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Bad Belzig Wie der Bad Belziger Klinkengrund sauberer werden soll
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18:36 19.12.2019
Bewog-Hausmeister Detlef Schwarz und Quartiersmanagerin Lydia Näther appellieren an die Bewohner, die Augen nach Müllsündern offen zu halten und diese dann auch zu melden. Quelle: Josephine Mühln
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Bad Belzig

Um Müllsündern im Wohngebiet Klinkengrund auf die Schliche zu kommen, hat Detlef Schwarz schon verschiedene Methoden ausprobiert. Zum Beispiel stellte der Hausmeister der Bad Belziger Wohnungsgesellschaft (Bewog) Bilder von Müllbergen in seinen Status bei Whatsapp und hoffte auf Hinweise von aufmerksamen Beobachtern.

„In drei Fällen hat das funktioniert“, erzählt Detlef Schwarz. „Ich habe die Täter daraufhin angesprochen und sie haben den Müll weggeräumt.“ Aber der Hausmeister weiß auch: „Man ändert die Leute nicht mehr.“

Runder Tisch zur Sauberkeit

Wie berichtet, tauchen in dem Bad Belziger Wohngebiet regelmäßig Müllhaufen auf und verschandeln das Bild vor Ort. Nicht nur Detlef Schwarz, auch Quartiersmanagerin Lydia Näther und engagierte Bewohner versuchen, dem Problem Herr zu werden – mit unterschiedlichem Erfolg.

Im September 2017 wurde außerdem der Runde Tisch „Sauberkeit im Quartier“ ins Leben gerufen. Hier stimmen sich alle sechs bis acht Wochen die drei im Klinkengrund vertretenen Wohnungsunternehmen, Anwohner, das Quartiersmanagement sowie Mitarbeiter der Abfallwirtschaft Potsdam-Mittelmark und des Ordnungsamts miteinander ab.

Auf Höhe der Hans-Marchwitza-Straße 25 und 27 ist ein neuer Müllplatz gebaut worden. Er bietet genug Platz für alle Tonnen und gelbe Säcke - alles liegt versteckt hinter einem Sichtschutz. Quelle: Josephine Mühln

Im Ergebnis sind neue große Tafeln für die Müllplätze entstanden, auf denen im Detail und mit Bildern aufgelistet ist, welcher Müll in welche Tonne gehört. „Außerdem sollen künftig die gelben Säcke bei Ausgabe farblich markiert werden – für jede Wohnungsgenossenschaft eine Farbe – um besser zuordnen zu können, wo falsch entsorgter Müll herkommt“, erzählt Lydia Näther.

„Eigentlich steht das alles auch im Abfallkalender“, ergänzt Detlef Schwarz. „Und es wurden Wurfzettel verteilt oder durch die Hausmeister zusätzliche Kontrollen durchgeführt – aber das alles macht zusätzliche Arbeit.“

>>> Lesen Sie auch: Ärger mit illegalem Müll im Klinkengrund

Ein wahrer Hingucker ist der neue Müllplatz vor den Wohnungen der Hans-Marchwitza-Straße 25 und 27. Der quadratische Käfig ist innen geräumig und außen mit einem Sichtschutz versehen.

Jeder Mieter der etwa 100 angeschlossenen Wohnungen hat einen Schlüssel „Hier kann alles außer Glas zentral entsorgt werden“, sagt Detlef Schwarz. Rund 20.000 Euro habe der neue Platz samt frischem Pflaster die Bewog gekostet. Er hoffe, dass in Zukunft noch weitere solcher Sammelstellen im Wohngebiet gebaut werden können.

Neue Schilder zeigen übersichtlich und im Detail, wie Müll zu trennen ist. Quelle: Josephine Mühln

Quartiersmanagerin Lydia Näther appelliert außerdem an die Bewohner des Klinkengrunds, aufeinander zu achten und die Augen offenzuhalten. Und vor allem, ertappte Müllsünder dann auch zu melden. „Ich habe schon mitbekommen, dass Mieter andere Mieter erwischt haben – aber sich dann teilweise nicht getraut haben, es dem Ordnungsamt oder der Polizei anzuzeigen.“

Detlef Schwarz kann das bestätigen. „Viele Leute haben Angst, dass ihnen dann aufgelauert wird oder ähnliches“, sagt er. „Im Zweifel kann aber jeder auch erstmal zu mir kommen und dann überlegen wir gemeinsam, wie wir weiter vorgehen“, schließt Lydia Näther.

Von Josephine Mühln

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