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Beelitz Fuhrunternehmer engagiert sich für seinen Ort
Lokales Potsdam-Mittelmark Beelitz Fuhrunternehmer engagiert sich für seinen Ort
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08:30 23.12.2019
Mit der Fichtenwalder Ehrennadel 2019 zeichnete der Ort auf seinem Jahresendempfang den Fuhrunternehmer Frank Obereisenbuchner (Mitte) aus. Zu den ersten Gratulanten gehörten Vater Armin (links) und Sportförderer Karl-Heinz Boek. Quelle: Edith Mende
Fichtenwalde

Mit der Fichtenwalder Ehrennadel 2019 wurde am Freitagabend Frank Obereisenbuchner ausgezeichnet. Der Fuhrunternehmer, der in seiner Jugend national wie international Meriten als Gewichtheber erwarb, trainiert seit Jahren die Frauen-Kraftsportgruppe der Sportgemeinschaft Fichtenwalde 1965 und kümmert sich auch um den Seniorensport. Einige andere engagierte Bürger des Beelitzer Ortsteils freuten sich über Blumen.

Nach elf Jahren endlich ein Radweg

Vor der Auszeichnung, die alljährlich an Menschen verliehen wird, die sich ehrenamtlich um ihren Ort verdient gemacht haben, zog die Ortsvorsteherin Petra Rimböck auf besondere Weise eine kleine Jahresbilanz. Sie fragte in den vollen Saal des Hans-Grade-Hauses hinein, was denn besonders im Gedächtnis geblieben sei. Erste spontane Antwort: die Einweihung des Radweges nach Klaistow. Elf Jahre hatten die Fichtenwalder um diesen sicheren Weg für Radler gekämpft. Nun hoffen sie, dass die zweite Etappe bis nach Werder schneller vorankommt.

Der Ortsbeirat Fichtenwalde vergibt alljährlich die Fichtenwalder Ehrennadel an Menschen, die sich durch außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement auszeichnen. Quelle: Archiv

Fünf neue Löschbrunnen in und um Fichtenwalde entstanden als eine Konsequenz aus den schlimmen Waldbränden des Sommers 2018. Sie machen die am Freitag mit viel Lob und Dank bedachte Freiwillige Feuerwehr von der öffentlichen Wasserversorgung unabhängig. Um ihren Wald kämpften die Bürger in diesem Jahr auf andere Weise. Zufällig hatte sich im Frühjahr die Nachricht verbreitet, dass 80 000 Hektar aus der Luft mit einem Totalinsektizid besprüht werden sollten, auch über Fichtenwalde. Die Experten der Forstverwaltung, die daraufhin zu einer Informationsveranstaltung eingeladen worden waren, erfuhren hier aus Sorge um Mensch und Tier heftigen Gegenwind.

Vor Gericht Gifteinsatz gestoppt

Mit Unterstützung des Naturschutzbundes konnte im Mai vor Gericht der massive Einsatz des Giftes gestoppt werden. Der befürchtete Nonnenbefall blieb dennoch überschaubar. Die Bürgerinitiative Naturwald, die damals in Fichtenwalde entstand, hat in diesem Herbst mit Grundschülern 8500 Setzlinge von Ebereschen, Eichen und Buchen gepflanzt. Eine umweltfreundliche Alternative, denn Mischwälder widerstehen Schädlingen deutlich besser. Schüler aus Potsdam und Berlin meldeten sich bereits für weitere Pflanzaktionen an.

Neuer Kampf um den Wald

Nun drohe dem gerade geretteten Wald neue Gefahr. Durch Windräder, warnte die Ortsvorsteherin eindringlich. "Auf der einen Seite setzen unsere Kinder neue Bäume und auf der anderen soll der Wald für Windräder abgeholzt werden?", stellte Meike Johannik von der Bürgerinitiative kritisch in den Raum. Gegen diesen Widersinn möchte sich Fichtenwalde gemeinsam mit Nachbargemeinden im Verein Waldkleeblatt zur Wehr setzen. Petra Rimböck befürchtet, dass die Auseinandersetzung mit dem Windkraftunternehmen hart wird und vor Gericht geführt werden muss. Dafür brauche es auch kräftige finanzielle Unterstützung durch die Bürger, kündigte sie an.

Von Edith Mende

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