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Bad Belzig Einstiger Leistungsschwimmer ist jetzt Bademeister im Naturbad
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Einstiger Leistungsschwimmer ist jetzt Bademeister im Naturbad
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13:44 28.07.2019
Jens Kutter (40) ist seit 2012 als Bademeister im Naturbad Dippmannsdorf tätig. Er kommt dafür immer extra aus Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt gefahren. Quelle: Johanna Uminski
Dippmannsdorf

Wenn es warm wird, nimmt Jens Kutter fast täglich eine 160 Kilometer lange Strecke auf sich, um die Türen für all die bade- und sonnenhungrigen Gäste im Naturbad Dippmannsdorf zu öffnen. In besonders warmen Monaten kommen so locker 5000 Kilometer zusammen.

Der 40-Jährige wohnt in Gräfenhainichen (Sachsen-Anhalt) und betreibt dort seine eigene Firma. Die Arbeit als Bademeister mache er nebenbei. Aber auch, wenn diese Doppelbelastung manchmal stressig sei, mache er es gerne, wie er selbst sagt.

Seit 2012 im Naturbad tätig

„Ich finde das Bad schön – so etwas flauschiges und gemütliches gibt es nicht mehr.“ Problematisch seien aber vor allem die Tage, an denen es auf der Autobahn wegen eines Staus nicht mehr weitergehe. „Da bleibt das Bad auch mal zu, wenn ich nicht herkommen kann.“

Und auch der Anfang war nicht leicht. „Die ersten zwei Jahre waren schwierig, weil im Bad eine Baustelle war“, erinnert sich Kutter, der seit 2012 im Naturbad arbeitet.

Ins Naturbad kommen besonders gern Familien mit ihren Kindern. Quelle: Victoria Barnack

Bereits in der achten Saison ist er als Bademeister im Dippmannsdorfer Naturbad. „Hier kommen viele Familien mit ihren kleinen Kindern zum Baden“, berichtet Kutter, der die Wiese wegen der Hitze aktuell ordentlich bewässert.

Langeweile kommt in diesem Job nicht auf. Die Anlage will in Schuss gehalten werden, die Gäste wollen saubere Bäder vorfinden und die Sicherheit der Badegäste muss gewährleistet werden. „Ich habe schon Leute gerettet.“

>>> Lesen Sie auch: Naturbad wegen Wasserproblemen geschlossen

Der ehemalige Leistungsschwimmer arbeitete auch schon an der Ostsee als Rettungsschwimmer. 2011 beendete er seine Profisportlerlaufbahn. „Sport ist gesund, zu viel Sport ist ungesund“, sagt er zu seinem Entschluss, aufgehört zu haben.

„Irgendwann willst du nicht mehr – auch, weil ich Anfang 30 andere Interessen hatte.“ Zu der Zeit baute er seine Firma auf. Als Reisebegleiter organisiert und führt er Klassenfahrten, Kanutouren sowie Kinder- und Jugendfahrten durch.

Erst Erzieher, dann Sozialpädagoge

„Das ist viel Abenteuer, viel Chaos, Stress und Theater. Ich bin davon nicht mehr weggekommen“, sagt der gelernte Erzieher, der neben der Arbeit in seiner Firma im Anschluss an einer Fachoberschule Sozialpädagoge geworden ist.

Heute könnte er sich die Arbeit als Erzieher nicht mehr vorstellen. „Ich finde, dass es sehr schwer ist in dem Beruf zu arbeiten, man kann seine Individualität und Gedanken nicht einbringen.“

Abenteuer-Rundreisen durch Europa

Den richtigen beruflichen Weg hat Jens Kutter in seiner eigenen Firma gefunden. „Wir machen mit Kindern und Jugendlichen Abenteuer-Rundreisen durch Europa wie Kroatien, Irland aber auch durch die skandinavischen Länder“, berichtet er.

Vor allem zu den Ferienzeiten seien er und sein Team gut eingespannt. Wie lange er noch als Bademeister im Fläming arbeiten wird, lässt er offen. „Es ist manchmal auch entspannt und ich kann vom Alltag abschalten, aber die Zeiten ändern sich.“

Von Johanna Uminski

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