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Bad Belzig Drei Jahre „Der Fläming“: Tourismusverband zieht Bilanz
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Drei Jahre „Der Fläming“: Tourismusverband zieht Bilanz
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01:17 26.05.2019
Geschäftsführer Daniel Sebastian Menzel (l.) und Vize-Landrat Christian Stein aus Potsdam-Mittelmark am regionalen Buffet: 2019 steht in der Reiseregion unter dem Motto „Is(s) mal was anderes“. Quelle: Victoria Barnack
Schönhagen

Was macht den Fläming einzigartig? Vor drei Jahren wollte der Tourismusverband das von Einwohnern, Gastronomen, Hoteliers und Gästen in Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark wissen. „Damals dachte ich, es wäre das Wandern“, sagt Daniel Sebastian Menzel. Der Geschäftsführer des Tourismusverbandes ließ sich eines Besseren belehren.

„Für uns steht heute fest, dass der gemeinsame Nenner in der Region Pioniergeist und Kreativität sind“, erklärte er. Auf dem Tourismustag zog er am Donnerstag Bilanz nach drei Jahren mit der Marke „Der Fläming“.

Beim Tourismustag 2019 drehte sich alles um Genuss und das Vernetzen verschiedener Akteure im Fläming.

Vor allem Pioniergeist musste der Tourismusverband in dieser Zeit selbst beweisen. Denn nicht alle Touristiker konnten sich auf Anhieb mit dem neuen Selbstverständnis als Kreativregion anfreunden.

„Wir mussten uns erst einmal überlegen, wo wir uns in diesem Kontext wiederfinden“, berichtete Ina Fink von der Steintherme in Bad Belzig. Inzwischen ist der Wellness-Tempel auch ein Kreativstandort. Neben Sole-Brot und Sole-Schinken wird es bald auch salzige Schokolade aus der Kurstadt geben.

In der Steintherme in Bad Belzig gibt es dank kreativem Anstoß inzwischen Sole-Brot, Sole-Schinken und bald auch Sole-Schokolade. Quelle: Victoria Barnack

Die eigene Arbeit aus einem neuen Blickwinkel betrachten – das hat mit der Markenbildung auch der Tourismusverband selbst gelernt. Obgleich seit 2017 ausschließlich Steuermittel für die Erfüllung der Pflichten zur Verfügung stehen, hat der TVF sie seither kreativ gemeistert.

Statt eines Gastgeberverzeichnisses hat der Verband eine Art Orientierungsbroschüre für Ausflügler aus den umliegenden Großstädten herausgebracht. „Bevor wir alle Restaurants in Luckenwalde auflisten, mussten wir den Berlinern erklären, wo sie uns finden“, erläuterte Menzel.

„Mit Blogger-Camp mehr Menschen erreicht als auf jedem Fest“

Mit der neuen Marke „Der Fläming“ waren außerdem die Zeiten vorbei, als sich der TVF zur Eigenwerbung auf Märkte und Feiern präsentierte.

Stattdessen fand 2017 das erste Blogger-Camp im Fläming statt. „Durch die Beiträge der Teilnehmer im Internet haben wir viel mehr Menschen erreicht, als wenn wir uns auf jedes Fest in der Region gestellt hätten“, berichtete der Geschäftsführer.

Den Tourismustag nutzten viele Gäste, um neue Kontakte zu knüpfen. Quelle: Victoria Barnack

Nicht zuletzt wurde 2017 auch die Fläming-Schmiede ins Leben gerufen. Für den Wettbewerb zur Finanzierung regionaler Ideen wurde der Tourismusverband deutschlandweit mit Preisen gekürt. Dank zahlreicher Unterstützer, die bereit waren, Geld für das Vorhaben beizusteuern konnte beispielsweise das Schlafwagenhotel in Rehagen winterfest gemacht werden.

„Zugegeben: Anfangs war ich nicht überzeugt, ob die Fläming-Schmiede das richtige Projekt für uns ist“, berichtete Inhaber Christophe Boyer, „tatsächlich profitieren wir aber auch fast zwei Jahre nach dem Wettbewerb noch von der Idee.“ 2019 mussten die Übernachtungsgelegenheiten erstmals nicht den kompletten Winter über geschlossen werden. „Die Motivation von außen durch den Verband gab den Anstoß für einen Prozess, der gezeigt hat, dass ich von Natur aus kreativer bin, als ich gedacht hatte“, sagte er.

Jahresmotto 2019: „Is(s) mal was anderes“

Auch am neuen Jahresmotto des Tourismusverbandes will sich Boyer deshalb beteiligen. Geschäftsführer Menzel hat sich trotz Fontane-Jubiläums bewusst gegen den Schriftsteller entschieden. Stattdessen dreht sich im Fläming 2019 alles um Kulinarik und Genuss.

Im französischen Restaurant im Bahnhof Rehagen serviert Christophe Boyer beispielsweise Rinder aus Zossen nach Burgunder Art. In Jüterbog ist bereits eine neue Stadtführung, die „Schlemmer-Tour“, entstanden.

Getreu dem Jahresmotto konnten sich die Gäste beim Tourismustag durch ein Buffet aus regionalen Produkten schlemmen. Quelle: Victoria Barnack

Das Themenjahr soll ein weiteres Erfolgsgeheimnis der vergangenen drei Jahre fortführen. „Wir wollen erneut verschiedene Angebote und Akteure aus der Region zusammenbringen“, erklärt Marketing-Chefin Catharina Weisser, „dafür müssen nicht unbedingt neue Produkte entwickelt werden. Es reicht oft, die Anbieter zu vernetzen.“

Von Victoria Barnack

MAZ-Service: BestFewo

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