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Bad Belzig Lyrik aus dem Hohen Fläming
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16:32 26.11.2018
Heidrun Jordan verfasst seit Jahren Gedichte, die überregional gedruckt werden. Die 65-Jährige plant, weitere Verse zu verfassen. Quelle: Christiane Sommer
Bad Belzig

Ihre Gedanken und Gefühle lässt die Bad Belzigerin Heidrun Jordan seit knapp 20 Jahren in lyrische Verse fließen. Die Werke der 65-Jährigen wurden zum sechsten Mal in Folge von der Frankfurter Bibliothek der Brentano-Gesellschaft und der Bibliothek für deutschsprachige Gedichte in der Gemeinde Gräfeling bei München für einen Abdruck ausgewählt.

Liebe zum Hohen Fläming

„Meine Gedichte werden wieder in den Jahresbänden erscheinen“, verrät die Ruheständlerin, die damit an ihr erfolgreiches lyrisches Schaffen anknüpft.

Ihr „Fläminggeflüster“ ist eines von 1.800 Gedichten, das durch die Frankfurter Bibliothek veröffentlicht wird. „Es gibt jeweils drei Themenbereiche, aus denen man wählen kann“, erklärt die Bad Belzigerin. Heidrun Jordan entschied sich für die Kategorie „Liebe zur Heimat.“

Die Reise eines Gedichts

In diesem Zusammenhang erzählt sie, dass sie dem Brücker Planwagentreck der „Titanen der Rennbahn“ bereits im Sommer eine Kopie der Zeilen mit auf den Weg gab. Das Gedicht reiste anschließend mit Friedensglocken und Friedensbroten über zwölf Wochen bis ins russische Weliki Nowgorod. Dann zeigt sie Fotografien von der Übergabe des Gedichts, lacht und erzählt, wie es dazu kam.

Heidrun Jordan stellte das Gedicht im Frühsommer Betroffenen der chronischen Schmerzerkrankung Fybromyalgie in der hiesigen Selbsthilfegruppe vor. Hier kam die Idee auf, das Gedicht nicht nur für den Jahresband der Frankfurter Bibliothek einzureichen, sondern es auch dem Titanentreck als Fläminggruß mit auf die Reise zu geben.

Bücher auf dem Gabentisch

„Die Frauen aus der Gruppe haben mich dazu ermutigt“, sagt die gelernte Kinderkrankenschwester im Ruhestand. Ihr „Netzwerkgeflüster“, das zum zehnjährigen Bestehen des „Netzwerks Gesunde Kinder“ entstand, wird wiederum in der Reihe „Ausgewählte Werke“ der Bibliothek für deutschsprachige Gedichte veröffentlicht.

Bis Weihnachten sollen die beiden jeweils rund 500 Seiten umfassenden Bücher bei ihr angekommen sein. Ehemann Friedhelm hat versprochen, sie seiner Frau auf den Gabentisch zu legen. Genau, wie in den vergangenen fünf Jahren. Sind die Geschenke ausgepackt, kommen die Gedichtbände ins Bücherregal zu denen der Vorjahre.

Weitere Verse sind geplant

Auf die Frage, ob sie nicht irgendwann genug vom Schreiben habe, antwortet sie lachend: „Niemals.“ Nur manchmal fehlt es etwas an Zeit - was Heidrun Jordan jedoch nicht bedauert. „Meine Enkelkinder gehen immer vor“, so die 65-Jährige.

Das auch im kommenden Jahr von der schreibfreudigen Bad Belzigerin zu hören sein wird, steht fest. Während bei ihren „Engelsträumen“ und dem Gedicht vom „Weihnachtslicht“ der letzte Pinselstrich gesetzt ist, liegen eine Reihe weiterer Verse in Rohfassung auf ihrem Schreibtisch.

Immer häufiger folgt Heidrun Jordan mittlerweile auch der Bitte, ihre Gedichte vorzutragen. Daran hatte sie schließlich schon während der Schulzeit Freude. Nachdem sie kürzlich in der Sankt Bernhard Kirche in Brandenburg/Havel zu Gast war, wird sie demnächst in der Brücker Lambertuskirche erwartet.

Von Christiane Sommer

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