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Bad Belzig Endlich: Radweg nach Klein Glien wird gebaut
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Endlich: Radweg nach Klein Glien wird gebaut
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16:36 21.12.2019
Gute Nachricht für die Rad-Enthusiasten Reinhard Pahl (orange) und Theo Glock. Demnächst führt ein Radweg an der B 246 von Bad Belzig nach Klein Glien. Quelle: René Gaffron
Bad Belzig

Darauf haben die Radfahrer im Hohen Fläming sehr lange gewartet. Nun ist es aber amtlich: Der Radweg an der B 246 zwischen Bad Belzig und Klein Glien wird ab dem nächsten Jahr gebaut. Das hat Frank Schmidt vom Landesstraßenbetrieb Brandenburg auf MAZ-Anfrage bestätigt. Demnach laufen gegenwärtig die Vorbereitungen für den Lückenschluss.

Die Velo-Trasse soll demnach von Bad Belzig aus links auf der südlichen Seite verlaufen. Der Abschnitt ist 4,1 Kilometer lang. Die Piste selbst wird wie üblich 2,50 Meter breit sein und hat mit dem Petersberg einen profilierten Anstieg zu nehmen.

Fahrbahn wird auch erneuert

Bei der Gelegenheit soll auch die Fahrbahn der Bundesstraße erneuert und einen Meter verbreitert werden. Folgerichtig müssen sich die Kraftfahrer im nächsten Jahr auf eine Vollsperrung und Umleitungen einstellen. Die Restarbeiten bis zur Freigabe des Radweges werden sich nach jetziger Kenntnis bis 2021 hinziehen. So lauten jedenfalls die Terminvorstellungen in der Behörde.

Zu den Kosten können dort noch keine Angaben gemacht werden, heißt es. „Das lässt sich erst nach dem Ergebnis der Ausschreibung sagen“, erklärt Frank Schmidt mit Blick auf die rasante Entwicklung der Baupreise.

Seit 2012 in der Warteschleife

Spätestens seit 2012 der Radweg zwischen Wiesenburg und Klein Glien für seinerzeit rund 650.000 Euro hergerichtet worden war, warten die mehr oder weniger regelmäßigen Nutzer ungeduldig auf die zunächst sogar auf der Nordseite angedachte Fortsetzung.

Schon längst realisiert: Der Radweg von Klein Glien nach Wiesenburg Quelle: René Gaffron

Dass es aufwendig umgeplant werden musste, liegt an den 2014 formulierten Votum des Naturparkes „Hoher Fläming“. Dessen Beteiligung ist für die Untere Naturschutzbehörde obligatorisch. Prompt gab es Bedenken den Landschaftschutz betreffend.

Das etwas ramponierte Schild an der B 102 in Bad Belzig weist auf die Deutsche Alleenstraße hin. Quelle: René Gaffron

Im konkreten Fall ging es zuletzt um den Schutz der Deutschen Alleenstraße. Gleichwohl wegen der Verluste nach Unfällen sowie nach Stürmen und infolge anhaltender Trockenheit in den vergangenen Jahren kaum noch erkennbar genießt dieser Abschnitt besonders Augenmerk. Dafür hat sich unter anderem die langjährige Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm (Bündnis 90/Die Grünen) engagiert.

Baumreihen-Abstand von 14 Metern

Wie es heißt, stand zunächst die Pflanzung der zwei Baumreihen im Abstand von mehr als 18,50 Metern zur Diskussion. Dann hätte der Radweg gleich neben der Fahrbahn geführt werden können, jedoch wäre der Alleen-Charakter verloren gewesen. Obendrein bestünde Gefahr, dass die Bäume am Ackerrand die Landwirtschaft behindern könnten. Die die jetzige Planung sieht vor, dass die neuen Bäume auf der südlichen Seite zwischen Fahrbahnrand und Radweg platziert werden.

Von Golzow nach Wiesenburg

Die Deutsche Alleenstraße existiert seit 1993.

Die Initiative der besonderen Präsentation geht auf den Forstwissenschaftler Hans-Joachim Fröhlich zurück.

Erhalt und Pflege der besonderen Ferienstraße sind das Anliegen der „Arbeitsgemeinschaft Deutsche Alleenstraße, die sich aus Autoclub ADAC, Deutschem Tourismusverband und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sowie weiteren Institutionen zusammensetzt.

Insgesamt ist die Strecke rund 2900 Kilometer lang und führt auf mehreren Routen von der Insel Rügen bis zum Bodensee.

Die Alleenstraße verläuft unter anderem über Brandenburg an der Havel Golzow, Bad Belzig, Wiesenburg nach Lutherstadt Wittenberg beziehungsweise Dessau.

„Die Reihen sind dann nur noch 14 Meter voneinander entfernt“, erklärt Steffen Bohl, die seit vorigem Jahr genehmigt Planung. Nach Aussage des Leiters der Naturparkverwaltung sei er von der Unteren Naturschutzbehörde frühzeitig eingebunden worden. So konnte der Kompromiss gesucht werden..

Geld vom Bundesministerium

Für die dabei entstehenden Mehrkosten konnte Geld beim Bundesverkehrsministerium akquiriert werden. Der Bundestagsabgeordnete Josef Göppel (CSU), der für die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald aktiv ist, zeigte 2015 am Rande eines Parlamentarischen Abend in Berlin den Lösungsweg für die Problematik auf. Gleichwohl gingen noch fünf Jahre bis zum ersten Spatenstich ins Land.

Freude darüber herrscht nicht zuletzt auf dem Gutshof Klein Glien: „Den Gästen des Coconat ist Nachhaltigkeit sehr wichtig. Das beginnt bei der Anreise“, sagt Janosch Dietrich. „Der neue Radweg wird das Arbeits- und Erholungsziel am Hagelberg noch attraktiver machen“, ist er gewiss. Bleibt ihm noch ein ergänzender Wunsch: „Wir hoffen, dass in dem Zuge auch eine Verkehrsberuhigung am Dorfeingang, vielleicht ja sogar auf Tempo 30 im Ort, möglich ist.

Von René Gaffron

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