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Bad Belzig Zahl der Einschüler bleibt konstant oder steigt
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Zahl der Einschüler bleibt konstant oder steigt
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12:34 02.01.2019
An der Scholl-Grundschule Bad Belzig werden in den kommenden Jahren genug Kinder eingeschult. Quelle: Foto: C. Koormann
Bad Belzig

Die meisten Schulen im Hohen Fläming müssen sich um ihre Zukunft keine Sorgen machen. Zumindest prognostiziert der neue Schulentwicklungsplan des Landkreises Potsdam-Mittelmark vielerorts konstante oder weiter steigende Schülerzahlen – trotz regionaler Unterschiede in der Bevölkerungsentwicklung.

Der Plan schaut voraus bis einschließlich zum Schuljahr 2023/2024. Eine Grundlage für die Ermittlung der Einschüler bilden die Meldungen der Einwohnermeldeämter über bereits geborene Kinder bis zu einem Alter von sechs Jahren.

Containerbau erweitert

Demnach werden im kommenden Jahr in der Grundschule „Geschwister Scholl“ in Bad Belzig 70 Kinder eingeschult, 2020 sollen es bereits 83 sein. Die Zahlen gehen perspektivisch zwar auch leicht zurück – auf voraussichtlich 77 Einschulungen in 2023 – dennoch wird die Schule ihre Drei- und Vierzügigkeit damit stabil halten können.

Auch dafür, dass alle Kinder genügend Platz haben, wird bereits gesorgt. Der 2014 in Dienst gestellte Containerbau auf dem Schulhof ist in den Osterferien erweitert worden. Da das aber die seit Jahren immer angespannter werdende Raumsituation nicht löst – die Grundschule nutzt bereits Räume in der benachbarten Oberschule mit – lässt die Verwaltung in Zusammenarbeit mit Lehrern und Erziehern ein neues Schulentwicklungskonzept erarbeiten, um den künftigen Raumbedarf an der Schule zu ermitteln.

73 Schulen im Landkreis

Der Schulentwicklungsplan wird für einen Planungszeitraum von fünf Jahren aufgestellt. Dazu erfolgt eine jährliche Schuldatenabfrage bei allen Schulen des Landkreises. Außerdem gibt es Abfragen bei den Einwohnermeldeämtern bezüglich der künftigen Einschulungsjahrgänge.

In Potsdam-Mittelmark gibt es derzeit 73 Schulen und Schulzentren. Darunter sind 36 Grundschulen in Trägerschaft der Städte, Gemeinden und Ämter. Es existieren acht Gymnasien.

Der Landkreis betreibt davon fünf Gymnasien, ferner drei Förderschulen und zwei Oberstufenzentren. Acht Bildungseinrichtungen befinden sich in freier Trägerschaft.

Grundschulen müssen mindestens eine Einzügigkeit mit mindestens 15 Kindern je Klassenstufe aufweisen. „Kleine“ Grundschulen könnten darunter liegen, wenn eine jahrgangsübergreifende Klasse gebildet wird.

Oberschulen, Gesamtschulen und Gymnasien müssen zweizügig mit mindestens 20 Schülern je Klasse sein.

In Zukunft mehr Platz zu haben ist ebenso der Wunsch von Kindern und Lehrern der Hans-Grade-Grundschule in Borkheide. Ein erster Schritt in diese Richtung ist mit der Einweihung zwei neuer Klassenräume im Oktober gemacht worden, im kommenden Jahr stehen dann der Bau eines neuen Schulgebäudes und einer Turnhalle an.

Wenn alles planmäßig läuft, könnten spätestens im Jahr 2020 Erstklässler in dem Neubau eingeschult werden – laut Schulentwicklungsplan wären es 40 an der Zahl. Mit weiteren Neuankömmlingen in 2021 (32) und 2022 (33) kann die Schule ihre Zweizügigkeit ab Klasse 3 auch in den kommenden Jahr beibehalten. Insgesamt lernen in den zehn Klassen in Borkheide aktuell 206 Schüler.

Eingezogen in die neuen Räume der Grundschule Borkheide ist die Flex-Klasse D mit Klassenlehrerin Corina Greschuchna. Quelle: Johanna Uminski

Die Robert-Koch-Grundschule in Niemegk ist beim Thema Schulumbau schon weiter. Das komplette Gebäude ist in der jüngeren Vergangenheit saniert und barrierefrei ausgebaut worden. In elf Klassen lernen 187 Schüler – in den Klassenstufen 1 und 2 jeweils dreizügig, weil in Flex-Klassen unterrichtet wird und zweizügig ab Klassenstufe 3.

Diese Zweizügigkeit könnte möglicherweise in Gefahr geraten, wenn die Prognose des Schulentwicklungsplans Realität wird. Demnach geht die Zahl der Einschulungen in Niemegk bis 2023 kontinuierlich zurück. Während 2018 noch 39 Mädchen und Jungs neu begonnen haben, sollen es im kommenden Jahr 34 und 2020 schließlich noch 31 sein. Im Jahr 2023 soll die Zahl auf 25 sinken.

Gegensätzliche Entwicklung in Treuenbrietzen

Dieses Schicksal der negativen Prognose teilt die „Kleine Grundschule“ in Dippmannsdorf. Während in diesem Jahr noch 22 Kinder eingeschult wurden, sollen es im kommenden Jahr 19, 2021 und 2022 jeweils 17 und 2023 schließlich nur noch elf Schüler sein.

Eine stark gegensätzliche Entwicklung zeichnet sich an der Grundschule „Albert Schweitzer“ in Treuenbrietzen ab, wo aktuell 323 Schüler verteilt auf 15 Klassen lernen. Die Zahl der Einschüler soll im kommenden Jahr noch einmal zunehmen – von 64 in 2018 auf dann 71. Der vorläufige Höhepunkt ist laut Schulentwicklungsplan 2022 zu erwarten, wenn 82 Kinder eingeschult werden.

Neubau für die Hortbetreuung

Auch diese Grundschule kämpft bereits jetzt mit akuten Raumproblemen – eine Lösung ist jedoch in Sicht. Ein neu gebauter Zweigeschosser soll auf rund 1500 Quadratmetern Nutzfläche Platz schaffen für die Hortbetreuung. Darüber hinaus muss auch die Grundschule selbst umfassend saniert werden. Vor allem bei der Elektrik und dem Brandschutz herrscht Handlungsbedarf. Ziel ist es, den Hortneubau im Jahr 2020 betriebsbereit zu haben.

Insgesamt lernen zwischen Havelland und Fläming derzeit rund 24.300 Schüler. Das sind über 2000 Mädchen und Jungs mehr als noch im Jahr 2011, als die Zahlen einen Tiefpunkt erreicht hatten.

Von Josephine Mühln

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