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Bad Belzig Wenig Resonanz auf Nachhaltigkeitstag im Pfarrhaus
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Wenig Resonanz auf Nachhaltigkeitstag im Pfarrhaus
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18:20 30.09.2019
Zum ökumenischen Jugendumwelttag in Lütte gab es Sonntag wenig Resonanz aber spannende Erfahrungen. Quelle: privat
Lütte

Unter dem Motto „Alltag und Klimawandel“ kamen junge Menschen der Region am Sonntag zum ökumenischen Jugendumwelttag in Lütte zusammen. Dieser ist ein Baustein des Nachhaltigkeits-Projektes „Gemeinde N“.

Dabei handelt es sich um das Brandenburger Pilotprojekt des Berliner Vereins „Kommunale Ökumene Treptow-Köpenick“. Er vernetzt Nachhaltigkeits-Akteure aus Politik, Kirchen und Zivilgesellschaft. Ziel des Projekts ist es, den Bewusstseinswandel, den die Jugendlichen von der Umweltbewegung „Fridays for Future“ angestoßen haben, zu nutzen, um auch im ländlichen Raum aktiv gegen den Klimawandel vorzugehen.

Aktivitäten in Wiesenburg und Lütte

Dazu gibt es aktuell im Fläming Aktivitäten in den Kirchengemeinden Wiesenburg und Lütte. Im Lütter Pfarrhaus standen am Sonntag eigentlich vier Themen-Workshops, ein veganes Buffet sowie ein Konzert auf dem Programm.

Allerdings waren deutlich weniger als die 30 erhofften Teilnehmer zum Aktionstag erschienen, teilt Koordinator Carsten Brinzing mit. „Daher haben wir am Sonntag einiges improvisiert und uns auf zwei Themen in Workshops konzentriert.“

Yannik Kaase und Peter Kottke aus Fredersdorf haben sich Gedanke gemacht zu ihrem Wasserverbrauch. Quelle: privat

Ein Versuch zum Thema Wasser hat verdeutlicht, dass Menschen nicht nur beim Duschen und Zähneputzen Wasser verbrauchen, sondern auch, wenn sie Fleisch essen oder ein Handy kaufen. Denn in diesen Produkten steckt „virtuelles Wasser“, das während des Herstellungsprozesses verbraucht wird: Wasser für Futterpflanzen, zum Tränken von Tieren oder bei der Förderung und Verarbeitung der Rohstoffe für Handies und Computer, erfuhren die Teilnehmer.

Umgerechnete auf Badewannen

Yannik Kaase und Peter Kottke aus Fredersdorf hatten sehr intensiv überlegt, wo sie persönlich ihren Konsum reduzieren können, um Wasser zu sparen. Die Menge an gespartem Wasser haben die Jungen auf einem Schaubild eingetragen und symbolisch in zwei Wassergläser gefüllt, was die Menge in Badewannen-Füllmengen verdeutlichte.

Zum ökumenischen Jugendumwelttag in Lütte überlegten Teilnehmer auch, wie viel Wasser sich sparen lässt. Quelle: privat

Bei einem Theater-Workshop mit dem Titel „Smartphone-Theater“ haben die Jugendlichen in Lütte zudem gelernt, wie sie mit Spott und sozialer Ausgrenzung umgehen können, die einen treffen können, wenn man sich dem üblichen Konsumverhalten nicht anpasst, also beispielsweise nicht immer das neueste Handymodell besitzt.

Einige Anregungen mitgenommen

„Trotz kleiner Teilnehmerzahl hatten die Jugendlichen viel Spaß und konnten einige Anregungen mitnehmen“, erklärt Carsten Brinzing. Das geplante Konzert am Abend wurde mangels Teilnehmern abgesagt. Doch ließen die Akteure den Tag mit einem indischen Menü ausklingen, das Köchin Katja Resagk aus Potsdam für alle zubereitet hat.

Auch nach dem Aktionstag wirkt das Projekte weiter. „Die Jugendlichen können sich zusammen mit Freunden nun zu Hause einem Wettbewerb stellen, bei dem es unter anderem darum geht, einen klimafreundlichen Urlaub zu planen und einen Möhren-Mob in einem örtlich Geschäft zu organisieren“, erklärt der Koordinator des Projektes „Gemeinde N“.

Von MAZ

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