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Bad Belzig Kreismusikschule erhöht ihre Gebühren
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13:59 27.06.2018
Auch beim Sommerfest im vergangenen Jahr in Bad Belzig haben kleine Nachwuchsmusiker sich an Instrumenten probiert – so wie Willi Pietrowski, der sich von Hartmut Leisegang das Kontrabass zeigen lässt. Quelle: René Gaffron
Bad Belzig

Die KreismusikschuleEngelbert Humperdinck“ erhöht zum 1. August ihre Gebühren. Am deutlichsten schlägt sich das bei der Ausleihe von Instrumenten nieder, die künftig zwölf statt neun Euro im Monat kostet. Die Kosten für den Unterricht steigen um 50 Cent monatlich.

„Bislang war es so, dass die Schüler selbst dafür verantwortlich waren, ihre Leihinstrumente instand zu halten – also beispielsweise neue Saiten aufzuziehen“, erläutert Musikschulleiterin Uta Hoffmann-Thoben. „Bei einem Cello kostet ein guter Satz Saiten schon mal 100 Euro, Gitarrensaiten bekommt man dagegen auch für zehn bis 20 Euro.“ Jetzt sei die Schule für die Instandhaltung und Wartung aller Instrumente verantwortlich, den Schülern entstehen keine zusätzlichen Kosten mehr.

Miete auf freiem Markt deutlich teurer

„Wir haben aktuell 4000 Schüler und 200 Mietinstrumente“, ergänzt Hoffmann-Thoben. „Zehn bis 20 Prozent der Schüler beginnen mit einem Leihinstrument – vor allem, um sich auszuprobieren und herauszufinden, ob sich ein Kauf des Instruments lohnen würde. Bei Streichern beginnt die Miete auf dem freien Markt ab 30 Euro und wenn man ein solches Instrument preiswert kauft, hat man oft keinen Spaß damit.“ Die Ausleihe bei der Musikschule sei somit eine günstige und auch bequeme Alternative.

Die Erhöhung der Kosten für den Unterricht ergibt sich, weil die für die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) fällig werdenden Gebühren anteilig umgelegt werden. Ein entsprechender Lizenzvertrag erlaubt es der Schule dann jedoch auch, Noten beliebig oft zu kopieren.

Letzte Gebührenerhöhung 2013

Die Einnahmen der Musikschule steigen durch die Erhöhung der Mietgebühren um rund 10 800 Euro.

Die letzte Gebührenerhöhung ist am 1. August 2013 vorgenommen worden.

Bei der „Skoove“-Umfrage sind auch die Kosten für den 45-minütigen Gruppenunterricht mit drei Teilnehmern verglichen worden.

Dieser kostet bei der Kreismusikschule 30,50 Euro.

Am günstigsten lernen Kinder im Gruppenunterricht in Magdeburg für 26 Euro, am teuersten ist der Unterricht in Kiel mit 70 Euro.

Vor sechs Jahren haben Lehrkräfte der Kreismusikschule zuletzt öffentlichkeitswirksam für ein höheres Honorar gekämpft.

Sie hatten seinerzeit eine Erhöhung des Kreiszuschusses um 40 Prozent und den Eintritt der Musikschule in den Kommunalen Arbeitgeberband gefordert.

„Ich finde das richtig, denn es geht um die Rechte der Musiker und ihrer Werke – für geistiges Eigentum sollte bezahlt werden“, sagt Hoffmann-Thoben. „Und unsere Schüler sind die Nutznießer, denn sie müssen nicht mehr alle Noten kaufen – daher auch die Umlegung.“

Die Gebührenerhöhung sei mit der Elternvertretung der Musikschule diskutiert worden, bestätigt deren Vorsitzende Katja Heintschel von Heinegg. „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass bei den Leihinstrumenten eine Querfinanzierung sein muss. Der Schritt ist nachvollziehbar und hat den Vorteil, dass sich die Familien nicht mehr selber um den Ersatz von Verschleißteilen kümmern müssen.“

Monatsgebühr unter deutschlandweitem Schnitt

Heintschel von Heinegg hat Erfahrung mit dem Thema. Ihre Tochter habe in der zweiten Klasse begonnen, Gitarre zu lernen. „Das Aufziehen neuer Saiten bleibt bei Kindern in diesem Alter aber natürlich an den Eltern hängen“, sagt sie lachend. „Ich habe mir dann ein Video bei Youtube dazu angesehen. Das hat auch geklappt, aber mit der neuen Regelung ist es einfacher.“

Im deutschlandweiten Vergleich liegt die Kreismusikschule mit ihrer Monatsgebühr von 94 Euro für den wöchentlichen 60-minütigen Einzelunterricht im Übrigen unter dem Durchschnitt von 115 Euro. Am günstigsten ist der Unterricht laut der Online-Lernplattform für Klavier – „Skoove“ – in Berlin. Hier werden 89 Euro pro Monat fällig. Mit am teuersten ist Dresden, hier kostet der Unterricht 170 Euro monatlich.

Von Josephine Mühln

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