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Bad Belzig Wanderdiplom für Andreas Heimberg
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Wanderdiplom für Andreas Heimberg
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14:21 28.05.2019
Naturparkchef Steffen Bohl (links) und Vizelandrat Christian Stein (CDU, rechts) ehren Andreas Heimberg aus Bad Belzig mit dem Wanderdiplom. Quelle: René Gaffron
Schmerwitz

Doppelte Überraschung für Andreas Heimberg. Zuerst hat er – stets einsatzbereit - am Wochenende kurzfristig die Leitung einer geführten Wanderung vom Wiesenburger Bahnhof durch die Schlamauer Rummeln zum Gut Schmerwitz mit übernommen. Die Nachfrage war – wie für alle Offerten beim Wanderfest des Naturparkes „Hoher Fläming“ - nämlich sehr groß.

„Bei 45 Teilnehmern ist es angezeigt, sich die Führung zu teilen“, berichtet Heimberg. Vor allem Gäste aus Berlin und Sachsen-Anhalt folgten ihm auf dem Fuß. Der Natur- und Kulturführer kennt schließlich nicht nur die Wege und Sehenswürdigkeiten am Rande, sondern auch Geschichte und Geschichten dazu. Längst ist er zu einem Botschafter der Region geworden.

Vizelandrat nimmt Ehrung vor

Dafür wurde ihm das Wanderdiplom verliehen. Christian Stein (CDU), Vizelandrat des Kreises Potsdam-Mittelmark, hat die Auszeichnung vorgenommen. Die passende Kulisse bot das Gut Schmerwitz am vergangenen Wochenende. 250 Teilnehmer fanden sich dort bei besten Wanderwetter ein, nachdem sie eine der zehn offerierten Touren bewältigt hatten.

Yoga-Walking mit Angela Hamann war ein Angebot beim Wanderfest des Naturparkes Quelle: Heiko Bansen

Im Vorfeld des Deutschen Wandertages 2012, der im Fläming stattfand und vielen noch gut in Erinnerung ist, war Andreas Heimberg mit der Tourismusbranche noch semiprofessionell in Berührung gekommen. Ursprünglich war er im Einzelhandel beschäftigt. Nach der Ausbildung zum Natur- und Kulturführer folgte schließlich 2015 der Wechsel in die berufliche Selbstständigkeit.

Von Bad Belzig nach Beelitz

Der Bad Belziger dehnte sein Tätigkeitsfeld nach Brandenburg/Havel aus. Die Bundesgartenschau bot seinerzeit die Gelegenheit dazu. Schließlich eröffnete der Baumkronenpfad in Beelitz-Heilstätten, wo er ebenfalls die zahlreichen Besucher auf dem Gelände mit der Historie des Klinikgeländes vertraut macht.

Neidlos positiv war, wie Inge Richter bestätigt, das Echo der größtenteils ehrenamtlich tätigen Kollegen auf die ehrende Geste. Sie ist alljährlich Höhepunkt der Sternenwanderung im Mai. „Nach Schmerwitz lockte es so viele Wanderfreunde wie schon lange nicht mehr: knapp 250 Teilnehmer“, haben Heidi Witzmann und Anke Braune vom Naturparkzentrum Raben bilanziert. Sie erhielten jeweils eine Plakette.

Senioren aus Sachsen angereist

„Leider keinen Stempel für unser Wandertagebuch“, wie Volkbert Reichel und Margit Jäger bedauerten. Die beiden Rentner vertraten den Leipziger Wanderverein bei der Veranstaltung. Während sie schon zweimal teilgenommen hatte, war es für ihn mit 76 Jahren eine Premiere. Die Hügel stellten die geübten Senioren zwar nicht vor besondere Herausforderungen. „Aber gerade die Schlamauer Rummeln sind ein Stück herrliche Natur“, rekapitulierten die Sachsen.

Margit Jäger (74) und Volkbert Reichel 876) kamen aus Leipzig zum Wanderfest des Naturparkes „Hoher Fläming. Quelle: René Gaffron

Zur gleichen Erkenntnis kam Ernst-Peter Rabenhorst. „Dabei war ich leider seit Eröffnung des Kunstwanderweges nicht mehr hier“, so der Treuenbrietzener. Zwölf Jahre liegt das zurück. Erst 2015 ist der Barfußwanderweg am Fuß der Burg Eisenhardt in Bad Belzig ausgewiesen worden. Er gab diesmal den einzigen Anlass zur Kritik.

Kontrolle zweimal im Jahr

Im Hohen Fläming gibt es für Wanderer zwei Premium-Routen der höchsten Qualitätsgarantie: Burgenwanderweg von Bad Belzig über Raben, Wiesenburg, Ziesar nach Bad Belzig und die Kunstwandertouren zwischen Bad Belzig und Wiesenburg.

Darüber hinaus gibt es weitere offiziell ausgeschilderte Strecken. Sie werden zweimal jährlich von 30 Wegewarten in Augenschein genommen.

Wer außerdem Schäden feststellt, wird gebeten, diese zu melden. Ein Formalar befindet sich auf der Internetpräsenz: www.wandern-im-flaeming.de

„Der Abschnitt in der Kameruner Siedlung ist geschottert worden“, berichtet Ulrich Conrad. Auf seine Initiative hin war der Pfad einst angelegt und vermarktet worden. Wie es nun zu dem Ausbau gekommen ist, muss noch ermittelt werden. Für die 35 Enthusiasten, die den Berliner ohne Schuhwerk begleitet haben, wurde improvisiert und eine Ausweichstrecke absolviert. „Wir werden das Malheur aber prüfen lassen“, hat Naturparkchef Steffen Bohl angekündigt. Die zuständige Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark ist bereits unterrichtet.

Von René Gaffron

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