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Bad Belzig Große Umbrüche bei „Soziale Arbeit Mittelmark“
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Große Umbrüche bei „Soziale Arbeit Mittelmark“
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16:57 29.10.2019
Fabian Gunkel übernimmt ab Januar den Geschäftsführer-Posten des Vereins „Soziale Arbeit Mittelmark“ (SAM). Quelle: Hannah Rüdiger
Bad Belzig

Neuer Name, neue Partner, neuer Geschäftsführer: Für den Bad Belziger Verein „Soziale Arbeit Mittelmark“ (SAM) ist 2019 ein Jahr der großen Veränderungen.

Im März schüttelte der Verein den sperrigen Titel Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein Potsdam-Mittelmark ab. Auch, weil der Name gar nicht mehr zum Kern der Vereinsarbeit passte. Der zweite große Umbruch des Jahres wurde am Dienstag im Bad Belziger Rathaus besiegelt: Ab sofort ist der Verein ein sogenanntes korporatives Mitglied der Brandenburger Arbeiterwohlfahrt (Awo).

Übersetzt heißt das, dass der SAM-Verein eng mit dem Landesverband zusammenarbeitet. Die Awo berät den Verein bei seiner Arbeit und bietet Fortbildungen an. Im Gegenzug zahlt der Verein einen Mitgliedsbeitrag.

Zusammenarbeit für fünf Jahre

„Wir müssen uns weiter professionalisieren“, erklärt der SAM-Geschäftsführer Johannes Blatt bei der Mitgliederversammlung im Bad Belziger Rathaus. Die Awo sei ein attraktiver Partner, um die eigene Identität als sozialer Dienstleister zu bewahren und zu stärken.

Die korporative Mitgliedschaft ist vorerst auf fünf Jahre begrenzt. Einen entsprechenden Vertrag haben die SAM-Vereinsvorsitzende Eveline Vogel, Bürgermeister Roland Leisegang und die Awo-Landeschefin Anne Baaske am Dienstag feierlich unterzeichnet.

Eveline Vogel von SAM, Anne Baaske vom Awo-Landesverband und Bürgermeister Roland Leisegang bei der Unterzeichnung des Korporationsvertrags. Quelle: Hannah Rüdiger

Neuer Geschäftsführer startet im Januar

Der dritte große Umbruch steht dem Bad Belziger Verein noch bevor: Zum Ende des Jahres gibt es einen Wechsel an der Spitze des SAM. Nach drei Jahren verlässt Johannes Blatt auf eigenen Wunsch die Geschäftsführung.

Zum Jahreswechsel übergibt er das Steuer an seinen Nachfolger Fabian Gunkel. Der 36-Jährige ist gebürtiger Erfurter und hat in Halle an der Saale und Frankfurt am Main studiert. Seit drei Jahren lebt er mit seiner Frau und den drei Kindern in Brück. „Das ist eine sehr schöne Ecke, in der es sich zu leben und zu engagieren lohnt“, sagt Gunkel.

Von Testberichten zu sozialer Arbeit

Seit 2011 arbeitet er für die Firma Producto AG, die das Online-Portal „Testberichte.de“ betreibt. Zuletzt saß er sogar im Vorstand des Berliner Konzerns. Ende Dezember wird er Producto AG verlassen, um sich voll auf den SAM-Verein zu konzentrieren. „Eine Pause gibt es nicht“, sagt er.

Produktbewertung und soziale Arbeit scheinen auf den ersten Blick nicht viel miteinander gemein zu haben. Fabian Gunkel sieht das anders. „Beides zielt darauf ab, einen gesellschaftlichen Mehrwert zu erzielen“, sagt der 36-Jährige. Mit Testberichten bewahre er zum Beispiel Kunden vor Fehlkäufen, die sie später bereuen. Und mit der Vereinsarbeit will er Menschen stärken, die in Schieflage geraten sind.

Der Verein Soziale Arbeit Mittelmark betreibt auch ein Werkbüro und eine Holzwerkstatt. Die Holzarbeiten werden nur für gemeinnützige Zwecke verwendet. Quelle: privat

Das Team auf Kurs bringen

„Ich habe den Eindruck, dass ich hier in der Region einen guten Beitrag leisten kann“, sagt er. Dabei will er auch von seiner jahrelangen Erfahrung als Führungskraft zehren. „Ich freue mich darauf, im Januar loszulegen.“

Der scheidende Geschäftsführer Johannes Blatt ist mit seinem Nachfolger, der sich gegen fünf weitere Bewerber durchgesetzt hat, höchst zufrieden. Am Ende des Jahres soll ein „überlappender Übergang“ stehen, in dem er Gunkel langsam mit dessen neuen Aufgaben vertraut macht. „Ich habe das Gefühl, dass der Verein bei Fabian Gunkel in guten Händen ist“, so Johannes Blatt.

„Der Verein ist auf einem guten Weg“

Vorerst war es das dann mit den Umbrüchen – noch mehr Veränderungen will Fabian Gunkel dem Verein nicht zumuten. „Der SAM hat gerade einen höchst sinnvollen Richtungswechsel umgesetzt“, sagt Fabian Gunkel. „Der Verein ist auf einem guten Weg.“ Nun gehe es darum, das Team auf Kurs zu bringen und diesen Weg weiter zu gehen.

Von Hannah Rüdiger

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