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Bad Belzig So stehen die Direktkandidaten zum Sitz der Kreisverwaltung
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig So stehen die Direktkandidaten zum Sitz der Kreisverwaltung
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13:48 14.08.2019
Bad Belziger demonstrierten mit dem Slogan „Vernetzen statt versetzen“ für den Verbleib der Kreisverwaltung in der Kreisstadt. Quelle: privat
Mittelmark

Am 1. September wählen die Brandenburger einen neuen Landtag. Die MAZ hat sechs Direktkandidaten im Wahlkreis 18 (Städte Bad Belzig, Treuenbrietzen und Beelitz, Ämter Brück und Niemegk sowie der Gemeinden Wiesenburg/Mark, Michendorf und Seddiner See) fünf Fragen per SMS-Umfrage zu aktuellen Themen der Region gestellt.

Die Kandidaten dürfen in maximal 350 Zeichen antworten. Heute auf die Frage: Im Wahlkreis liegen Bad Belzig und Beelitz. Wie stehen Sie zur Zentralisierung der Kreisverwaltung?Winfried Ludwig (BVB/Freie Wähler): Zentralisation von Funktionen und Standorten ist immer sinnvoller als Zersplitterung. Nach derzeitigem Stand ist das in Beelitz gegeben. In die Diskussion muss Sachlichkeit einziehen. Panikmache hat hier nichts zu suchen. Jeder sollte sich überlegen, wann er wirklich zuletzt in der Kreisverwaltung war. Nach den bekannten Plänen wird ja der Standort Bad Belzig nicht geschlossen.Anja Schmollack (CDU): Geografisch sowie logistisch ist der Standort Beelitz nachvollziehbar. Beelitz liegt im Herzen des Landkreises mit guter Anbindung zu Autobahn und Bahn. Ich befürchte aber eine noch größere Schwächung des ländlichen Raumes und ein Sterben auf Raten unserer Kreisstadt Bad Belzig. Die Zweistandortlösung ist aus meiner Sicht ein guter Kompromiss.Andreas Koska (Bündnis 90/Die Grünen):Wenn man die ländlichen, strukturschwachen Räume stärken will, dann muss die Kreisverwaltung in Bad Belzig bleiben. Eine Umfrage hat gezeigt, dass die Mitarbeiter dort wohnen wo sie arbeiten. Das bedeutet, dass man mit dem Umzug den Mitarbeiter längere Wege zumutet, in der Perspektive heißt es, dass Bad Belzig Einwohner und Kaufkraft verlieren würde.

Am 1. September ist Landtagswahl in Brandenburg. Quelle: Detlef Scheerbarth

Claudia Sprengel (Die Linke): Ich finde es wichtig, dass die Verwaltung in Bad Belzig bestehen bleibt. Das Verhältnis 40/60 von Arbeitsplätzen und Investitionen für die Verwaltungsstandorte Bad Belzig und Beelitz-Heilstätten ist ein guter Kompromiss. Bad Belzig muss als Kreisstadt und Mittelzentrum mit Ausstrahlung für den Fläming weiterentwickelt werden.Günter Baaske (SPD): Meine Haltung dazu ist bekannt: Bad Belzig ist Kreisstadt mit einer Kreisverwaltung seit 1816. Eine komplette Verlagerung der Kreisverwaltung wird es mit mir nicht geben. Mit vielen Gleichgesinnten ist es uns Ende 2018 gelungen, den Kreistag von einem Umdenken zu überzeugen. Die Verwaltung bleibt mindestens in der bisherigen Größe in Bad Belzig erhalten. Der Standort Beelitz wird auch entwickelt.Tim Kehrwieder (FDP): Bad Belzig muss Kreisstadt bleiben. Eine Zentralisierung in Beelitz halte ich für den falschen Weg. Mit der Verlegung würden wir die Region rund um Belzig noch weiter schwächen. Der Kern einer Reform muss immer die Verbesserung für den Bürger sein. Bei dieser wäre genau das Gegenteil der Fall. Wir müssen den ländlichen Raum mit einer Reform fördern und ihm nicht Arbeitsplätze entziehen.

Von Thomas Wachs

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