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Beelitz Beelitz plant Aktiv- und Freizeitpark mit neuem Schwimmbad
Lokales Potsdam-Mittelmark Beelitz Beelitz plant Aktiv- und Freizeitpark mit neuem Schwimmbad
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07:41 26.09.2018
Das unmittelbare Umfeld des Wasserturms und das Wahrzeichen selbst sollen in einem vierten und letzten Bauabschnitt saniert werden. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Beelitz

Die Stadt Beelitz hat große Pläne für das Areal rund um den Wasserturm: Auf dem Gelände zwischen Bahnstrecke und Karl-Liebknecht-Straße will sie einen Freizeit- und Aktivpark entwickeln und ein neues Schwimmbad bauen. So sehen es erste Planungen vor, die am 6. November den Beelitzern in einer Bürgerversammlung vorgestellt werden sollen.

Die Vision: Ein Park für alle Generationen, der schrittweise in vier Bauabschnitten entstehen soll und in dem die Beelitzer auf Rundwegen joggen oder spazierenkönnen, wo sie einen Bereich mit Fitnessgeräten für Jedermann genauso finden wie ein Areal für Trendsportarten, die vor allem die Jugend interessieren dürften.

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Erster Bauabschnitt soll mehr als halbe Million Euro kosten

Laut Bürgermeister Bernhard Knuth könnte in einem ersten Bauabschnitt der Bereich für Trendsportarten wie Streetball, Slackline und ein Bolzplatz-Käfig realisiert werden. Die Rede ist auch von einer Skaterbahn und einem „Le Parkour“, wo Läufer sich durch den urbanen und natürlichen Raum bewegen und dabei Hindernisse überwinden.

Parkour wird auch als „Kunst der effizienten Fortbewegung“ bezeichnet. „Es ist wichtig, etwas für die Jugend zu schaffen. Gerade für die Generation zwischen 14 und 20 Jahren haben wir bisher kein Angebot“, sagte Knuth.

Die Kosten für den ersten Abschnitt, der östlich des Gymnasiums realisiert werden soll, bezifferte er auf 580.000 Euro. Die Stadt hat dafür bereits Fördermittel in Höhe von 570.000 Euro aus dem Bundesprogramm „Zukunft Stadtgrün“ bewilligt bekommen und einen Folgeantrag gestellt, um das gesamte Areal zu entwickeln.

Neues Schwimmbad statt Sanierung an der Nieplitz?

Besondere Aufmerksamkeit dürfte der Plan bekommen, am Fuße des Wasserturmhügels ein neues Schwimmbad zu errichten. Mit der Absage des Landesumweltamtes, das alte Mühlenfließ mit EU-Mitteln in seiner früheren Form wiederherzustellen, ist laut Bürgermeister der Plan von einem Naturbadesee vom Tisch.

Er spricht von einem klassischen Schwimmbad mit Nichtschwimmer-Bereich, das Bestandteil des neuen Freizeitparkes werden könnte. „Wir haben hier auch die Argumente derer aufgenommen, die sich für den Erhalt des alten Freibades eingesetzt haben“, sagte er.

Die Kosten für ein neues, eingezäuntes Schwimmbad werden auf etwa 3,6 Millionen Euro geschätzt. Er verweist auf eine teure Sanierung des alten Schwimmbades. „Wenn man für das gleiche Geld etwas neues, besseres bekommen kann, dann sollte man zukunftsorientiert bauen“, so Knuth.

Mitreden ist noch möglich

Das mögliche Freibad im Wasserturm-Park soll die Formen eines natürlichen Gewässers haben, aber mit Beton modelliert werden. Gedacht wird an eine natürliche Wasseraufbereitung, um kein Chlor benutzen zu müssen. Für die biologische Filterung des Wassers müsste ein großer Pflanzenbereich angelegt werden, der über eine Brücke auch erkundet werden kann.

Der Untergrund am Fuße des Hügels zum Wasserturm soll nach Angaben der Stadt besser für ein Schwimmbad geeignet sein als der Standort des alten Bades an der Nieplitz. Weil das neue Bad Bestandteil des Parks sein soll, hofft die Stadt, auch dafür Fördermittel aus dem Topf „Zukunft Stadtgrün“ zu bekommen.

In einem dritten Bauabschnitt ist zudem ein Areal mit zehn Fitnessstationen geplant. Zuletzt soll das unmittelbare Umfeld am Wasserturm gestaltet und das Wahrzeichen selbst saniert werden. Ziel ist es, den ersten und zweiten Bauabschnitt bis 2022, wenn die Landesgartenschau in Beelitz stattfindet, fertigzustellen, sagte Knuth. Das erste Konzept ist nicht in Beton gemeißelt. Der Stadtchef betonte, es handele sich bisher um Ideen und noch nicht um feste Planungen.

Von Jens Steglich