fink. Kurgästen und Patienten soll so eine nachhaltige Nachbetreuung ermöglicht werden nach Aufenthalten in der Kur- und Kreisstadt.

Ein weitere große Herausforderung sei der Fachkräftemangel in der Branche. Eine schnellere Anerkennung der Qualifikationen ausländischer Fachkräfte müsse erreicht werden. Längst schaltet die Bad Belziger Therme auch Stellenanzeigen in Ungarn und Polen, um dem Personalmangel für den Gastronomie- und Gesundheitsbereich in Deutschland zu begegnen.

Von Thomas Wachs

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