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Potsdam-Mittelmark Baugenehmigung für Ölmühle ist erteilt
Lokales Potsdam-Mittelmark Baugenehmigung für Ölmühle ist erteilt
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14:32 22.06.2018
Florian Schulze von der Hoher Fläming eG Ölmühle Rädigke-Niemegk präsentiert das Sanddorn-Rapsöl, das in Zusammenarbeit mit der Christine Berger GmbH aus Petzow entstanden ist. Quelle: Josephine Mühln
Rädigke

Damit es von der Agrargenossenschaft „Hoher Fläming“ aus Rädigke in Zukunft nicht nur Raps-, sondern auch Lein- und Sonnenblumenöl geben kann, will das Unternehmen eine neue Ölmühle bauen. Die Baugenehmigung für dieses Vorhaben sei nun auch erteilt worden, wie Florian Schulze am Donnerstag mitgeteilt hat.

185 000 Euro werde der Bau der Mühle schätzungsweise kosten – ein Fördermittelantrag bei der Lokalen Aktionsgruppe Fläming/Havel (LAG) ist bereits gestellt worden. Auch habe das Unternehmen seitens der LAG ein positives Votum bekommen und konnte somit den Förderantrag beim Land stellen. Die Entscheidung darüber stehe jedoch noch aus, sagt Schulze. Gefördert werden würden 45 Prozent der Gesamtkosten.

Zusammenarbeit mit Unternehmen aus Petzow

Die Rädigker Agrargenossenschaft arbeitet seit dem vergangenen Jahr mit der Christine Berger GmbH aus Petzow zusammen. Gemeinsam haben die beiden Unternehmen ein Sanddorn-Rapsöl entwickelt, welches zu fünf Prozent aus reinem Sanddorn-Fruchtfleisch-Öl sowie zu 95 Prozent aus Rapsöl besteht. Es kann zur Geschmacksverfeinerung für alle Salatvariationen verwendet werden.

„Die Kooperation soll in jedem Fall bestehen bleiben – wer weiß, was sich noch so alles ergibt“, sagt Schulze. „Beide Unternehmen profitieren von der Zusammenarbeit und vom Wissen des anderen in den unterschiedlichen Bereichen.“

Auszeichnung von „pro agro“ erhalten

Anfang des Jahres ist die Kreation auf der Grünen Woche vom Verband zur Förderung des ländlichen Raums in der Kategorie „Ernährungswirtschaft“ mit dem „pro agro“-Marketingpreis 2018 ausgezeichnet worden.

Verpasst hat das Unternehmer-Duo dagegen den „Brandenburger Innovationspreis Ernährungswirtschaft 2018“, der am Dienstag in Potsdam verliehen wurde. Das Wirtschaftsministerium hatte den Wettbewerb bereits zum fünften Mal für das Cluster Ernährungswirtschaft ausgelobt.

Im Rennen um Innovationspreis gewesen

Insgesamt waren 23 Bewerbungen eingegangen, von denen fünf für den Innovationspreis nominiert wurden – darunter auch die Rädigker. Sie wollten mit den drei Säulen „Kooperation“, „Ernährungsplus“ und „Wertschöpfungskette“ von ihrem Produkt überzeugen.

Am Ende konnte es jedoch nur drei Gewinner geben, die das Preisgeld in Höhe von insgesamt 10 000 Euro unter sich aufgeteilt haben. Auf dem Treppchen landeten nachhaltige Bio-Anzucht-Sets, ein Brotaufstrich aus Leinöl sowie „Olga – Der Chlorella-Supersaft“.

Herausragende Ideen werden prämiert

„Unter den besten fünf zu sein war schon ziemlich aufregend – und natürlich ist man enttäuscht, denn dann will man auch gewinnen“, gibt Florian Schulze zu. „Aber ich kann trotzdem noch ruhig schlafen“, ergänzt er lachend.

Mit dem Innovationspreis prämiert das Wirtschaftsministerium sowohl herausragende Ideen und Lösungen von märkischen Start-ups und Unternehmen, als auch kreative Verbundlösungen, die in enger Zusammenarbeit von Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen entstanden sind.

Von Josephine Mühln

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