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Bad Belzig Stoppelacker bei Bergholz brennt gleich an zwei Stellen
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Stoppelacker bei Bergholz brennt gleich an zwei Stellen
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11:19 26.07.2019
Die Rauchsäulen aus Bergholz waren weithin zu sehen.
Die Rauchsäulen aus Bergholz waren weithin zu sehen. Quelle: FFW Bad Belzig
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Bergholz

Das neue Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Bad Belzig wurde noch nicht einmal offiziell an die Einsatzkräfte übergeben, da hat es schon seine Bewährungsprobe bestanden. Am Mittwochabend wurde es erst in Dienst gestellt. Keine 24 Stunden später musste es am Donnerstag gegen 17.30 Uhr zum ersten Mal mit ausrücken.

In der Nähe von Bergholz, Kranepuhl und Grubo sind zwei Stoppelfelder teilweise in Flammen aufgegangen. Dem Vernehmen nach hatten die Beschäftigten des Agrarbetriebes erst ein Feuer entdeckt und wollten es gerade mit Einsatz ihrer Eggen ersticken, als sie auch noch einen zweiten Brandherd etwas weiter entfernt auf der anderen Ackerseite festgestellt haben.

Ursache muss ermittelt werden

Zur Ursache können deshalb gegenwärtig noch keine Aussagen getroffen werden. Die Kriminalisten der Polizeiinspektion Brandenburg müssen dazu erst ermitteln. Immerhin: Erst am Dienstag hatte es nahe dem Gruboer Silo gebrannt. Passanten haben durch ihr schnelles Eingreifen größeren Schaden verhindert.

„Betroffen waren dieses Mal zwei Flächen von jeweils vier Hektar“, schätzt Raphael Thon ein. „Außerdem mussten noch 50 Quadratmeter Waldboden gelöscht werden“, so der Ortswehrführer von Bad Belzig.

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Er war Einsatzleiter für die etwa 40 Kameraden aus Bad Belzig, Bergholz und Werbig. Sie haben jeweils mit Wasser direkt von den Löschautos den Brand bekämpft. Außerdem hatte der Dahnsdorfer Landwirt vorsorglich selbst Löschwasser in einem Wagen am Feldrand deponiert.

Rauchsäulen weithin sichtbar

Alarmiert wurden auch die Wehren aus Lütte, Dahnsdorf und Wiesenburg. Sie konnten aber auf der Anfahrt umkehren, nachdem klar war, dass die Einsatzkräfte vor Ort alles zügig unter Kontrolle bekommen, sagt der Wiesenburger Ortswehrführer, Ronald Selent.

Zunächst war offenbar der Brandort für die Leitstelle in Brandenburg an der Havel etwas schwierig zu lokalisieren. Die Rauchsäulen waren im ganzen Hohen Fläming zu sehen. Während in Bad Belzig zunächst vermutet wurde, das Holz verarbeitende Ökokombinat am südlichen Stadtrand sei betroffen, lautete der erste Hinweise für die Wiesenburger Kameraden, dass sie zwischen Lehnsdorf und Klepzig gefordert seien.

Von René Gaffron