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Bad Belzig Belästigungsvorwurf: Verfahren eingestellt
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Belästigungsvorwurf: Verfahren eingestellt
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14:21 02.10.2018
Das Bad Belziger Freibad: Beim Sprung ins Wasser soll eine Elfjährige von einem 21-Jährigen am Po berührt worden sein. Quelle: Josephine Mühln
Bad Belzig

Das Verfahren wegen des Verdachts auf sexuelle Belästigung im Bad Belziger Freizeit- und Erlebnisbad ist eingestellt worden. Das hat die Staatsanwaltschaft Potsdam auf Nachfrage mitgeteilt.

„Es wurden sowohl das mutmaßliche Opfer, dessen Mutter als auch zwei weitere Zeuginnen polizeilich angehört,“ sagt Dorina Dubrau, stellvertretende Pressesprecherin. „Auch der Beschuldigte wurde vernommen und hat den Tatvorwurf bestritten.“

Das Verfahren sei „auf Grundlage der Opportunitätsvorschriften“ eingestellt worden. Das heißt, dass die Schuld des Täters nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft als gering anzusehen ist – und keine Anklage erhoben wird.

Zeugen hatten Vorfall bestätigt

Wie berichtet, soll im Juli ein elfjähriges Mädchen beim Baden sexuell belästigt worden sein. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 21-jährigen Mann aus Afghanistan, der zum damaligen Zeitpunkt im Übergangswohnheim in Kuhlowitz lebte. Zum aktuellen Aufenthaltsort des Beschuldigten könne sie keine Auskunft geben, sagt Dubrau.

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Das Mädchen hatte sich an am 28. Juli an das Badpersonal gewandt, weil der 21-Jährige sie beim Sprung ins Wasser am Po berührt habe. Zwei andere Mädchen bestätigten den Vorfall, woraufhin Schwimmmeister Uwe Moritz die Polizei rief. Auch gegenüber den Beamten hatte der 21-Jährige jede absichtlich belästigende Handlung bestritten. Es wurde jedoch Strafanzeige wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung gestellt.

Heimleiterin hat Gespräch gesucht

Bad Belzigs Bürgermeister Roland Leisegang hatte dem Beschuldigten daraufhin ein Hausverbot bis zum Ende der Saison ausgesprochen. Auch die Sozialarbeiter im Übergangswohnheim Kuhlowitz waren über das mutmaßliche Geschehen von der Stadt in Kenntnis gesetzt worden. Wie Heimleiterin Roswitha Schulz der MAZ sagte, habe sie ein Gespräch mit dem jungen Mann geführt und ihn zu den Vorgängen im Bad befragt.

Auch in diesem Gespräch hatte der Afghane die Tat bestritten. „Aus meinen Erfahrungen heraus habe ich ihn dennoch über die Konsequenzen – auch rechtliche – informiert, die ein solches Verhalten in Deutschland nach sich ziehen kann“, sagte Schulz weiter.

Von Josephine Mühln

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