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Bad Belzig Kreissitz: Baaske und Leisegang bereit für juristischen Kampf
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18:36 21.11.2018
Der Landtagsabgeordnete Günter Baaske (SPD) und der Bad Belziger Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) betrachten die Liederbücher und Texte für das Protestsingen am 2. Dezember. Quelle: André Großmann
Bad Belzig

Die Emotionen kochen hoch im Streit um den künftigen Hauptsitz der Kreisverwaltung. So heißt es in einer Beschlussvorlage des Landkreises mit der Drucksache-Nummer 2018/535 unter anderem: „Es sollten nicht unnötig Ängste geschürt werden, denn der suggerierte Verlust von Arbeitsplätzen findet nicht statt.“

Juristische Schritte möglich

Diese Aussage wertet Günter Baaske (SPD) als „Affront gegen die Region.“ Sollten sich die Kreistagsmitglieder gegen den Kreisverwaltungsstandort in Bad Belzig entscheiden, wollen Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) und Baaske juristisch gegen eine Änderung vorgehen. „Das ist sicher, da gibt es nicht mal ein Wenn“, ergänzte Leisegang am Mittwoch gegenüber der MAZ.

Protest mit Rock und Weihnachtsliedern

Leisegang und der ehemalige Bildungsminister wollen bei der geplanten Protestaktion am 2. Dezember richtig Alarm machen für den Standort Bad Belzig. Glockengeläut, rockiger Gitarrensound und antreibende Rhythmen erklingen bei dem Song „Jetzt schlägt’s dreizehn“ von Sänger Rio Reiser.

Sein Lied wird bei der Veranstaltung „Der Fläming ist Kreisstadt“ auf dem Marktplatz am Bad Belziger Rathaus gespielt. Hunderte Gäste sind eingeplant. Die Verbundenheit der Bürger zum Hohen Fläming soll ein Drohnen-Foto des Wiesenburger Fotografen Dirk Fröhlich symbolisieren.

Bürgermeister greift zum Schlagzeug

Bürgermeister Leisegang will an diesem Tag erstmals seit Jahren zum Schlagzeug greifen und ein akustisches Signal für den Erhalt der Kreisverwaltung setzen. „Es ist schon eine historische Entscheidung. Es geht nicht nur um die Arbeitsplätze in der Kreisverwaltung, es geht explizit um den Kreissitz. Gehen die Jobs nach Beelitz, ist der Kreissitz mit dem nächsten Landrat vom Tisch“, so das Stadtoberhaupt.

Wunschzettel an die Kreistagsabgeordneten

Kinder der Bad Belziger Kita „Lindenzwerge“ haben für die Protestveranstaltung am 2. Dezember Weihnachtssäcke gebastelt, die Menschen aus dem Hohen Fläming mit Wunschzetteln für die Abgeordneten füllen können. Schauspieler Frank Grünert moderiert die Veranstaltung, die um 15 Uhr startet und zwei Stunden später mit Glockengeläut enden soll.

Der Landtagsabgeordnete Günter Baaske (SPD) und Bad Belzigs Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) zeigen die gebastelten Weihnachtssäcke von Kindern der Kita „Lindenzwerge.“ Bürger aus dem Hohen Fläming sollen die Säcke am 2. Dezember mit ihren Wunschzetteln zum Kreissitz befüllen, die anschließend an die Kreistagsabgeordneten weitergeleitet werden. Quelle: André Großmann

Das „gemeinsame Singen für einen starken Fläming“ wird auf Plakaten in der Region beworben. Um 15.45 Uhr wird das Lied „Sind die Lichter angezündet“ sowohl in Bad Belzig als auch zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes im Wiesenburger Ortsteil Reetz angestimmt. „Dies ist ein Zeichen der Solidarität der Reetzer für den Erhalt des Kreissitzes in Bad Belzig“ , sagte Ortsvorsteherin Marion Gante weiter.

„Ich finde es gut, dass es einen großen Rückhalt und Solidarität in der Region gibt“, äußerte der Landtagsabgeordnete Günter Baaske (SPD). Für ihn ist der Erhalt der Kreisverwaltung mit der Stärkung des ländlichen Raumes verbunden. Die Sorgen der Bürger vor einem möglichen Verlust kann er nachvollziehen. Baaske und Leisegang hoffen auf ein „Signal des Zusammenhalts“ für die Kreistagsmitglieder, die am 6. Dezember eine Entscheidung zum Verwaltungsstandort treffen.

Das Duo sei sich „ziemlich sicher“, dass sie „juristisch gute Karten“ hätten, eine Entscheidung für den Sitz der Kreisverwaltung in Beelitz-Heilstätten zu kippen. „Von daher, lasst uns froh und munter sein“, sagt Baaske.

Von André Großmann

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