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Bad Belzig Richtige Kommunikation: Mentoren werden fit gemacht für Arbeit mit Jugendlichen
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Richtige Kommunikation: Mentoren werden fit gemacht für Arbeit mit Jugendlichen
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16:45 27.11.2019
Die Koordinierungsstelle „Schule und Wirtschaft PM“ hat die Mentoren des Projektes „Mentoring für Jugendliche“ zu einem Workshop geladen. Quelle: TGZ
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Bad Belzig

Was sage ich beim Reden? Diese Frage – und vor allem deren Beantwortung – stand im Fokus eines Workshops für die Mentoren des Projektes „Mentoring für Jugendliche“, das der Arbeitskreis „Schule und Wirtschaft“ ins Leben gerufen hat. Dessen gleichnamige Koordinierungsstelle hat nun auch den Workshop organisiert.

„Nahezu jede Situation, in der zwei Menschen miteinander kommunizieren, wird von der Körpersprache – sprich Sitzhaltung, Hände, Augen, Mimik – beeinflusst“, sagt Linda Schröder von der Koordinierungsstelle. „Intuitiv holen wir uns genau bei diesen Wirkpunkten die Gewissheit, ob wir unserem Gegenüber trauen können – oder eben nicht.“

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Körpersprache spielt zentrale Rolle

In der Körpersprache gebe es einige markante Signale, anhand derer wir den Status unseres Gegenübers erkennen können. „Zu wissen, wen wir vor uns haben, bringt uns in eine günstigere Verhandlungsposition, weil wir uns je nach Situation auf unseren Gesprächspartner einstellen können“, erläutert Linda Schröder weiter.

Eine wichtige Erkenntnis für alle Beteiligten des Workshops sei gewesen, dass das Wissen darüber, welche zentrale Rolle die Körpersprache in der täglichen Kommunikation spielt, uns die Möglichkeit gebe, mit anderen Menschen besser zu kommunizieren. „Darüber hinaus können wir es auch ganz bewusst einsetzen, um zum Beispiel unsere Anliegen – ob privater oder beruflicher Natur – erfolgreicher zu vertreten“, resümiert Schröder.

>>> Mehr zum Thema: Mentoring-Projekt braucht Verstärkung

„Alle Tipps, Methoden und Erkenntnisse, die die Mentoren während des Workshops erhielten, können sie bei der Arbeit mit den Jugendlichen anwenden und weitergeben. Sich individuell auf den anderen einstellen zu können, ist entscheidend für eine erfolgreiche Kommunikation und kann bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz sehr hilfreich sein.“

Ein besonderer Dank gelte dem Konfliktberater und Mediator Joachim Cramer für die professionelle Umsetzung des Workshops.

Jugendlichen zur Seite stehen

Beim Projekt „Mentoring für Jugendliche“ stehen Ehrenamtler den Jugendlichen zur Seite, machen sie fit für Vorstellungsgespräche und beraten sie auch sonst bei Fragen zum Übergang von der Schule in den Beruf. Damit sich die Mentoren untereinander und mit den Organisatoren des Projekts austauschen können, werden regelmäßig Treffen veranstaltet.

Der Zeitaufwand für das Ehrenamt richtet sich nach dem Bedarf der Jugendlichen. „Manch einer braucht nur das Gefühl der Hilfe, andere müssen intensiver betreut werden“, weiß Linda Schröder. „Die Mentoren vereinbaren die Treffen individuell, setzen sich beispielsweise alle zwei bis vier Woche für eine Viertel- oder halbe Stunde mit den Schülern zusammen. Da schreiben wir keine Regeln vor.“

Interessierte Schüler und engagierte Mentoren, die am Projekt teilnehmen möchten, können sich bei der Koordinierungsstelle „Schule und Wirtschaft PM“ melden. Weitere Informationen zum Projekt „Mentoring für Jugendliche“ gibt es auf der Webseite www.tgz.pm/mentoring.

Von MAZ