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Bad Belzig Nahrungsmittel für bedürftige Menschen – Aktion geht zu Ende
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig

Nahrungsmittel für bedürftige Menschen – Aktion von Fliedners zu Ende

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13:18 22.07.2020
Mitarbeiterin Stephanie Langner (rechts) verteilt Snackboxen in der Kontakt- und Beratungsstelle Lichthof. Quelle: Lafim
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Brandenburg/H./Bad Belzig

Die Solidaraktion der diakonischen Gesellschaft Fliedners geht zu Ende. Mit einer Förderung von Aktion Mensch hat sich der Geschäftsbereich vom Landesausschuss für Innere Mission (Lafim) dafür eingesetzt, bedürftigen Menschen gesunde Nahrungsmittel zu beschaffen.

Andrea Hansch aus dem Ambulant Betreuten Wohnen Brandenburg sucht sich Gemüse aus. Quelle: Lafim

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Seit April hatten sich neben den Werkstätten und dem Ambulant Betreuten Wohnen in Brandenburg an der Havel, Falkensee und Bad Belzig, auch die Kontakt- und Beratungsstelle Lichthof in Bad Belzig daran beteiligt. Jetzt läuft die Förderung dafür aus, wie Fliedners in einem Schreiben mitteilt.

Einkauf auf dem Großmarkt

Die Zentralküche von Fliedners in Brandenburg kaufte bis dato über den Großmarkt ein. Die Mitarbeiter in der Berufsbildung packten wöchentlich Kisten mit Nahrungsmitteln. Ein externer Fahrdienst, der normalerweise die Beschäftigten zur Arbeit abholt und wieder nach Hause bringt, fuhr die Kisten aus.

Über den Geschäftsbereich Fliedners

Fliedners ist ein Geschäftsbereich der Lafim-Diakonie und erbringt Dienste, Dienstleistungen und Assistenzleistungen für erwachsene Menschen mit Behinderung in Brandenburg an der Havel, in Potsdam-Mittelmark und im Havelland. Fliedners arbeitet nach christlichen Grundsätzen.

Die Lafim-Diakonie wurde als Landesausschuss für Innere Mission 1882 in Berlin gegründet. Sie ist heute als Träger von Einrichtungen und Diensten für Menschen im Alter, Menschen mit Behinderungen und junge Menschen sowie mit dem Angebot von Hauswirtschaftlichen Dienstleistungen einer der größten Arbeitgeber im Land.

Darüber hinaus organisierten die Stationen einzelne Programmpunkte. Im Ambulant Betreuten Wohnen in Brandenburg gingen die Betreuer mit ihren Schützlingen einkaufen und bereiteten mit ihnen zusammen Mahlzeiten zu. Die Betreuten erhielten so die Gelegenheit, bekannte und auch völlig ungewohnte Nahrungsmittel zu probieren.

Fisch frisch aus dem See

Im Ambulant Betreuten Wohnen im Havelland gingen Betreuer und Betreute gemeinsam angeln und bereiteten im Anschluss mit dem Fisch und weiteren gesunden Einkäufen eine Mahlzeit zu. Die Kontakt- und Beratungsstelle Lichthof in Bad Belzig lud ihre Besucher zu einem Grillfest ein, das unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln stattfand.

Kevin Schmeißer und Normen Westphal beim Angeln. Quelle: Lafim

Für viele war das die erste Gelegenheit seit Monaten, wieder Kontakt mit anderen Menschen zu haben. Als Dankeschön für ihr Durchhalten erhielten sie jeweils eine große Snackbox mit gesunden und abwechslungsreichen Nahrungsmitteln, die sich die Besucher selbst zum Teil nicht leisten können.

Von Marcus J. Pfeiffer