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Bad Belzig Jubilar Reister glänzt als Mentor und stellt wieder aus
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Jubilar Reister glänzt als Mentor und stellt wieder aus
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18:47 19.06.2018
Werner Reister stellt anlässlich seines 75. Geburtstages seine Kunstwerke in Bad Belzig aus. Quelle: Christiane Sommer
Bad Belzig

Werner Reister hat sich in den vielen Jahren seiner Schaffenszeit einen Namen gemacht und steht für exklusive Schmuckstücke, Grafiken, Malereien und Plastiken.

Intensive Vorbereitungen

Derzeit hat der 75-jährige Baitzer viel zu tun, denn ein Querschnitt seiner Werke wird in der Galerie des Kunstvereins Hoher Fläming auf der Burg Eisenhardt in Bad Belzig ausgestellt.

Als es darum ging, dass die Kunst die für sie ausgewählten Plätze an Wänden und auf Sockeln beziehen sollte, packte deren Schöpfer selbst mit an und griff zu Bohrmaschine und Akkuschrauber.

Vernissage zum 75.

Am Sonntag wurde die Vernissage gefeiert. Viele Kunstinteressierte ließen es sich nicht nehmen, dabei zu sein. Nicht ohne Grund. Reisters Ausstellung steht unter dem Thema „Zum 75. Neue und ausgewählte Arbeiten aus den letzten Jahren“.

Für Reister, der dem Kunstverein seit seiner Gründung vor zehn Jahren angehört, ist es zugleich die dritte Einzelausstellung in Bad Belzig. Nicht gezählt hat er die vielen Gemeinschaftsausstellungen im Hohen Fläming, die er in der Vergangenheit mit seinen Werken bereichert hat.

Laudatio von Hendrik Kloninger

Die Laudatio am Sonntag hielt Hendrik E. Kloninger, der nahezu 40 Jahre am Goetheinstitut in Berlin tätig war.

Seine Arbeit führte ihn in den 1970er Jahren in Reisters Atelier, der damals noch in Berlin-Charlottenburg lebte. Kloninger erinnerte in seiner Eröffnungsrede an jene Zeit und spannte einen Bogen in die Gegenwart.

Er zieht Kunstfreunde in den Hohen Fläming

Reister lebt seit 2014 im beschaulichen Baitz. „Er hat durch seine Arbeit in Brandenburg dazu beigetragen, dass der Hohe Fläming nicht nur den Naturfreunden ein Begriff ist, sondern auch Kunstinteressierte anzieht“, so Kloninger.

Mischtechniken auf Leinwand

Reisters Malereien – es sind Mischtechniken auf Leinwand, Bütten und Holz - fesseln dann auch die Blicke der Betrachter. Hier sind die Farben mit Gräsern, dort mit Erde eine Liaison eingegangen.

Die Neugierde wächst mit den Titeln der Werke. Vom Haus ohne Tür kommt man zu von Eichendorffs Haus und zum Haus mit Blumen.

Optimismus mündet in Ironie

Sie inspirieren zum näheren Hinschauen und entwickeln dabei eine eigene Sprache. Man kann sie verstehen oder sich von der Bilderwelt leiten lassen.

Die Werke strahlen auf den ersten Blick Heiterkeit und Optimismus aus. Dennoch sind sie doppeldeutig. „Stachelige Ironie hilft ihm, sich mit den ernsten Themen auseinanderzusetzen“, erklärt Kloninger.

Wer die Geheimnisse in ihnen zu ergründen sucht, dem gelingt es, in die Gedankenwelt des Künstlers einzutauchen.

Größtes Talent als Mentor

Kloninger sagt, das möglicherweise größte Talent Werner Reisters sei in Deutschland jedoch wenig bekannt und lasse sich auch „nicht ausstellen.“

„Es ist sein Talent, jungen Künstlern durch die gemeinsame Arbeit Orientierung und Qualifikation zu vermitteln. Seine freundliche, zurückhaltende Art, seine Bescheidenheit und seine praktische Professionalität machen ihn über alle sprachlichen Grenzen hinweg zum erfolgreichen Mentor und ideenreichen Partner für junge Künstler.“

Inspiriert internationale Kulturszene

Das Goethe-Institut lud Werner Reister in der Vergangenheit zu Workshops in das europäische und außereuropäische Ausland ein.

Diese Workshops haben in der jungen Kulturszene in Indien, Brasilien und dem Senegal und in jüngerer Zeit in Slowenien nachhaltige Spuren hinterlassen.

Von Christiane Sommer

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