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Beelitz Entscheidung zu umstrittenem Bauprojekt in Schäpe vertagt
Lokales Potsdam-Mittelmark Beelitz Entscheidung zu umstrittenem Bauprojekt in Schäpe vertagt
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01:16 10.02.2019
In Schäpe wird vorerst nicht gebaut. Quelle: Friedrich Bungert
Beelitz

Der Beelitzer Bauausschuss hat am Donnerstagabend das umstrittene Bauprojekt „Wohnen am Waldrand“ im Ortsteil Schäpe vorerst auf Eis gelegt. Nach einer emotionalen Diskussion entschieden die Politiker einmütig, vorerst keine Beschlussempfehlung über die Aufstellung des Bebauungsplanes abzugeben. Damit wird auch die Stadtverordnetenversammlung am 19. Februar wohl keine endgültige Entscheidung dazu treffen.

Ziel des Projektes ist der Bau von bis zu fünf Einfamilienhäusern. Das rund 5700 große Areal befindet sich in Privathand und diente einst als Pferdekoppel. Heute ist dort unter anderem eine Buswendeschleife.

Kritik an den Plänen äußerten während der Sitzung auch Anwohner, sie fürchten unter anderem, dass der Wasseranschluss der neuen Häuser ein Problem werden könnte, da das Dorf derzeit über keinen zentralen Abwasseranschluss verfügt. Eine weitere Sorge aus den Reihen der Zuhörer: Das Bauprojekt am Waldrand könnte einen Präzedenzfall schaffen. „Wer sagt uns denn“, fragt eine Frau, „dass nach der Fertigstellung der geplanten Häuser nicht irgendwann weitergebaut wird?“

Bis zur Kommunalwahl im Mai wird der Plan für das „Wohnen am Waldrand“ für die Politiker wohl kein Thema mehr sein. Gerhard Thiele von der GFT-Fraktion hatte ausdrücklich dafür plädiert, sich mehr Zeit für eine Entscheidung zu nehmen und den künftigen Ortsbeirat anzuhören. Dieser wird ebenfalls im Mai neu gewählt. Die Zuhörer belohnten die Entscheidung der Politiker mit lauten „Dankeschön“-Rufen.

In Schäpe ist dieses Vorhaben nicht das einzige umstrittene Bauprojekt. Eine viel hitzigere Debatte tobt dort um das Bauvorhaben der Familie Jakobs. Die will an der Straße „Waldsaum“ ein Waldstück, das ihr gehört, in Bauland verwandeln, um dort Platz zu schaffen für acht bis zehn altersgerechte Wohnungen sowie 20 bis 30 Einfamilienhäuser. Kritiker liefen Sturm gegen das Vorhaben, wollten unter anderem den dörflichen Charakter von Schäpe erhalten, beklagten vor allem die Dimensionen des Projektes.

Der Streit spitzte sich im Herbst vergangenen Jahres derart zu, dass im Oktober der Ortsvorsteher von Schäpe, Axel Grüsner (parteilos), zurückgetreten ist. Wie es dort weitergeht, ist aktuell offen. Auch hier ist die Beelitzer Stadtverordnetenversammlung am Zug, über das Vorhaben zu entscheiden.

Von Annika Jensen

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