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Bad Belzig Kürbisnacht mit guten Geistern und fröhlichen Fratzen
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Kürbisnacht mit guten Geistern und fröhlichen Fratzen
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17:05 27.10.2019
Hunderte bummelten am Freitagabend durch die historische Altstadt und ließen sich von den meist guten Geistern eher locken. Quelle: René Gaffron
Bad Belzig

Keine laue Sommernacht mehr, aber auch noch kein Weihnachtsmarktflair: Der Duft von Bratwurst, Waffeln und Suppe lag am Freitagabend in Bad Belzig fast überall in der Luft. Er lockte Einheimische und Gäste zahlreich in die historische Altstadt, wo der Gewerbeverein zum elften Mal die Kürbisnacht veranstaltet hat. Schon bei Einbruch der Dämmerung war Andrang zu verzeichnen.

Impressionen von der 11. Kürbisnacht in Bad Belzig

Niemand, der sich von fantasievollen Dekorationen aus Kürbisfratzen und Spinnennetzen oder verkleideten Hexen und Vampiren aufhielten ließ. Im Gegenteil: Es herrschte viel bunter Trubel zwischen Sandberger Straße, Wiesenburger Brücke und Spiegel-Kreuzung.

Vereinschefin zufrieden

„Die Kunden waren durchaus zahlreich in den Geschäften und haben stellenweise guten Umsatz gebracht“, bestätigt Vereinschefin Simone Lüdicke. Obwohl das bei der Aktion, die mit vielen fleißigen Helfern im Hintergrund gestemmt werde, nicht die entscheidende Bedeutung habe. Unter anderem mit Rabatten und Sonderaktionen haben sie und ihre Mitstreiter geworben. In den Läden waren es vor allem die Frauen, die sich erfolgreich auf Schnäppchenjagd begeben haben. Darüber hinaus wurden vor der Tür umfang- und facettenreich kulinarische Köstlichkeiten offeriert.

Gesund und für die gute Sache: Ellen Ortmann-Sternberg aus Kranepuhl auf dem Smoothie-Rad vor dem Optik-Geschäft am Bad Belziger Marktplatz. Quelle: René Gaffron

Gleich doppelt gesund war die Offerte bei Optikerin Juliane Dschurny am Marktplatz. Dort konnte auf einem Fahrrad statt eines Dynamos ein Mixer angetrieben werden. Der damit produzierte Bananensaft diente nicht nur der persönlichen Fitness, sondern mit dem Entgelt soll die Gestaltung des Spielplatz in der Lessingstraße unterstützt werden, so die Geschäftsfrau. „Auf die Herstellung von Kürbissmoothie haben wir jedoch verzichtet“, erklärt sie vielsagend.

Kürbisse auf der Rathaustreppe

Die Riesenfrüchte zierten derweil die Treppe vor dem Rathaus. Dort waren die Exponate des Schnitzwettbewerbs ausgestellt, den der Gewerbeverein zur Feier des Tages in jedem Herbst auslobt. Niclas Andre Dieckhoff mit seinem Vampir und Leni Nowak mit ihrem Piratenschiff lagen nicht nur bei der Jury weit vorn.

Lesen Sie auch, was die MAZ über eine frühere Kürbisnacht berichtete

Die Idee habe sie aus dem Internet, erklärt die Elfjährige aus Lübnitz, deren Werk allein schon wegen der Form und Größe viel Beachtung beim Publikum fand. Zu Halloween soll er nochmals zu Hause aufgestellt werden. „Gewachsen ist der Kürbis eher zufällig auf dem Hochbeet“, verriet Vater Maik Nowak der MAZ. In die Gestaltung wurden demnach noch einige Stunden gemeinsame Arbeit investiert.

Viele Angebote für Kinder

Die Kinder konnten freilich noch mehr erleben: Schminken und Märchenstunde in der Filiale der Sparkasse, Budenzauber auf dem Marktplatz und Probesitzen im Feuerwehrauto. Dazu waren sie selbst wahlweise verkleidet oder mit mehr oder weniger modernen Leuchtmitteln ausgestattet. „Ein schöner Abend, auch um Bekannte zu treffen“, befanden auch Franziska Kottwitz, Danny und Caroline Stallbaum, die mit ihrem Nachwuchs unterwegs waren.

Prämierte Kürbis-Kunst

Der vom Gewerbeverein Bad Belzig ausgelobte Kürbisschnitzwettbewerb zählte diesmal 28 Teilnehmer. Sie waren zwischen 2 und 15 Jahre alt.

Auf den Thron von Kürbiskönigin und Kürbiskönig 2019 haben es Lina Nowak und Niclas-Andre Dieckhoff geschafft.

Auf den weiteren Plätzen sind Hannah Leiste, Isabell Leiste und Luca Uebe sowie Lucas Darata, Till Brandenburger und Arne Nowak gelandet.

Der Familienkreativpreise ging an Emely und Sabrina Rettig. Mit Sonderpreisen wurden ferner die Kitas „Tausendfüßler“ und „Lindenzwerge“ in Bad Belzig gewürdigt.

Wohl am meisten bestaunt und fotografiert war Ron Agenant. Am Teeladen hatte der professionelle Pantomime seinen Standort bezogen. Gegen Entgelt stieg der gebürtige Südafrikaner mal vom Sockel und ließ sich auf das Geschehen in der Umgebung ein. „Ich hatte mir gewünscht, dass er in der schnelllebigen Zeit für einen Moment des Innehaltens sorgt“, sagt Geschäftsfrau Claudia Menzel. Selbst hatten sie und ihre Helferinnen alle Hände voll zu tun an dem Abend, an dem Bad Belzig eine ganz vitale Geisterstadt ist.

Von René Gaffron

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