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Bad Belzig Raimund Rudolph will das Dorfleben auffrischen
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Raimund Rudolph will das Dorfleben auffrischen
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07:09 11.06.2019
Raimund Rudolph aus Schwanebeck ist im Vorstand des „Feuerwehrvereins Schwanebeck 2002“, der maßgeblich initiiert hat, dass wieder eine Pfingstmaie aufgestellt wird. Quelle: Josephine Mühln
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Schwanebeck

 Als am Sonnabend in Schwanebeck die Pfingstmaie aufgestellt wurde, war Raimund Rudolph als einer der engagierten Helfer vorne mit dabei. Der 52-Jährige ist Mitglied des „Feuerwehrvereins Schwanebeck 2002“ und sitzt im Vorstand, der sich im Februar des vergangenen Jahres neu zusammengefunden hat.

„Seitdem nehmen viele Aktivitäten wieder zu“, sagt der gebürtige Schwanebecker. Und dazu zählt eben auch, dass der Brauch der Pfingstmaie in diesem Jahr wiederbelebt wurde. „Ganz ursprünglich haben wir damit 1999 schon mal begonnen“, erzählt Raimund Rudolph. Das sei dann über neun Jahre gut gegangen – bis 2008 schließlich Schluss war. „Das Interesse ließ nach, es kamen immer weniger Besucher.“

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Das Dorfleben auffrischen

In diesem Jahr sollte das anders sein – wenngleich im wahrsten Sinne des Wortes klein angefangen wurde. Mit einer Birke. „Im nächsten Jahr soll das dann größer werden, mit einem größeren Baum“, sagt Raimund Rudolph. Eine Kiefer könnte das sein, die 18 bis 20 Meter misst und einen Stammdurchmesser von bis zu 25 Zentimetern hat.

„Ich habe mich eigentlich schon immer im Dorf engagiert – und seitdem ich mit im Vorstand sitze, ist es etwas mehr geworden“, erzählt der Vater von zwei Söhnen weiter. „Uns ist wichtig, das Dorfleben wieder mehr aufzufrischen und dazu beizutragen, dass die Dorfgemeinschaft wieder mehr zusammenfindet.“

Spielplatz als Wahrzeichen

Raimund Rudolph ist froh, dass mittlerweile wieder mehr Interesse für Aktivitäten wie die Pfingstmaie da ist. Oder den Spielplatzbau, den die Dorfbewohner im vergangenen Jahr ebenfalls in Eigenleistung gebaut haben – und der mittlerweile zu einer Art Wahrzeichen für den Ort geworden sei, wie Raimund Rudolph sagt. „Vor allem am Wochenende kommen auch viele Familien aus den umliegenden Orten her.“

Das Areal in der Dorfmitte war in die Jahre gekommen. Jetzt können sich dort wieder Kinder auf den Klettertürmen, der Wippe, der Rutsche und den Schaukeln austoben. Siebeneinhalb Kubikmeter Lärchenholz haben die fleißigen Bauer insgesamt verarbeitet.

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Am Leben in Schwanebeck schätze er vor allem die Geselligkeit und das Miteinander, sagt der Fliesenleger. Der „Feuerwehrverein Schwanebeck 2002“ zähle aktuell knapp 100 Mitglieder. „Gerade durch unseren Feuerwehrsport haben wir auch viele jüngere Leute mit dabei. Und bei unseren Festen werden eben alle Generationen mit integriert.“

Neben seinem Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr des Dorfes und dem Feuerwehrverein betreibt Raimund Rudolph außerdem eine kleine Fasanenzucht.

Von Josephine Mühln