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Bad Belzig Bad Belziger Kita „Tausendfüßler“ will die Eltern besser informieren
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12:25 08.04.2019
Den Durchblick behalten: Kinder im Kindergarten "Tausendfüßler" im Bad Belziger Klinkengrund. Quelle: Thomas Wachs
Bad Belzig

Hohe Qualitätsstandards können nur gehalten werden, wenn man sie immer wieder überprüft. Das gilt auch für Kindertagesstätten. Die KitaTausendfüßler“ in Bad Belzig ist mit dem Qualitätssiegel der Gesellschaft für Evaluation in Kindertageseinrichtungen (Ektimo) ausgezeichnet worden und zieht nun erste Konsequenzen aus dem Bericht.

„Wir sind sehr stolz auf die Ergebnisse der Überprüfung. Sie spiegeln den hohen Qualitätsanspruch an unsere Arbeit wieder“, sagt Beate Kettler, Leiterin der Kita Tausendfüßler. Im Oktober 2018 wurden die Standards für die Kinderbetreuung in Kindertagesstätten im Landkreis Potsdam Mittelmark in der Kita überprüft – und positiv bewertet. Die Kita will sich aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen.

Konsequenzen der Prüfung

Der Bericht von Ektimo-Evaluatorin Renate Fliedner lobt vor allem die Zusammenarbeit der Kita mit den Eltern und die Wertschätzung der Kinder. Es gibt aber auch Verbesserungsvorschläge: Die Information über die allgemeinen Geschehnisse in der Kita sollten an die Eltern besser kommuniziert werden.

Dafür wurden von Ektimo-Evaluatorin Renate Fliedner Elternbriefe vorgeschlagen. Die Kritik hat Kettler angenommen und schon die ersten Briefe mit Fragebögen zur Zufriedenheit und Informationen an die Eltern geschickt.

Lesen Sie auch, welche Kitas in der Region jüngst ebenfalls ausgezeichnet worden sind.

„Wir freuen uns über die Empfehlungen der Auswertung, denn nur so können wir, auch mit Fort- und Weiterbildungen, die Qualität weiter verbessern“, sagt Kettler. Kürzlich startete in diesem Zusammenhang auch das Programm „Kiez-Kita“ des Landes Brandenburg.

Die Kita möchte damit die Familien unterstützen, Vernetzungsarbeit leisten und auch bei kulturellen Unterschieden das gemeinsame Miteinander stärken. Das Programm, an dem auch sechs weitere Kitas in der Mittelmark teilnehmen, ist auf zwei Jahre angelegt.

Miteinander und Entwicklung der Kinder

Gerade das Miteinander scheint in der Kita im Klinkengrund ein wichtiges Thema zu sein. „Es sollen keine Unterschiede in der Herkunft gemacht werden“, sagt Kettler. Die Kinder würden die gleichen Chancen und Bedingungen für die Schule bekommen und von den Erziehern auf Augenhöhe behandelt. „Die Kinder sollen sozial kompetente, umweltbewusste und selbstbewusste Menschen werden, die auch das Recht haben Nein zu sagen“, erklärt sie.

Die Leiterin der Kita "Tausendfüßler" mit der Auszeichnung der Ektimo. Quelle: Jan Russezki

Dass, das funktioniert, bestätigt der Bericht der Evaluation. Darin werden eben jene Punkte gelobt, die dazu führten, dass die Kinder sich positiv entwickelten. In diesem Punkt ist die Empfehlung, dass die Dokumentation und die Beobachtung der Kinder geringer sein könnten, weil sie zu viel Zeitressourcen verbrauche.

Auch sollen die Kinder, die mit den Erziehern an einem Tisch essen, sehen, wie das Essen geöffnet wird. Das soll zeigen, woher das Essen kommt und den Handgriff vermitteln.

Für die Kita ist diese Empfehlung aus logistischen Gründen kaum möglich, da die Wagen, mit denen das Essen gebracht wird, zu groß sind und es dafür neue bräuchte, heißt es von Kettler.

Individuelle Bedürfnisse

Besonders das Berliner Eingewöhnungsmodell wurde im Bericht herausgehoben. „Die Eltern bekommen von uns Flyer und Formulare, die die Eingewöhnung erleichtern. Da steht drauf, was die Kinder mitbringen sollten und Telefonnummern für alle Fälle“, sagt Kettler.

Aber es gäbe auch mehrere Gespräche, damit die individuellen Bedürfnisse der Eltern und Kinder berücksichtigt werden können und der Übergang in die Kita möglichst sanft wahrgenommen wird.

In den Morgenkreisen sollen Kinder ihre individuelle Wünsche äußern. Diese sind laut Kettler Musikwünsche und Aktivitäten. Auch aktuelle Ereignisse werden mit den Kindern besprochen. Auch dafür gab es Lob von der Ektimo.

Landkreis prüft in vier Jahren wieder

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark kooperiert seit 2014 mit Ektimo. Die Evaluation findet in acht Bereichen statt, die der Landkreis festgelegt hat. Während der zweitägigen Prüfung wurde die Arbeit in der Kita beobachtet und 15 Erzieher und Eltern zu Themen wie der Alltags- und Raumgestaltung, zum Erzieherteam sowie zur Dokumentation der Entwicklungen der Kinder befragt.

Für Beate Kettler sind vor allem die engagierten und motivierten Erzieher für die hohen Qualitätsstandards verantwortlich. „Im Team sind sich alle über ihre Verantwortung bewusst und die Arbeit wird ständig reflektiert und neue Impulse angenommen“, sagt sie.

In vier Jahren wird die KitaTausendfüßler“ erneut überprüft. Bis dahin sollen die Empfehlungen umgesetzt werden. Beate Kettler hat erst begonnen die Vorschläge der Ektimo umzusetzen. Bis 2022 möchte sie alle möglichen Punkte umgesetzt haben.

Von Jan Russezki

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