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Bad Belzig Stöhnen wegen Hitze auch zur Landpartie
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Stöhnen wegen Hitze auch zur Landpartie
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17:05 10.06.2018
Hoffest anlässlich der Brandenburger Landpartie auf Gut Schmerwitz: Historisches Fuhrwerk trifft auf moderne Landtechnik. Quelle: Foto: Dirk Fröhlich
Deutsch Bork/Schmerwitz

Die Bauern zwischen Havel und Fläming stöhnen wegen Trockenheit und Hitze. Das war am vergangenen Wochenende nicht anders. Denn die liebe Sonne meinte es hierzulande erneut (zu) gut. Doch es ließen sich unter Bäumen und in Scheunen durchaus noch einige schattige Plätze finden.

Auf dem Gut Schmerwitz war die ausgestellte Landtechnik deshalb zwar der Blickfang auf dem neu gepflasterten Hof. Doch auf die Dauer wurde vor allem in den beiden Scheunen guter Umsatz gemacht. Obst und Gemüse, erfrischende Getränke und leckeres Eis gingen am Sonnabendnachmittag vor allem über den Tresen. Mithin gab es die eine oder andere Exkursion auf dem Traktor-Anhänger hinaus auf den Acker eines der größten märkischen Bioland-Betriebe.

Verluste wegen Hitze und Trockenheit

„Die Getreideernte ist fast verloren. Die Wintergerste auf jeden Fall“, wusste Marco Kaplick zu berichten. Er zeichnet für den Feldbau im Alt Borker Familienbetrieb verantwortlich. Die letzte Hoffnung für diesen Sommer ruht noch auf dem Mais, der für die unternehmenseigene Biogas-Anlage gedacht ist, so der Landwirt. Mit den Berufskollegen steht er natürlich regelmäßig über die Entwicklungen im Austausch. Im Dorf erfährt die bäuerliche Wirtschaft ebenfalls Respekt.

Ansonsten könnte die Erzeuger von Lebensmitteln noch mehr Anerkennung erhalten, findet auch Mutter Bärbel Kaplick. Seit 2003 mit zwei Unterbrechungen beteiligen sich sie und die Mitstreiter an der Brandenburger Landpartie, gewähren Einblicke in die Produktion. „Die Tiere stehen bei den Besuchern besonders hoch im Kurs“, sagt Bärbel Kaplick. 115 Milchkühe zählt der Betrieb. Dazu kommen die Hausschweine direkt auf dem Hof, die Enkel Fritz gern vorstellt. Es geht immer der Nase nach.

Hoffest bei Familie Kaplick, Enkel Felix präsentiert das Borstenviehl Quelle: Rene Gaffron

Geschlachtet und verarbeitet werden sie ebenfalls an Ort und Stelle. Deshalb, so berichtet Dieter Siebern, ist er am Sonnabend aus Luckenwalde herübergekommen. Dort ist er nicht nur Kunde im seit einen Jahr bestehenden Geschäft von Fleischermeister Ingo Kaplick. Früher hat der Rentner selbst für die Produktionsgenossenschaft des Handwerks in dem Metier gearbeitet. Nun also bekam er vom Meister eine exklusive Führung durch dessen Domizil.

Feststimmung auf den Dörfern

Genau so stellt es sich die Vermarktungsgesellschaft „Pro Agro“ vor. Zum 24. Mal ging die Brandenburger Landpartie mit dem Anliegen jetzt über die Bühne. Im Südwesten von Potsdam-Mittelmark gab es knapp zwei Hand voll Angebote. Es waren freilich schon einmal mehr. „Ohne unsere Landfrauen und -männer würden wir das auch nicht schaffen“, sagt Bärbel Kaplick. Doch ist das Spektakel natürlich auch ein schönes Fest für das 145-Einwohner-Dorf. Erst recht wenn die Quecksilbersäule am Abend etwas gesunken und der Absatz der Fruchtbowle zugenommen hat.

Hoffest auf Gut Schmerwitz: Schattenplätze in der Scheune waren begehrt. Quelle: Dirk Fröhlich

Noch etwas umfangreicher waren traditionsgemäß das Kulturprogramm, der Regionalmarkt und die Kinderbelustigungen auf dem Schmerwitzer Gutshof. Am Rande zeigte sich Greta Herrmann aus Berlin erfreut, dass sie trotz der Wolfspräsenz im Land Brandenburg doch noch ein paar Pfennigsucher zu sehen bekommt. Ihr Enkel Julius vermutete angesichts der Temperaturen von mehr 30 Grad Celsius: „Denen muss doch mit der Wolle ziemlich warm sein.“

Von René Gaffron

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