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Bad Belzig Für Beelitz-Heilstätten reifen die Baupläne
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Für Beelitz-Heilstätten reifen die Baupläne
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18:45 29.10.2019
Martin Rätz, Gebäudemanagement (links); Landrat Wolfgang Blasig (SPD) und Personalchef André Köppen (rechts) stellen den Masterplan für die Entwicklung der Verwaltungsstandorte des Kreises Potsdam-Mittelmark vor. Quelle: René Gaffron
Bad Belzig

Abgesehen von einem besonderen Solitär gibt es auf dem künftigen Bauplatz der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark in Beelitz-Heilstätten nur sehr wenige Bäume. Insofern sollte die formelle Entlassung aus dem Wald keine unlösbare Schwierigkeit darstellen. Landrat Wolfgang Blasig (SPD) gibt sich zuversichtlich, im Lauf des nächsten Jahres die Ansprüche des Landschafts- und Denkmalschutzes auf dem Terrain neben dem Feuerwehrtechnischen Zentrum zu klären, um dann bis 2024 dann den Neubau errichten zu können.

Das wäre der erste Schritt zur Umsetzung des Masterplanes zur Entwicklung der Verwaltungsstandorte. Erst danach soll Bad Belzig entwickelt werden. Das geht aus einer der MAZ bereits vorliegenden Information für die Mitglieder des Kreistages Potsdam-Mittelmark hervor. Die Fachausschüsse werden darüber in der nächsten Woche in Bad Belzig beraten.

Zentralisierung ist das Ziel

Seit längerem verfolgt die Verwaltungsspitze das Ziel, die Mitarbeiter aus Kosten- und Organisationsgründen zentral unterzubringen. Die verkehrsgünstige Lage in der Mitte, gleichermaßen gut erreichbar für Beschäftigte und Bürger sprach nach Ansicht der beratenden Planer dafür, dies in Beelitz-Heilstätten zu realisieren.Erst auf Druck aus dem Hohen Fläming ist dann die 2-Standorte-Strategie entwickelt worden. Die Sicherung des Status als Kreis- mit Verwaltungssitz gilt in der Peripherie nämlich als wichtig für die Regionalentwicklung zwischen Treuenbrietzen und Ziesar.

In Bad Belzig fürchten die Stadtväter und Bürger, dass die Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark ihren Sitz langfristig aufgegeben wird. Quelle: René Gaffron

„Es ist für die Verwaltung nicht das Optimum, sondern ein Kompromiss“, betont Wolfgang Blasig. Noch sind die Kollegen freilich auf sechs Standorte verteilt, die zumindest in Brandenburg/Havel, Teltow und Werder/Havel in der Regel nur gemietet sind und nicht den künftigen Standards entsprechen. Kalkuliert wird mit rund 1000 Büroarbeitsplätzen.

Ein Schreibtisch pro Mitarbeiter

Dies ausdrücklich auch vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung von Leistungen und Flexibilisierung bei der Arbeitsweise. „Ein Schreibtisch ist erst einmal vorgesehen“, sagt André Köppen. „Niemand weiß mit Gewissheit, wie es in zehn, 15 Jahren aussehen wird“, so der Finanz- und Personalchef. Seiner Aussage nach sollen 680 Mitarbeiter künftig in Beelitz-Heilstätten untergebracht werden. Erst danach wird der Ausbau der Büros für die rund 320 Kollegen in Bad Belzig ins Auge gefasst.

108 Millionen Euro sind veranschlagt

Die Gesamtinvestition für die Umsetzung des Masterplanes ist mit 108 Millionen Euro vorgesehen. Die Realisierung erstreckt sich auf neun Jahre.

Der Neubau in Beelitz-Heilstätten ist mit 90 Millionen Euro veranschlagt. Für die Sanierung der Gebäude im Papendorfer Weg in Bad Belzig sind 20 Millionen Euro nötig. Der Neubau ist mit zehn Millionen Euro kalkuliert.

Die Planer betonen, dass ein größerer Bau in Bad Belzig nicht zwingend zu Kostensenkungen beim Gebäude in Beelitz-Heilstätten führt.

Langfristig sollen Mieten und Betriebskosten in Brandenburg/Havel, Teltow und Werder/Havel eingespart werden.

Dies wird vor Ort kritisch betrachtet, weil die Lokalpolitiker fürchten, dass die Pläne doch noch in Schubladen verschwinden könnten. Jedoch wird auf die Kapazitäten im Landratsamt verweisen, wo dem Vernehmen nach lediglich eine Hand voll Beschäftigte mit dem Projekt befasst ist und das Geld ebenfalls einzuteilen ist.

Der Verwaltungskomplex in Bad Belzig am Papendorfer Weg soll langfristig erweitert werden. Quelle: René Gaffron

Mithin besteht in Bad Belzig noch Klärungsbedarf über die Details. Demnach sind dort für den Papendorfer Weg die Sanierung der beiden Gebäude und der Erhalt des Backsteinbaus vorgesehen. Wobei die Bauweise aus den 90er- Jahren mit vielen tragenden Wänden nach Einschätzung der Bauingenieure nur teilweise den nötigen Zuschnitt und die moderne Ausstattung zulassen.

Landrat hat Gesprächsbedarf

Ohnehin sei der schon vor knapp 20 Jahren erwogene dritte Bauabschnitt am Papendorfer Weg obligatorisch. Während die Stadtväter dort per Bebauungsplan-Aufstellungsbeschluss eine großräumige Entwicklung der Verwaltung empfohlen haben, sieht Wolfgang Blasig dort noch Chancen für weitere Nutzungsideen. Bauland in unmittelbarer Nähe zur Burg Eisenhardt wäre gewiss gefragt, weiß er. Als Eigentümer sei er bereit, entsprechende Absprachen einzugehen.

Auch in Beelitz-Heilstätten sind laut Wolfgang Blasig die Puzzelstücke noch zusammenzuführen. Dort sind Klinik-Erweiterung und Wohnbauvorhaben zu beachten.

Von René Gaffron

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