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Bad Belzig Antragsteller müssen Geduld mitbringen
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Antragsteller müssen Geduld mitbringen
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17:52 15.04.2019
Heiko Bansen ist Geschäftsführer der Aktionsgruppe. Quelle: René Gaffron
Wiesenburg

Die neunte und vorletzte Runde der Auswahl von Vorhaben zur Förderung aus dem Leader-Programm der Europäischen Union läuft gerade. Regionalmanager Heiko Bansen gibt einen Überblick zum Stand des Verfahrens, das von 2014 bis 2020 angelegt ist. 

Wie groß war die Resonanz war auf den aktuellen Aufruf?

Heiko Bansen: Im ländlichen Raum des Kreises Potsdam-Mittelmark waren das Interesse und der Ideenreichtum wieder sehr groß. Es wurden 52 Förderanträge mit einem Volumen von rund 16 Millionen Euro gestellt. Damit war das aktuelle Budget um fast das Doppelte überzeichnet. Der Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe Fläming-Havel wird die Vorhaben in den nächsten Wochen ausführlich prüfen, bewerten und Voten für die Bewilligung vergeben. Das letzte Wort hat nach wie vor die Landesbehörde.

Nennen Sie bitte ein paar anschauliche Beispiele.

Das Spektrum ist vielfältig. Es reicht vom 300 000 Euro teuren Aufbau der Hoffleischerei bei Ingo Kaplick in Alt Bork und einer auf 70 000 Euro geschätzten Saalrenovierung in Görzke als private Investitionen über Wegebau im Amt Niemegk bis hin zur Schaffung der Barrierefreiheit rund um das Wiesenburger Schloss als Anliegen der öffentlichen Hand. Der Fördersatz beträgt zwischen 45 und 75 Prozent. Da uns Daseinsvorsorge und Lebensqualität wichtig sind, finden sich auch die Herrichtung von Kindereinrichtungen oder Treffpunkten wie die Sanierung des Konfirmandenhauses Rädigke im Verfahren.

Wie ist der Stand der Bearbeitung bisheriger Anträge?

In den vorherigen acht Runden wurden insgesamt mehr als 200 Vorhaben mit der Empfehlung zur Förderung versehen. 37 Projekte sind tatsächlich abgeschlossen - die Nahwärmversorgung in Baitz und die Mobile Mosterei in Klein Glien zum Beispiel. 81 sind bewilligt und werden aktuell umgesetzt. Aber nicht wenige lassen noch auf sich warten.

Realisiert mit Geld aus der EU-Leader-Förderung: die mobile Mosterei auf dem Gutshof in Klein Glien. Quelle: Dirk Fröhlich

Ist die Bürokratie ein Hemmnis?

Zumindest müssen sich die Antragsteller auf lange Bearbeitungszeiten einstellen. Auch im Nachgang sind einige Modalitäten, beispielsweise was die Dokumentation von Auftragsvergaben angeht, zu beachten. Das ist auch ein Grund warum einige Vorhaben nicht umgesetzt wurden oder etwas kleiner auf eigene Kosten der Projektträger.

Wie geht es weiter?

Zum Abschluss können im Herbst nochmals Anträge gestellt werden. Der größte Teil des dann zu vergebenden Betrages wird freilich in Zusammenhang mit Projekten zur Landesgartenschau 2022 in Beelitz stehen. Die Verwirklichung der genehmigten Vorhaben wird wohl allgemein noch zwei bis drei Jahre dauern.

Wird es eine Fortsetzung des Leader-Programms geben?

Das lässt sich für unsere Region noch nicht absehen. EU-weit soll die Förderung weitergeführt werden. Wahrscheinlich wird es weniger Geld geben und dieses soll dann noch gezielter verteilt werden. Für die hiesigen Protagonisten heißt es auf jeden Fall, dass es eine Bestandsaufnahme zur 2014 erarbeiteten Regionalen Entwicklungsstrategie braucht.

Von René Gaffron

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