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Bad Belzig Sechs Ideen im Rennen: Das könnte aus der Eisbahn werden
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Sechs Ideen im Rennen: Das könnte aus der Eisbahn werden
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19:05 29.03.2019
Die Kunsteisbahn in Bad Belzig. Quelle: Dirk Fröhlich
Bad Belzig

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Sechs Vorschläge hat das in Bad Belzig ansässige Landschaftsarchitekturbüro von Gunnar Lange für die Zukunft des Areal der ehemaligen Kunsteisbahn an der Martin-Luther-Straße unterbreitet.

Denn die Stadtväter hatten in ihrer jüngsten Sitzung das Ende der Einrichtung beschlossen. Wie es dort künftig aussehen wird, sollen nicht zuletzt die Bürger mitbestimmen. Doch neben Politik und Verwaltung war es nur noch eine Hand voll Interessierter, die diese Woche den Weg ins Bürgerhaus fand. Dort haben sie sich über die Überlegungen, Hintergründe und Perspektiven informiert sowie Vor- und Nachteile ausgelotet.

Die Vorschläge im Überblick

Variante 1 – Parkplatz: Alle Gebäude und Einrichtungen sind weg. Es handelt sich um einen großen eingegrünten Parkplatz. Dies würde zur Entlastung der Stellfläche vor dem künftigen Soziokulturellem Zentrum (in der ehemaligen Geschwister-Scholl-Grundschule) beitragen. Die 350 Quadratmeter Solarfläche, die es zur Erwärmung des Badewassers braucht, werden auf dem Dach von neuen Liegehallen im Freizeit- und Erlebnisbad realisiert. Variante 2 – Kunsteisbahn: Eine Nutzung ähnlich wie bisher, aber mit synthetisch hergestelltem Kunsteis. Statt Kältetechnik könnten Umkleide und Sanitärräume im Betriebsgebäude eingerichtet werden. Wenn Kufenspaß geboten werden soll, braucht es zur Sicherheit vor unwirtlichen Bedingungen ein Dach (womöglich auf einer Leichtbauhalle). Es trägt zudem die Module für die Nutzung der Sonnenenergie. Variante 3 – Park mit Spiel- und Sportgeräten: Auch hier wird der Bestand komplett geräumt. Das 4300 Quadratmeter große Gelände wird als Parkanlage mit Spiel- und Sportgerät angelegt und passt sich damit in den Grünzug durch die Kur- und Kreisstadt ein. Auf einer ebenen Fläche könnten Ballspiele und im Winter bei Bedarf Eislauf auf Kunststoff offeriert werden. Solarstrom-Anlagen wären wieder auf der Liegewiese des Bades unterzubringen. Variante 4 – Park mit Kegelbahn: An das alte Technikgebäude wird eine neue Kegelbahn, samt Solarpanel auf dem Dach, angebaut. Im Umfeld gibt es noch Raum zum Parken und noch etwas Freiraum für Bewegung. Die bisher genutzte Anlage muss nämlich vielleicht weichen, wenn der Kreis Potsdam-Mittelmark in der Puschkinstraße –wie gewünscht – eine neue Mehrzweckhalle für das Fläming-Gymnasium baut. Variante 5 – Park mit Kita-Neubau: Ähnlich wie bei Variante 4 kommt ein Neubau –in dem Fall für die Kindertagesstätte „Lindenzwerge“ –auf das Gelände, dass dann noch zu einem größeren Teil eingezäunt wäre. Deren Standort in der zwischen Fläming-Gymnasium und Bundesstraße wird –obwohl es keine Beschwerden von Eltern oder Erziehern gibt – als suboptimal empfunden. Variante 6 – Mehrgenerationentreff: Das Bauwerk am Empfang bleibt erhalten. Es wird zum Mehrgenerationentreff umgestaltet und ergänzt die Angebote im Soziokulturellen Zentrum, wo sich Engpässe und Nutzungskonflikte prognostiziert werden. Außerdem wäre im Umfeld noch Raum für Sport- und Spielangebote oder/und Parkplätze. Die Solarfläche würde teils im Freibad und teils auf dem Gebäude geschaffen.

Keine Kosten kalkuliert

In allen Entwürfen sind die bestehenden Wege zur Brandenburger Straße, zur alten Geschwister-Scholl-Grundschule und zur Weitzgrunder Straße berücksichtigt. An einigen Stellen wird aus logistischen Gründen vorgeschlagen, den Haupteingang des Bades zur Martin-Luther-Straße zu verlegen. Alle Ideen sind nicht über den Status der Skizze hinaus. Vor allem wurden noch keine Berechnungen angestellt, was welche Variante kostet oder wo gerade Fördermittel zu holen sind.

Dazu hat sich Günter Baaske (SPD), Wahlkreisabgeordneter im Landtag Brandenburg, auch noch für die Lösung 2 durchaus optimistisch gezeigt. Und für den Fall dass die Kegelbahn dort ihren Platz fndet, müsste der Kreis Potsdam-Mittelmark in die Pflicht genommen werden.

Diskurs läuft bis Ostermontag

Die Bürgerbeteiligung zur künftigen Nutzung der Eisbahnfläche geht weiter.

Die Entwürfe können auf der Internetseite der Stadt Bad Belzig unter www.bad-belzig.de angesehen werden.

Hinweise und Anregungen werden in der Bauverwaltung aufgenommen. Bis Ostermontag ist die Diskussion offen.

Ein Trend zur Orientierung für die Stadtverordneten ist gewünscht. Aber die Mehrheitsmeinung muss nicht zwingend zur Beschluss- oder gar Baureife führen.

Tobias Paul (CDU) ahnt, dass die finanziellen Zwänge eher dazu führen werden. dass die augenscheinliche Minimalausführung (Variante 2) zum Tragen kommt. „Denn wir haben uns mit dem Schulcampus am Weitzgrunder Weg bis 2024 und mit dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses schon auf Millionen-Investitionen festgelegt“, so der Unionspolitiker mit Hinweis auf die Auflagen der Kommunalaufsicht für die geplante Kreditaufnahme.

Dessen ungeachtet zeigten sich alle Teilnehmer der Runde enttäuscht, dass die Transparenz keine Resonanz war. „Dabei hätte ich mir ein Meinungsbild der Bürger als Entscheidungshilfe gewünscht“, so Stadtverordnetenvorsteher Ingo Kampf (SPD).

Von René Gaffron

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