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Bad Belzig In Schwanebeck bekommt der Storch ein neues Zuhause
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15:41 05.02.2020
In Schwanebeck dient ein alter Betonmast künftig als Storchenhorst. Mit dem Lot wird der Mast von Jürgen Skoruppa von der Firma Elektro Belitz ausgerichtet. Quelle: Privat
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Schwanebeck

Schon seit einiger Zeit hat Schwanebecks Ortsvorsteher Hartmut Jänicke die Idee, in der Straße Am Gesundbrunnen einen Storchenhorst aufstellen zu lassen. In Zusammenarbeit mit dem Energieunternehmen Edis und der Bad Belziger Elektrofirma Belitz wurde der Plan nun in die Tat umgesetzt.

Zuvor hatten nicht nur die Stadtverwaltung als Grundstückseigentümerin grünes Licht gegeben, sondern das Ganze war auch mit Christian Kurjo von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark abgesprochen worden. Und nach einem Vor-Ort-Termin war klar: Das am Ortsrand liegende Areal dürfte nach dem Geschmack der Störche sein.

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Nistkästen für Turmfalken

„Mit dem Aufbau des Storchenhorstes wird der Rückbau der Freileitung entlang des alten Belziger Weges abgeschlossen“, sagte Netzmeister Thomas Lennecke vom Edis-Regionalzentrum Bad Belzig. Die alte 20 KV-Freileitung zwischen Schwanebeck und Bad Belzig ist damit Geschichte.

Die entlang der 2,86 Kilometer langen Strecke stehenden 13 Masten aus Stahl, Beton und Holz sind nun also demontiert worden. Bis auf zwei Holzmasten, an denen nach Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde Nistkästen für Turmfalken installiert werden. Und einer der Betonmasten trägt künftig das Storchennest.

In Schwanebeck dient ein alter Betonmast künftig als Storchenhorst. Bodo Bunzel von der Firma Elektro Belitz polstert den Korb aus. Quelle: Privat

Zwei Tage zuvor war der auserwählte Mast bereits angefahren worden, sodass Jürgen Skoruppa und Bodo Bunzel von der Firma Elektro Belitz mit der Installation des verzinkten Metallkorbes beginnen konnten. Die beiden waren voll des Lobes für die Konstruktion, die von einem Metallbauer aus Brück stammt.

„Wir haben mittlerweile eine Menge Erfahrung auf diesem Gebiet“, sagten sie lachend und flechteten Zweigwerk in den Korb. „Damit die Störche bei ihrer Ankunft nicht erst lange am neuen Nest bauen müssen“, erläuterte Bodo Bunzel. Er und sein Kollege haben schon so manche Storchen-Begegnung erlebt. „Im vergangenen Frühjahr haben wir in Stromtal bei Brück einen neuen Storchenhorst aufgestellt. Wir waren noch gar nicht fertig, da kam der erste Storch schon angeflogen“, erinnerte sich Jürgen Skoruppa.

Gesamtkosten von 172.000 Euro

Die 20 KV-Freileitung zwischen Schwanebeck und Bad Belzig entlang des alten Belziger Weges wurde zurückgebaut und durch Erdkabel ersetzt.

Planung und Genehmigung des Projekts dauerten von 2018 bis Mai 2019

Die nachfolgenden Montagearbeiten und die Verlegung des Erdkabels erfolgten von August bis Oktober 2019.

Daran schloss im Januar 2020 der Rückbau und die Demontage der alten Freileitung auf einer Länge von 2,86 Kilometern an.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 172.000 Euro.

Gut eine Stunde später war es auch in Schwanebeck soweit. Der Mast mit dem von der Unteren Naturschutzbehörde gestifteten Nistkorb wurde langsam aufgerichtet. Rund zwei Meter tief wurde er in die Erde eingelassen. Immer wieder kontrollierte Jürgen Skoruppa die Aufstellung mit dem Lot. Als der Mast schließlich stand und der Boden rundum verfestigt war, ging es noch einmal mit dem Steigerfahrzeug elf Meter in die Höhe.

Das Nest wurde zusätzlich noch etwas ausgepolstert. Dann befanden Skoruppa und Bunzel das neue Storchenquartier für gut. „Das Schönste ist, wenn man später an den Masten vorbeikommt und sieht, dass die Nester angenommen werden“, sagte Bodo Bunzel.

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Nun bleibt es in Schwanebeck bis zum Frühjahr spannend. Denn dann erst zeigt sich, ob der Storch das neue Quartier auch annimmt. Schlecht stehen die Chancen nicht – in der Vergangenheit hat er regelmäßig dort vorbeigeschaut.

Edis, die Bad Belziger Elektrofirma Belitz und die Untere Naturschutzbehörde arbeiten mittlerweile seit zweieinhalb Jahrzehnten Hand in Hand. Während dieser Zeit wurden weit mehr als 50 Storchenhorste neu aufgebaut oder erneuert.

Hervorragende Zusammenarbeit

Nicht mitgezählt sind die vielen anderen Nisthilfen für Vögel, die unter anderem in ausgedienten Trafostationen und an ausgedienten Masten installiert wurden. „Das ist ein sehr gutes Beispiel für eine hervorragende Zusammenarbeit“, findet Hartmut Jänicke.

Von Josephine Mühln

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