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Bad Belzig Mitfahr-App: Erste Testnutzer im Hohen Fläming gefunden
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Mitfahr-App: Erste Testnutzer im Hohen Fläming gefunden
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11:27 11.09.2019
Julius Stauffenberg (l.) und Sama Mirshahvalad von der Technischen Universität Berlin entwickeln die Mitfahr-App „Share1Car“. Der Testlauf soll im Hohen Fläming stattfinden. Quelle: Josephine Mühln
Bad Belzig

Die ersten Mitfahrer sind gefunden: Dank ihres Infostandes im Medienhof des Bad Belziger Altstadtsommers haben Julius Stauffenberg und Sama Mirshahvalad 33 Teilnehmer für den Testlauf ihrer App „Share1Car“ gewinnen können.

Bei dem Projekt geht es darum, die Mobilität auf dem Land zu verbessern. Die Idee dahinter ist, dass Menschen sich auch auf kurzen Strecken gegenseitig im Auto mitnehmen – ohne dafür Umwege in Kauf zu nehmen oder das Ganze vorab lange planen zu müssen. Um ihre App zu testen, haben sich die Berliner Studenten Bad Belzig und den Hohen Fläming als Pilotregion ausgesucht.

Ein Drittel des Gesamtziels erreicht

Dennoch ist mit den 33 Testern erst knapp ein Drittel des Gesamtziels erreicht. „Wir brauchen mindestens 100 Leute, damit wir den Testlauf starten können, die Ergebnisse repräsentativ sind und wir die Match-Wahrscheinlichkeit unter den Fahrern und Mitfahrern erhöhen können“, sagt Sama Mirshahvalad.

Sie und Julius freuen sich aber über die Rückmeldungen, die sie an den beiden Tagen in Bad Belzig bekommen haben. „Die Präsenz vor Ort war sehr gut für uns, wir haben gemerkt, dass das Interesse an unserer App da ist“, resümiert der 25-jährige Student der Technischen Universität Berlin. „Und ’Share1Car’ ist jetzt in der Bad Belzig App integriert – über einen Link kommen die Nutzer zu unserer Seite und können sich anmelden.“

>>> Lesen Sie auch: Das kann die neue Mobilitäts-App

Außerdem können die beiden noch einen weiteren Erfolg verbuchen: Das Stipendium für ihr Projekt wurde bis Ende des Jahres verlängert. „Aber wir suchen trotzdem nach Förderern und Investoren, die die Entwicklung der App finanziell unterstützen“, sagt Sama Mirshahvalad.

Die App existiert momentan als sogenanntes Minimum Viable Product, also in Form eines ersten Prototypen. Außerdem ist in den vergangenen Wochen ein neues Feature entstanden. Damit kann ein Fahrer bereits im Voraus angeben, wenn er eine Strecke fährt.

Termin bei Bad Belzigs Bürgermeister Roland Leisegang: Sama Mirshahvalad (2.v.l.) und Julius Stauffenberg (r.) zu Gast im Rathaus. Quelle: Privat

„Die Spontaneität und der Echtzeit-Faktor sind trotzdem noch gegeben – aber wir erhöhen so die Chance, dass die Leute sich finden“, sagt Sama Mirshahvalad. „Oder jemand sieht zum Beispiel, dass ein Nachbar die Fahrt schon anbietet – und kann das eigene Auto doch stehenlassen“, ergänzt Julius Stauffenberg.

48 Leute haben bereits an der Umfrage auf der Internetseite von „Share1Car“ teilgenommen. Damit sollen nicht nur Testnutzer gefunden, sondern auch weiterführende Infos gesammelt werden: Von wo bis wo pendeln die Menschen? Welche Verkehrsmittel nutzen sie dafür bisher? Wie viel würden sie für eine Mitfahrgelegenheit über „Share1Car“ zahlen?

Weitere Tester gesucht

„Wir suchen nach wie vor Tester im gesamten Hohen Fläming, die täglich in verschiedene Richtungen pendeln“, sagen die Studenten. „Unser Ziel ist, dass weniger Menschen das Auto nutzen. Das Ganze ist eine Bürgerbewegung, die Leute müssen mitmachen und sich für neue Lösungen interessieren.“

Das Projekt starte zwar auf dem Land. „Wir können uns aber auch vorstellen, später in Städte zu expandieren“, erläutert Julius Stauffenberg. „Wo die Nutzer sind, können wir auch sein“, ergänzt Sama Mirshahvalad. „Wir sehen uns als grünes Start-up mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit. Es geht um die effiziente Nutzung der Ressourcen.“

App-Tester werden unter: www.share1car.de

Von Josephine Mühln

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