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Bad Belzig Wo das Baaske-Land bröckelt
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Wo das Baaske-Land bröckelt
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09:57 03.09.2019
Romy Schönfeld hat in Borkheide ihre Stimme abgegeben. „Ich bin gespannt, welche Koalition sich ergibt“, sagte die Politikwissenschaftlerin Quelle: Johanna Uminski
Bad Belzig

Nachdem der ZDF-Satiriker Jan Böhmermann seinerseits nicht für den SPD-Vorsitz kandidieren und sie damit retten wird, sollten die Erben von August Bebel und Willy Brandt womöglich in Niemegk nach einem Erfolgsrezept suchen. Denn das Ackerbürgerstädtchen bleibt ungeachtet der allgemeinen Krise eine Hochburg der Genossen.

Das lässt sich aus dem Ergebnis der Wahl zum Landtag Brandenburg am vergangenen Wochenende ableiten. Günter Baaske, der zum vierten Mal das Direktmandat des Wahlkreises 18 –zwischen Michendorf und dem Hohen Fläming –errungen hat, wäre dort sogar noch mit einer absoluten Mehrheit von 51,4 Prozent zum Sieger gekürt worden. Schon bei der Kommunalwahl im Mai dieses Jahres war mit Hans-Joachim Linthe ein sozialdemokratische Amtsinhaber als ehrenamtlicher Bürgermeister bestätigt worden.

Knapp 50 Prozent in Lütte

Auch in einigen Dörfern des Hohen Flämings kam Günter Baaske über die 50-Prozent-Marke. In seinem Heimatort Lütte erhielt er 111 von 226 Stimmen und blieb somit knapp darunter. Doch hier und da bröckelt das Baaske-Land.

Bemerkenswert eng war indes der Ausgang des Kopf-an Kopf-Rennens in Borkwalde. Dort distanziert er mit 169 Stimmen (26,3 Prozent) ganz knapp Kai Laubach von der AfD, der 164 Stimmen (25,7 Prozent) errungen hat. Vielerorts ist das nun die zweite politische Kraft, während Union, Linke, Liberale und Bündnisgrüne erst mit Abstand folgen.

AfD in Feldheim einstellig

Punktuell konnte Kai Laubach sogar die meisten Stimmen für sich verbuchen. Benken und Klepzig wählen traditionsgemäß eher rechts. Dort votierte nun jeder Zweite für den 37-jährigen AfD-Bewerber. Vergleichsweise wenig Wähler –lediglich acht Prozent – wollten ihn in Feldheim unterstützen. Doch schon im Nachbarort Dietesdorf fuhr er wieder 30 Prozent ein.

Für Anja Schmollack, die Direktkandidatin der CDU aus Treuenbrietzen, gibt es 28,5 Prozent der Stimmen in Lühsdorf als Ermutigung. Im heimischen Wahllokal, dem Bürgerhaus „Alte Feuerwehr“ erhielt sie immerhin noch jede fünfte Stimme. Ähnlich ist das Abschneiden von Tim Kehrwieder von der FDP zu bewerten. Das 20-Prozent-Resultat im Heimatdorf des Studenten bleibt die Ausnahme.

Andreas Koska auswärts besser

Andreas Koska von Bündnis 90/Die Grünen holte in der heimischen Gemeinde Planebruch zwar 15,6 Prozent, in Borwalde aber sogar 16 Prozent der Stimmen.

Zufrieden über sein Ergebnis äußerte sich auch Winfried Ludwig von BVB/Freie Wähler. Im Wahlkreis 18 vereinte er 7,2 Prozent auf sich. In der Heimatstadt Beelitz war die Ausbeute zweistellig: 11,7 Prozent.

Von René Gaffron

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