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Potsdam-Mittelmark Kaum Interesse an offenen Türen
Lokales Potsdam-Mittelmark Kaum Interesse an offenen Türen
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17:09 19.05.2014
Die 9. Klasse im renovierten Biologieraum der Bad Belziger Krause-Tschetschog-Oberschule. Quelle: S. Specht
Bad Belzig

Für Martin Köhler war es am Montag nicht leicht, die Schüler der 9. Klasse auf seine Seite zu ziehen. Der Chemielehrer der Krause-Tschetschog-Oberschule in Bad Belzig hatte eine Vertretungsstunde bei den Jugendlichen. Die aber hatten so gar keine Lust, sich die Formel der Salzsäure selbst herzuleiten oder über den natürlichen Kreislauf von Kalk zu sprechen. Stattdessen beschäftigten sie sich lieber mit sich selbst, sie werteten das vergangene Wochenende aus oder widmeten sich ihren Haaren. Doch der routinierte Pädagoge gab nicht auf. Auf alle möglichen Arten versuchte er, die 24 Schüler für den Unterrichtsstoff zu begeistern. Mal ließ er Worte zu einem Begriff an der Tafel assoziieren, mal stand Partnerarbeit an und wieder ein andermal durften die Schüler Begriffe in die Klasse rufen. Am Ende schaffte es Martin Köhler immerhin, einen Teil für seinen Unterricht zu interessieren.

Erleben konnte diese Szene am Montag jeder. Auf Anregung von Bürgermeisterin Hannelore Klabunde (parteilos) öffneten die Krause-Tschetschog-Oberschule und die Geschwister-Scholl-Grundschule von 10 bis 13 Uhr ihre Türen. Hintergrund ist eine Diskussion, die vor einigen Wochen aufkochte. Vertreter der Initiative „Nein zum Heim“ bezichtigten die Stadt, die Lernbedingungen für die Kinder und Jugendlichen seien unzumutbar. Während demnächst in der Nachbarschaft – auf Rechnung des Kreises Potsdam-Mittelmark freilich – das Asylbewerberheim ausgebaut werde.
Viele Interessenten kamen allerdings nicht zum Tag der offenen Schultür, was schlicht an der Zeit liegen könnte. Montagvormittag ist für die meisten Menschen Arbeitszeit. Gewiss lag es aber auch an der mangelhaften Kommunikation dieses Angebots. Zu entdecken gab es aber Einiges. So wurde der Biologieraum der Oberschule erst kürzlich renoviert. Stühle und Tische sind zwar schon etwas älter, doch werden auch diese demnächst ausgetauscht. Dass es sich bei Raum 30 um einen Unterrichtsraum für Biologie handelt, ist dagegen nur schwer zu erahnen. Lediglich ein Aquarium in der Raumecke und Modelle von Herz, Nase, Huhn und Schwein deuten darauf hin.

Offene Türen gab es auch bei Schulsozialarbeiterin Regina Weber. Einer ihrer Räume war früher Arbeitsplatz des stellvertretenden Schulleiters, davor des Pionierleiters. Heute hat Regina Weber im hinteren Zimmer ein Büro eingerichtet. Im vorderen Raum ist Platz für Gespräche. Eine Exklusivführung mit Schulleiterin Ines Michaelis gab es in der Geschwister-Scholl-Grundschule. Neben einigen Eltern nahmen Hannelore Klabunde und Stadtsprecherin Antje Schühlein teil. Besonderes Augenmerk der Besucher lag auf dem im Februar eröffneten Containeranbau, Haus 3. „Wir vermeiden das Wort Container“, sagt Ines Michaelis. „Das klingt so negativ. Dabei ist der Anbau richtig toll – hell und geräumig.“ Da der Schulbau für 200 Kinder konzipiert war, mittlerweile aber doppelt so viele Mädchen und Jungen dort lernen, war der Anbau erforderlich gewesen.

Trotz der nur wenigen Besucher war die Bürgermeisterin nach dem Rundgang zufrieden. „Wir wollten zeigen, dass die Situation besser ist, als es von einigen Menschen dargestellt wird. Wer heute kam, konnte das sehen“, betonte Hannelore Klabunde.

Von Stefan Specht

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