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Bad Belzig Kirchenneubau in Bad Belzig eingeweiht
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Kirchenneubau in Bad Belzig eingeweiht
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12:34 07.10.2018
Die Neuapostolische Kirche erhielt an der Brücker Landstraße in Bad Belzig einen modernen Neubau. Darin gibt es auch zwei Wohnungen.
Bad Belzig

„Das Werk ist gelungen und der Gemeinde übergeben“, sagt Apostel Klaus Katens am Sonnabend in der Neuapostolischen Kirche in Bad Belzig. Nachdem das neue Gotteshaus der Gemeinde Fläming in der Brücker Landstraße bereits im September durch Bezirksapostel Wolfgang Nadolny feierlich geweiht wurde, war am Sonnabend nun die Öffentlichkeit zu einer Feierstunde eingeladen.

Die Neuapostolische Kirche hat in Bad Belzig jetzt ihr neues Gotteshaus für die Gemeinde Fläming auch der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nachbarn, Vertreter der Kirchen, der Kommune, der Politik und der am Bau beteiligten Unternehmen waren gekommen, um das gelungene Werk zu besichtigen und mit den Hausherren zu feiern.

Gemeinsame neue Heimat

In der Gemeinde Fläming sind Christen aus den bisherigen Gemeinden Bad Belzig, Brück und Lehnin vereinigt. Sie haben mit dem Neubau eine gemeinsame neue Heimat und Gottesdienststätte gefunden. Beim Fest betonte Klaus Katens, dass die Christen der neuapostolischen Kirche keine besonderen Gläubigen seien. „Wir haben nur eine besondere Beziehung zu Gott. Die wollen wir deutlich machen und die soll von diesem Haus ausgehen“, so der Apostel und stellvertretende Kirchenpräsident.

Im Vierklang für das Wort Gottes

Auch Matthias Stephan, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde St. Marien Hoher Fläming Bad Belzig und stellvertretende Superintendent des Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg , richtete Worte an die Mitglieder der Neuapostolischen Kirche: „Im Vierklang erschallt in Bad Belzig das Wort Gottes, ausgehend von der Mutter, der katholischen Kirche.

Mit Blick auf den Stadtplan ist Bad Belzig damit gut geschützt“, so Stephan. Der geistliche verband damit zugleich die Hoffnung, dass die Einwohner der Stadt im Vierklang von evangelischer, katholischer, neuapostolischer Kirche sowie Freikirche den für sie richtigen Klang entdecken mögen. Der Gemeinde wünschte er, dass „in der neuen Kirche das Wort Gottes in moderner Form erschallen möge“.

Platz für 76 Gläubige

Die Neuapostolische Gemeinde in Belzig entstand bereits um 1900.

Bis in die 1980er-Jahre nutzte sie für ihre Zusammenkünfte verschiedene Mietobjekte im Stadtgebiet.

1982 begann der Bau eines ersten eigenen Gemeindezentrums in der Wittenberger Straße.

Im Juli 2017 wurde auf einem 1600 Quadratmeter großen Grundstück an der Brücker Landstraße in Bad Belzig der Grundstein gelegt für den Kirchenneubau. Im Oktober wurde dort Richtfest gefeiert.

Die neue Kirche bietet Platz für 76 Gottesdienstbesucher. Sie ist barrierefrei und ebenerdig zu erreichen.

Modern präsentiert sich der Kirchbau innen wie außen. Das Gebäudeensemble besteht aus drei aneinander gebauten Einzelgebäuden. Die zirka sieben Meter hohe Kirche wird rechts und links von je einem zweigeschossigen Wohngebäude mit jeweils zwei Wohnungen gerahmt. Große Glasflächen gliedern die Fassade an der Straßenseite. Die Kirchenfenster sind satiniert und zweigeteilt. Im oberen Teil zeigen sie einen Regenbogen als Symbol für Gottes Schutz, im unteren sanfte Fläminghügel, die für die Verbundenheit der neuapostolischen Kirche mit der Region stehen.

1,4 Millionen Euro investiert

Die Gestaltung der Fassaden und des Innenraumes basiert auf Hell-Dunkel-Kontrasten in Beige und Anthrazit. Saal und Unterrichtsräume können über mobile Trennwände flexibel genutzt werden. Das gesamte Gebäude hat eine Fußbodenheizung die mit solarthermischer Unterstützung arbeitet und ist rundum wärmegedämmt.

1,4 Millionen Euro hat die Neuapostolische Kirche Berlin-Brandenburg in den Neubau investiert. Die Summe wurde nach Aussage von Jens Lange, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, durch Spenden und Eigenleistungen der nahezu 23.000 Mitglieder aus 80 Gemeinden in Berlin und Brandenburg finanziert.

Domizile in Brück und Lehnin abgegeben

Burghard Stegemann, Pfarrer der katholischen Gemeinde, sowie Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) gehörten ebenso zu den Gästen. Stegemann griff in seinem Grußwort die Gedanken seines Amtsbruders Matthias Stephan auf. Im Vierklang der Kirchen seien diese „Knotenpunkte und die Christen das Netz.“ Leisegang wertete die vier Kirchen wiederum als Gewinn für die Stadt und lobte die Entwürfe der Architektin Karin Reimann für den Neubau.

Der alte Andachtsraum in der Wittenberger Straße, den die Bad Belziger Gemeinde bislang nutzte, ist bereits verkauft. Auch die angemieteten Andachtsräume in Brück und Lehnin sind bereits aufgegeben.

Von Christiane Sommer

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