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Bad Belzig Walter Rettig nicht mehr Ortsvorsteher
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Walter Rettig nicht mehr Ortsvorsteher
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17:40 31.05.2019
Heidi Siebert, Anke Steinbach, Daniela Prinz und Sebastian Näthe (von links) bei der Auszählung der Stimmen im Gemeindehaus Fredersdorf. Quelle: René Gaffron
Bad Belzig

In Schwanebeck wird es einen neuen Ortsvorsteher geben. Denn der bisherige Amtsinhaber Walter Rettig hat angekündigt, das Mandat für den Ortsbeirat nicht annehmen zu wollen. Er zieht damit nach eigenem Bekunden die Konsequenz aus der Wahlniederlage vom vergangenen Wochenende.

Der 71-Jährige und seine Mistreiter vom Feuerwehrverein 2002 hatten 203 Stimmen erhalten, was für einen Sitz reicht. Während Johann Schneider (SPD) mit 18 Stimmen außen vor blieb, hat sich die Wählergruppe „Dorfleben Schwanebeck“ mit 264 Stimmen die Mehrheit in dem Gremium gesichert.

Nachrücker noch nicht geklärt

Unter den Umständen will Walter Rettig, der seit 1990 den Spitzenposten bekleidet hat, nicht weiter in dem Gremium mitarbeiten. „Dann sollen das jetzt andere machen“, sagt er enttäuscht, bilanziert für sich jedoch eine erfolgreiche Arbeit. Ob jemand von den drei weiteren Bewerbern der Feuerwehrliste nachrücken wird, ist derzeit noch offen. Das wünschen sich die Wahlsieger Hartmut Jänicke und Heiko Wernitz ausdrücklich, „Gemeinsam füreinander miteinander“ lautete ihr als Slogan im Wahlkampf.

Mehr Transparenz und respektvoller Umgang sei ihr deklariertes Ziel, hieß es auf MAZ-Anfrage. Walter Rettig wiederum vermisst offene Kritik. Das 270-Einwohner-Dorf scheint derzeit noch gespalten.

Unbestritten sind die Verdienste von Walter Rettig (Mitte) für den Feuerwehrsport in Schwanebeck. Dafür wurde er unter anderem 2016 geehrt. Quelle: Frank Schmoll

In den anderen Ortsteilen von Bad Belzig sind die Wahlvorschläge in der Regel bestätigt worden. So zum Beispiel die Einheitslisten in Bergholz, Borne, Dippmannsdorf, Kuhlowitz/Preußnitz, Lüsse, Neschholz und Werbig. In Lübnitz haben die drei Einzelkandiaten jeweils genügend Stimmen erhalten. In Ragösen teilen sich Sven Schmidt (SPD) sowie Uwe Thiel und Ingo Haß von der Wählergruppe Ragösen die Verantwortung.

Späte Bewerbung erfolgreich

In Groß Briesen hat Hubertus Müller reichlich Stimmen abgeräumt. Der Einzelkandidat, der seine Unterlagen erst kurz vor ultimo eingereicht hatte, belegt nunmehr zwei Sitze, während von der Wählergruppe Groß Briesen lediglich der bisherige Dorfchef Lothar Spiesecke in das neue Gremium einzieht.

Ähnlich stellt sich die Konstellation in Fredersdorf dar. Dort hat der populäre Ortsvorsteher Bodo Sternberg erst einmal Achim Wehrle (Bündnis 90/Die Grünen) verdrängt und bildet mit Steffen Block einen 2-Mann-Ortsbeirat. Praktisch wird der engagierte Sonderschullehrer vielleicht dennoch mitarbeiten, wie es heißt. In Hagelberg/Klein Glien hat Frank Emmert den Zuspruch für zwei Mandate erhalten. So bleibt kein Platz für Günter Deutsch, während sein Junior Carsten immerhin Co-Mitglied werden kann. Der bisherige Dorfchef Wolfgang Wagner stand nicht mehr zur Wahl.

Lütte bestätigt René Zarbock

Mit Spannung erwartet wurde auch der Ausgang der Abstimmung in Lütte. Ortsvorsteher René Zarbock und Dennis Stephan von der Liste „Bürger für Lütte“ bleiben dem Gremium erhalten. „Von dem Ergebnis bin ich begeistert, fühle mich für unsere Arbeit bestätigt“, sagt der 42-Jährige. Während der SPD-Vorschlag (Anne Baaske, Rainer Bätz) kein Mandat abbekam, ist Regina Grüneberg vom Verein „Altes Haus“ dabei. Allemal bemerkenswert: Denn die langjährige Erzieherin folgt damit ihrem Ehemann Herbert nach, der im Dorf diesmal nicht kandidiert hatte, bei den Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung und zum Kreistag Potsdam-Mittelmark jedoch nicht zum Zuge kam.

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Von René Gaffron

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