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Bad Belzig Neue Ausstellung von Brigitte Heßler auf der Burg
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Neue Ausstellung von Brigitte Heßler auf der Burg
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15:25 28.06.2019
Auf Burg Eisenhardt in Bad Belzig zeigt Künstlerin Brigitte Heßler ihre unterschiedlichen Arbeiten. So auch das Bild „Vorfreude auf's Frühjahr“. Quelle: Thomas Wachs
Bad Belzig

 Einen Gesamtüberblick ihres künstlerischen Schaffens will Brigitte Heßler mit ihrer neuen Ausstellung in der Galerie des Kunstvereins „Hoher Fläming“ auf der Burg Eisenhardt geben. Die Vernissage in Bad Belzig findet am Sonntag statt.

Neben Gemälden, Collagen und Keramik – wie der Titel der Ausstellung verrät – sind auch Druckobjekte und kleine Pastelle zu sehen. Insgesamt können sich Besucher auf 39 Ausstellungsstücke freuen.

In der neuen Ausstellung des Kunstvereins „Hoher Fläming“ sind ausschließlich Arbeiten der Bad Belzigerin Brigitte Heßler zu sehen.

„Ich habe etwa vor vier bis sechs Wochen damit begonnen, die Stücke auszusuchen, habe sie in meinem Atelier zusammengestellt und geschaut, ob noch was fehlt“, erzählt Brigitte Heßler. „Es sind sowohl alte als auch neue Werke zu sehen.“

Darunter sei auch ein besonders großes Bild. „Was für meine Arbeit eigentlich nicht so üblich ist“, gesteht die Künstlerin lachend. Es misst 90 mal 1,50 Meter – und sollte ursprünglich mal doppelt so groß werden.

Von der Landschaft beeinflusst

Die Motive ihrer Malereien seien stark von der Landschaft beeinflusst, sagt die Bad Belzigerin. „Wenn man auf dem Land lebt, ist es ein ständiges Beobachten von Werden und Vergehen – das kommt in allen Bildern vor. Ich male oft nicht-gegenständliche Bilder.“

Zudem lege sie nicht gerne etwas in die Bilder rein, sondern male eher expressiv, sagt Brigitte Heßler über ihren Stil. „Es kommt nicht so sehr auf das Motiv an, die Motivation ist vielmehr, etwas zu gestalten. Eher unterschwellig entsteht dann, dass was ins Bild reingelegt wird – das ergibt sich auch aus Beobachtungen von sich selbst.“

Vernissage am Sonntag

Die Ausstellung „Gemälde, Collage, Keramik“ mit Werken von Brigitte Heßler wird am Sonntag eröffnet.

Beginn ist um 16 Uhr in der Galerie des Kunstvereins „Hoher Fläming“ auf der Bad Belziger Burg Eisenhardt.

Die Schau ist dann bis zum 25. August zu sehen – samstags und sonntags jeweils von 13 bis 17 Uhr.

In ihren Bildern würden sich häufig ambivalente Formen finden, die nicht eins zu eins von der Landschaft übertragen seien. „Sinnlich und vielfältig soll es sein“, sagt die Künstlerin. „Die Bilder sollen nicht alles beantworten. Es geht darum, im Bild Fragen zu stellen und Fragen offen zu lassen.“ Der Betrachter solle sich auf ein Werk einlassen und eine eigene Geschichte darin finden.

„Ich will natürlich auch immer wieder die Neugier wecken“, ergänzt Brigitte Heßler. „Dass der Betrachter sich fragt: Was könnte das sein? Er soll immer wieder hinschauen und sich Fragen dazu stellen.“

Ausdruck der Sinnlichkeit

Die Farbe Schwarz tauche oft in ihren Bildern auf. Als Farbe des Vergehens, aber auch der Kraft, wie Brigitte Heßler sagt. Außerdem die Farbe Rot als Ausdruck der Sinnlichkeit. „Im Titelbild zur Ausstellung, das auch auf dem Flyer zu sehen ist, steckt alles drin. Da war ich im Fluss.“

Sie male bei ihren Bildern oft viele Schichten, erläutert die Künstlerin. „Und am Anfang erstmal wild drauf los, bevor sich alles ordnet. Das kommt vom Inneren, dem eigenen Erleben und Stimmungen, denen man selbst unterlegen ist.“ Das alles übertrage sie schließlich in Farben und Formen.

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Bei ihren Werken aus Keramik stehe vor allem die Lust am Gestalten im Vordergrund. „Ton ist im übertragenen Sinn formbare Erde, damit kann man viel machen“, sagt Brigitte Heßler. „Ich stelle vor allem Figürliches aus, die ’Wächtergruppe’ ist zum Beispiel eine Kombination aus Keramik und Metall. Sie mutet fast schon ein wenig martialisch an.“

Sie habe zum Beispiel auch handgeschmiedete Nägel verwendet. „Um etwas zu bewahren, ihnen eine Art Denkmal zu setzen“, sagt Brigitte Heßler. „Ich kombiniere gerne Metall und Keramik, sammle zum Beispiel auch rostige und fragile Sachen – wegen des Vergehens.“

Von Josephine Mühln

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