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Bad Belzig Windkraftgegner ehren drei Bürgermeister
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Windkraftgegner ehren drei Bürgermeister
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16:33 05.01.2017
Erste Ehrenmitglieder sind Bernhard Knuth, Manuela Saß und Andreas Kreibich (v. l.). Eveline Kroll und Winfried Ludwig vom Verein gratulierten. Quelle: Thomas Lähns
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Borkheide

Die Bürgerinitiative „Waldkleeblatt – Natürlich Zauche“ würdigt den Einsatz der Ortschefs von Borkheide, Beelitz und Werder/Havel für die Belange der Initiative. Sie engagiert sich gegen Windkraftanlagen in den Wäldern zwischen Kloster Lehnin, Werder, Beelitz und Borkheide. Der Verein ernannte die Bürgermeister Andreas Kreibich (SPD) aus Borkheide, Bernhard Knuth (Bürgerbündis) aus Beelitz sowie Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) zu Ehrenmitgliedern. Das gab es in der fünfjährigen Vereinsgeschichte noch nie.

„Ich empfinde dies als Ehre“, sagte Andreas Kreibich (SPD) der MAZ. In der Begründung für seine Würdigung heißt es: „Die nach Einwohnern kleinste Gemeinde in diesem Kreis unterstützt seit Jahren die Arbeit der örtlichen BI auch finanziell. Nunmehr beteiligt sich die Gemeinde am juristischen Widerspruch gegen die geplante Errichtung von Windkraftanlagen in der Reesdorfer Heide“. Deshalb sei für Andreas Kreibich klar, dass „ich die Auszeichnung stellvertretend für die gesamte Gemeindevertretung entgegen genommen habe“.

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Aktionen gegen Windräder

Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) wurde für die Versagung des gemeindlichen Einvernehmens gegenüber den Investoren UKA und Procon sowie für ihr persönliches Engagement bei Veranstaltungen im Ortsteil Bliesendorf geehrt. Dort sind die Windräder geplant.

Bernhard Knuth aus Beelitz gilt für die Bürgerinitiative als erklärter Gegner eines Windradaufbaus im Beelitzer Stadtwald. Die Kommune hat die BI finanziell beim Volksbegehren unterstützt. Allerdings bestehe nach wie vor die Gefahr, dass in vier geplanten Windparks zwischen Kloster Lehnin, Bliesendorf, Fichtenwalde und Beelitz insgesamt 200 Anlagen errichtet werden, betonte der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Winfried Ludwig.

Initiatuve bleibt am Ball

Das wäre viermal mehr als die bisher geplanten 50 Windräder. „Schon dafür müssten rund 170 000 Bäume und eine Fläche von 140 Fußballfeldern vernichtet werden. Das wäre nicht nur tragisch für Umwelt und Natur sondern auch eine nicht hinnehmbare Gefährdung der Wohnbevölkerung durch Infraschall und Waldbrände.“

Deshalb wolle die Bürgerinitiative trotz des gescheiterten Volksbegehrens weiter kämpfen. Die Vertreter der drei Kommunen wollen die Arbeit der Initiative auch in Zukunft unterstützen.

Von Andreas Koska

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