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Bad Belzig Pixel für Pixel: Schüler bauen leuchtende Bildschirme aus alten Tetrapacks
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Pixel für Pixel: Schüler bauen leuchtende Bildschirme aus alten Tetrapacks
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16:18 05.09.2019
Die Workshopteilnehmer des Fläming-Gymnasiums mit ihren Pixel-Bildschirmen. Quelle: Josephine Mühln
Bad Belzig

Dass ausgediente Tetrapacks nicht zwingend im Müll landen müssen, haben Siebtklässler des Bad Belziger Fläming-Gymnasiums in dieser Woche gelernt. Zusammen mit Marie-Luise Schade und Johanna Hoffmann vom Berliner Unternehmen „Tetrapix“ haben die 27 Jungs und Mädchen in einem Workshop Recycling-Bildschirme hergestellt und außerdem Grundkenntnisse im Programmieren vermittelt bekommen.

„Es war eine super Woche, die Schüler haben toll mitgemacht – es war wirklich eine der besten Klassen, die wir je hatten“, resümiert Marie-Luise Schade, die „Tetrapix“ gemeinsam mit Bastian Brabec gegründet hat. „Die Jungs und Mädchen sind schlau und haben sehr schnell gearbeitet.“

Recycling und Nachhaltigkeit besprochen

In den ersten beiden Tagen wurden den Siebtklässlern zunächst die Grundlagen vermittelt, bevor es Schritt für Schritt ans Bauen und Programmieren ging. Außerdem wurde über die Themen Recycling und Nachhaltigkeit gesprochen – dazu sind beispielsweise auch Plakate entstanden, die die Themen veranschaulichen.

Für die Bildschirme wird von den Tetrapacks etwa das untere Drittel des Kartons verwendet. Über die Seite des kleinen Kartonwürfels, die nach dem Zuschneiden offen bleibt, wird Butterbrotpapier geklebt und schon ist ein Pixel für den späteren Bildschirm fast fertig.

Präsentation am Wochenende in Klein Glien

Die Ergebnisse des Workshops werden am Sonnabend und Sonntag während der „Kreativsause Extravaganza“ auf dem Gutshof in Klein Glien präsentiert.

Dort sind dann alle in der Woche entstandenen Bildschirme ausgestellt.

Außerdem erzählen die Schüler in einem Video noch mal, wie sie den Workshop erlebt haben.

Die Veranstaltung wird am Sonnabend um 14 Uhr offiziell auf dem Innenhof eröffnet.

Mehr zu „Tetrapix“ und den Angeboten für Workshops oder Projektwochen unter: www.tetrapix.de.

Die einzelnen Pixel haben die Schüler schließlich zu unterschiedlichen Formen zusammengebaut – darunter Herzen, eine Giraffe, ein Schwert, Buchstaben, eine Spinne und allerlei mehr. Der Fantasie und der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Im Inneren der Pixel befinden sich außerdem RGB-LED-Lampen, für die die Schüler unterschiedliche Farben und Animationen programmieren sollten, um ihre Bildschirme zum Leuchten zu bringen.

„Um das Programmieren zu erklären haben wir mit den Schülern auch Spiele gemacht, die das Ganze veranschaulichen und verdeutlichen sollten, dass die Befehle für den Computer detailliert und präzise sein müssen“, erläutert „Tetrapix“-Teammitglied Johanna Hoffmann. „Das Programm, das wir nutzen, hat eine grafische Oberfläche und ist ebenfalls sehr anschaulich.“

Diese RGB-LED-Lampen kommen in die einzelnen Pixel. Quelle: Josephine Mühln

Maurice, Theo und Julian sind sich in ihrem Fazit für die Woche einig. „Es war sehr interessant und spannend – vor allem waren wir überrascht, dass das Programmieren relativ einfach ging, es gab nur kleine Schwierigkeiten“, sagen die Zwölfjährigen. „Es war auch gut, dass wir über Recycling und Nachhaltigkeit gesprochen haben, denn das ist gut für die Umwelt“, ergänzt Maurice.

Besonders interessant sei gewesen, dass es verschiedene Arten von Pixeln gibt und worin die Unterschiede von analog und digital liegen. „Es war schön, dass vieles spielerisch erklärt wurde“, sagt Julian. „Und dass wir alleine arbeiten und Verantwortung übernehmen konnten – außerdem haben uns Johanna und Marie-Luise immer gute Tipps gegeben“, schließt Theo.

Keine Erfahrung mit Programmieren

Auch Emma, Turin und Lena habe die Woche mit „Tetrapix“ sehr gut gefallen, wie sie erzählen. „Wir konnten unserer Kreativität freien Lauf lassen“, sagt Emma. „Und es ist interessant zu sehen, dass man aus alten Milchpackungen sowas Cooles machen kann“, ergänzt die zwölfjährige Lena.

„Wir hatten alle vorher noch keine Erfahrung mit Programmieren – und dachten, es sei schwieriger“, berichtet der elfjährige Turin. „Aber mit dem Programm war es einfach und man konnte es spielerisch lernen.“

Von Josephine Mühln

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