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Bad Belzig Sterntaler lassen neues Vereinsauto rollen
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Sterntaler lassen neues Vereinsauto rollen
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13:15 26.12.2018
Endlich ein neues Auto für den VAL: Vereinschefin Jutta Gehrke hat den Transporter bei Burkhardt Wolf vom Autohaus Schmidt ordern können. Quelle: Thomas Wachs
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Bad Belzig

Das Ziel ist erreicht und die Freude ist groß: Der Verein für Arbeit und Leben (VAL) in Bad Belzig konnte sich nun endlich einen neuen Transporter bestellen.

Ihren Anteil daran haben auch die eifrigen Spender für die diesjährige MAZ-Weihnachtsaktion „Sterntaler“. Sie alle sorgten in den zurückliegenden Adventswochen mit ihren größeren und kleineren Beträgen dafür, dass der mächtig betagte Vorgänger-Wagen der sozialen Dienstleister nun endlich abgelöst werden kann. Immerhin ist er schon elf Jahre alt und spulte schon mehr als 340.000 Kilometer ab. Wachsende Reparaturkosten bereiteten zuletzt jedoch immer mehr Finanzsorgen.

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Spendenkonto noch geöffnet

Mit der Weihnachtsaktion „Sterntaler“ helfen die Leser des Fläming-Echos der MAZ dem Verein für Arbeit und Leben (VAL).

Der Verein betreut von Armut betroffene Menschen und organisiert unter anderem eine Lebensmittelausgabe. Benötigt wird ein neuer Transporter für die Sammeltouren für Lebensmittel und Ähnliches.

Das Spendenkonto ist noch geöffnet. Es wird verwaltet vom Verein für Arbeit und Leben als Kontoinhaber. Es läuft bei der Sparkasse unter der IBAN DE23 1605 0000 3651 0060 33 mit dem Verwendungszweck MAZ-Sterntaler.

Wer eine Spendenquittung wünscht, übermittel bitte den vollständigen Namen und die Anschrift. Möglich ist dies beim VAL unter 033841/469680 oder per E-Mail an info@arbeitleben.de.

Das Auto ist dringend nötig für die täglichen Sammeltouren zu den spendablen Geschäftsleuten in der Kreisstadt sowie der näheren und weiteren Umgebung. Ohne diesen Transporter würden die Regale nämlich leer bleiben in der Lebensmittelausgabe des VAL. Sie hat kürzlich gemeinsam mit der Kleiderkammer an der Straße der Einheit in der Nähe des Busbahnhofes in Bad Belzig ihr neues Domizil beziehen können. Insgesamt nutzen rund 600 Personen aus Bad Belzig und der Fläming-Region das Angebot des VAL.

Abgelöst werden kann nun endlich der betagte Transporter des VAL. Mit ihm sammeln auch Vaceslav Darata (re.) und Mourad Rashid täglich gespendete Lebensmittel ein. Quelle: Thomas Wachs

„Der Transporter ist unser wichtigstes Arbeitsmittel“, sagt Jutta Gehrke, die Vorsitzende des Vereins für Arbeit und Leben. Sie freut sich, dass nun ein neues Auto rollt und weniger Reparaturkosten anfallen. „Wir danken für die Unterstützung von allen Seiten“, sagt die VAL-Chefin. „Vor allem tun wir dies im Namen der vielen Menschen, die unsere Angebote nutzen müssen, um finanziell über die Runden zu kommen“, so Gehrke.

Mehr Angebote wären nötig

Gerne würde der sozial engagierte Verein seine Angebote für die Klienten ausweiten. „Der Bedarf dafür wächst nämlich immer weiter“, erklärt die VAL-Chefin aus der Erfahrung ihrer langjährigen Arbeit für die Region. Auch wenn ihre Mitstreiter gerade das neue Domizil am Busbahnhof beziehen konnten, fehlt noch immer viel Platz, um alle Angebote so zu bieten, wie das noch unter dem gemeinsamen Dach der ehemaligen Scholl-Schule möglich war. Dort musste der Verein raus, weil die Stadt das Gebäude nun zu einer multifunktionalen Begegnungsstätte umbauen lässt.

Somit musste der VAL sein Angebot reduzieren. Gerne würden die Akteure das wieder ändern. Doch fehlen geeignete Räume, die groß genug sind, um wieder alles unter einem Dach anzubieten. Weggefallen waren die Möbelbörse, die Nähstube sowie die Fahrradwerkstatt, die der VAL in der alten Scholl-Schule noch betrieben hatte. „Gerade die Möbelbörse wäre eine wichtige Sache“, sagt Jutta Gehrke. „Denn uns werden immer ja auch viele Stücke angeboten von Bürgern, die sich neu einrichten“, erzählt die VAL-Chefin. „Gute Möbel würden wir gerne irgendwo lagern und für Klienten präsentieren, doch ohne große Räume geht das momentan nicht“, so Jutta Gehrke.

Womöglich können die ehrenamtlichen Helfer des VAL mit ihrem schmucken neuen Transporter ja bald auch wieder Möbel laden. Das wäre der nächste große Wunsch.

Von Thomas Wachs