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Bad Belzig Blatt für Blatt wachsen Kunst-Bäume
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10:44 08.10.2019
Julie Boehm gestaltet einen Tree of Life in Lutherstadt Wittenberg. Auch in Bad Belzig und Umgebung sollen die Deko-Bäume aufgestellt werden. Quelle: Privat
Bad Belzig

Eine vom Sturm gebrochene Eiche ist der erste in der Mark aufgestellte „Baum des Lebens“. Das nämlich bedeutet „Tree Of Life“. So nennt sich die Aktion, die Jürgen Hauschke aus Bad Belzig –gemeinsam mit der Künstlerin Julie Boehm –initiiert hat.

Beide kennen sich von den Treffen am Veganen Stammtisch in Lutherstadt Wittenberg, wo die 31-Jährige lebt. Sie ist eine preisgekrönte Körpermalerein (Bodypainting), engagiert sich daneben für den nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen in der Welt.

Sieben Teilnehmer beim Auftakt

Gemeinsames Anliegen ist es nunmehr, mit ihren Kunst-Bäumen die Aufmerksamkeit auf das aktuelle Waldsterben zu lenken. Julie Boehm und die in Bad Belzig verwurzelte „Initiative für Natur“ wollen einen kreativen Beitrag zum Klimaschutz leisten. „Dabei soll Geld zusammen kommen, um viele Bäume pflanzen zu können“, erklärt Aktivist Jürgen Hauschke. Am Wochenende wurde die erste Installation auf seinem Grundstück am Stadtrand in noch kleinem Kreis von sieben Teilnehmern aufgestellt. Möglichst viele sollen dem Beispiel folgen.

Jürgen Hauschke präsentiert den ersten Tree Of Life (Baum des Lebens) in Bad Belzig. Ein halbes Dutzend Spender ist mit Blättern aus Holz schon verewigt. Quelle: René Gaffron

Die Deko-Bäume werden bei interessierten Mitstreitern postiert. Sie können dort in Form, Farbe und Material individuell gestaltet werden. Gern auffällig, damit die Idee ins Gespräch kommt. „Alle Exemplare sind mit Spendendosen verbunden“, heißt es im Aufruf. Jeder, der sich beteiligt, bekommt demnach als Spender zwei kleine Holz-Blätter mit seinem Namen. Eines wird am Baum befestigt, das andere kann er als Souvenir nach Hause nehmen.

Während für das Protoexemplar in Bad Belzig –fast mahnend –ein im Sommer zu Boden gegangenes Totholz verwendet worden ist, wurde bei der Eröffnung des Cafés „Vlora“ in Wittenberg eine farbenfrohe Variante gewählt.

Der von Julie Boehm gestaltete Tree of Life für das Café „Vlora“ in Lutherstadt Wittenberg. Quelle: Privat

Hier wie da hoffen die Protagonisten nun auf Unterstützung von den jeweiligen Stadtvätern. Denn mit den Kommunen müssen später die Flächen gesucht und gefunden werden, auf denen die Aufforstung und Pflege per Baumpatenschaft erfolgen kann. Davon gibt es gerade nicht so viele, wie der Bad Belziger Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) anlässlich der Anregung von Klima-Forscher Conrad Kopsch erklärt hatte. Der Wissenschaftler hatte jüngst vorgeschlagen, den Nachwuchs jeweils zur Einschulung mit einem Baum zu beschenken.

Erster Ginkgo wächst schon

Immerhin einen Ginkgo haben die Sympathisanten der „Initiative für die Natur“ schon einmal auf dem eigenen Grundstück gepflanzt. Er gilt schließlich als Baum des Jahrtausends und soll sogar in Hiroshima den Atombombenabwurf überlebt haben. „Der zuletzt häufig geschädigte Wald im Fläming, in Sachsen-Anhalt und Brandenburg sowie in ganz Deutschland soll nun hier wieder zu einer großen grünen Lunge werden“, wünscht sich Jürgen Hauschke.

Von René Gaffron

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